Jeder Auftritt, jede Rede, jedes Interview, jedes Gespräch mit Bürgern geht bei diesem Bundeskanzler mächtig in die Hose. Er kann es einfach nicht und er will es auch nicht. Er möchte einfach ungestört für Blackrock durchregieren und nebenbei vielleicht noch einen Dritten Weltkrieg anfachen.
Friedrich Merz hat sich mal wieder blamiert und in einer RTL-Sendung eine „freche“ Bürgerin, die als Kinderärztin arbeitet, gemaßregelt, ihr angeblich sogar vorgeworfen, dass sie sich mit ihrer unverschämten Kritik an seine Politik straffällig gemacht hätte.
Für die Medien, vor allen Dingen für das Kanzler-Blatt „Bild“ hat dieser unglaubliche Vorfall, dieser peinliche Auftritt auf jeden Fall Schlagzeilen-Qualität, im positivem Sinne wie im negativen Sinne:
Fabio de Masi klärt auf:
Der Bundeskanzler hat sich nicht im Griff. Er soll einer Kinderärztin implizit mit Strafverfolgung gedroht haben, da sie seine Gesetze kritisierte. Mir hat er auch einst gedroht wegen eines Tweets auf X und dann vor Gericht verloren! Dieser Mann hat keine charakterliche Befähigung für sein Amt! BILD: „Nach der Sendung kamen die Gäste zu einem Fototermin mit dem Kanzler zusammen. Der Kanzler war nach dem Streit in der Sendung offenbar noch sauer. Laut Bea Merscher sagte Merz ihr, dass ihre Aussagen in der Sendung „straffällig“ gewesen seien. Trotzdem habe sie dem Kanzler ein erneutes Treffen vorgeschlagen. Die Reaktion von Merz? Merscher behauptet: „Er lachte mich aus!““

Und dann folgte der Rückzieher:

Julian Reichelt ordnet das wie folgt ein:
Die korrekte Schlagzeile hätte lauten müssen:
RTL dementiert BILD-Berichterstattung. Tatsächlich handelt es sich hier um eine weitere Folge der großen Propaganda-Lovestory „Uhu und der Merz“: Nach der unbeherrschten Eskalation mit der Kinderärztin, die einem Polit-Profi live im Fernsehen niemals passieren darf, berichtet ein braver BILD-Volontär über neue Vorwürfe der Ärztin gegen Merz. Der Kanzler habe sie ausgelacht und ihr implizit mit Strafverfolgung gedroht. Das wiederum erzürnt Merz. Der lässt bei einem wohlgesonnenen BILD-Reporter anrufen. Man einigt sich darauf, die hässliche Geschichte gerade zu rücken, indem man ein Dementi des RTL-Chefs (das eigentlich keines ist) einholt und vorschiebt und in die Zeile schreibt, RTL distanziere sich von der Frau, die der Sender doch selbst eingeladen hat.
Der RTL-Chef dient als Vehikel dafür, dass BILD die eigene kritische Geschichte über Merz wieder einkassieren kann. Flankiert wird das von einem Spin-Blitz gegen die Ärztin. BILD zitiert die Ärzte-Zeitung, die sagt, die Kinderärztin habe bei RTL vereinfacht formuliert (Ach nee!). Dazu darf noch ein CDU-Mann erklären, warum Merz‘ Politik gar nicht menschenverachtend sei. Genau das passiert, wenn man sich wie Kinderärztin Merscher mit dem System anlegt. Das System schlägt zurück. Leider mit Hilfe willfähriger Medien. Bottom Line hier ist: Wenn man als mächtigster Mann des Landes solche Angst vor der (ja, wütenden) Worten einer Kinderärztin hat, dass man anschließend seine ganze verbliebene Kraft für eine mediale Gegenoffensive einsetzen muss, dann ist man der falsche Mann für den Job.
Dass es dieser Skandal überhaupt in die „Bild“ geschafft hat, ist dem geschuldet, dass die renitente Dame nicht rechts einzuordnen ist, wie sie selbst auch sagt:

Ziemlich undurchsichtig, diese ganze Angelegenheit. Angeblich soll die Ärztin auch Kinder geimpft haben, scheint also wirklich nicht verdächtig zu sein.

Vielleicht sollte man das alles mal bedenken, bevor man die Dame als neue Volksheldin feiert.
Dass Merz es auch menschlich nicht kann, weiß man sowieso.























