Sollte es tatsächlich noch CDU-Wähler geben, die glauben, von dieser Partei sei eine konservativ-vernünftige Politikwende zu erwarten, muss sich nur die Hitzeschutz-Debatte in der Bremer Bürgerschaft von vorgestern ansehen, um sich von solchen Illusionen zu befreien. Wiebke Winter, Die CDU-Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin für die Bürgerschaftswahl im nächsten Jahr, nutzte die Gelegenheit, für eine Lobrede auf die grüne Klimafanatikerin Luisa Neubauer. „Ich bin dankbar, wenn Luisa Neubauer im Podcast sagt, dass sie das schätzt, dass sie meine Arbeit hier schätzt“, flötete Winter, die auch noch stellvertretende Vorsitzende der CDU-nahen „Klimaunion“ ist, und gab Neubauers Komplimente zurück: „Ich kann sagen: Ich schätze auch die Arbeit, die Luisa Neubauer macht. Denn genau das ist das Zeichen, das wir für den Klimaschutz brauchen: Klimaschutz ist nicht links oder rechts, Klimaschutz gehört in die Mitte der Gesellschaft!“, faselte sie weiter.
Abgesehen davon, dass eine solche Debatte ohnehin absolut lächerlich ist, weil sie der Lüge Auftrieb gibt, es gäbe eine besondere Hitzegefahr in diesem Land, nur weil es ein paar heiße Tage im Hochsommer gab, zeigt sich hier wieder, dass die CDU von Gestalten durchsetzt ist, die sich durch nichts von den Grünen unterscheiden. Denen war Winters Klimageschwätz dann natürlich auch immer noch nicht genug.
“Selbsternannte Klimaschutzpäpstin“
Der Grünen-Politiker Ralph Saxe warf ihr vor, sich in Gesprächen mit Neubauer als „die selbsternannte Klimaschutzpäpstin“ zu inszenieren, vorher habe sie sich jedoch nicht dazu geäußert. Er sei jedoch froh, dass sie das Thema überhaupt anspreche. Sie könne aber noch mehr machen, wenn sie den Klimaschutz für sich entdeckt habe. Saxe verbreitete auch die Lüge von den 14.000 „Hitzetoten“, die es in diesem Jahr angeblich gegeben habe und bedauerte: „Bei Corona haben wir Grundrechte außer Kraft gesetzt, wir haben wahnsinniges Geld investiert.“ Doch was habe man jetzt gemacht? Der Bundeskanzler habe gesagt, er wolle sich die Situation ansehen, sich aber letztlich nicht geäußert.
Das also sind die Leute, mit denen Kanzler Friedrich Merz sich nun ins Bett legen will, da ihm sein Koalitionspartner SPD verdampft. Seit der Rückkehr aus dem Sommerurlaub, gibt er sich als Klimakanzler, führte die Brände in der Gegend des Hürtgenwaldes irrerweise auf den Klimawandel zurück und machte das Thema Erderwärmung zur Top-Priorität bei der Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg. So präsentiert sich die real existierende CDU – als grüne Extremistenorganisation. Immerhin darf man hoffen, dass die sich im nächsten Monat abzeichnenden AfD-Erdrutschsiege bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ihr Ende beschleunigen.(TPL)






















