Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich nun auch noch Ex-Kanzlerin Angela Merkel mit einer ihrer üblichen Plattitüdensammlungen zu Wort gemeldet. Bei einer Veranstaltung in Berlin faselte ausgerechnet sie, die Deutschland insgesamt und die Demokratie in diesem Land in Scherben getreten hat: „Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben“. Die Mehrheit der Menschen wähle nicht die AfD, stellte sie mit grimmiger Genugtuung fest. Zwar sei sie in den neuen Bundesländern sehr stark, habe aber auch bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz Zuwächse gehabt und ein „gesamtdeutsches Phänomen“ geworden, so Merkel. Was den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt betrifft, kritisierte sie, die AfD habe es zum Teil geschafft, „alle unsere Gespräche von morgens bis abends zu bestimmen“. Man wisse so gar nicht mehr, was die anderen Parteien eigentlich wollten.
Dass es den meisten Menschen längst egal ist, was die anderen Parteien wollen, weil sie wissen, dass sie ohnehin nach Strich und Faden belogen werden, ist Merkel natürlich nicht klar. In ihrer bräsigen Selbstgefälligkeit tut sie so, als sei die AfD eine merkwürdige Erscheinung, die irgendwie aus dem Nichts gekommen sei und für deren Existenz es eigentlich gar keinen Grund gebe – schon gar nicht ihre Wahnsinnspolitik. Denn sie trägt die Hauptverantwortung, dafür, dass die AfD überhaupt entstand. Sie ist es, die Deutschland mit ihrer selbstmörderischen Klima- und Migrationspolitik ins Chaos gestürzt und sein Ende als Wirtschafts- und Kulturnation eingeleitet hat. Ausgerechnet die Frau, die die bis heute offen stehenden deutschen Grenzen für Millionen Feinde von Freiheit und Demokratie geöffnet hat, die den Linkstaat mit seinen Meldestellen und zahllosen NGOs zementiert, die Menschen in gute und schlechte Bürger eingeteilt und den freien Diskurs zerstört hat, besitzt nun auch noch die Unverschämtheit, den Kampf für Demokratie zu fordern – und das nur, weil eine demokratische Alternative zu den katastropalen Folgen ihrer Politik entstanden ist.
Auch Merz im Sommerinterview unterirdisch
Was sie mit „Demokratie“ meint, ist das genaue Gegenteil davon. Merkels verlogenes Geschwätz zeigt wieder einmal ihre grenzenlose Arroganz und Niedertracht. Und auch ihr unsäglicher Nachfolger Friedrich Merz beweist immer wieder, dass er die gleiche Gesinnung hegt. Auch er schwadroniert über Demokratie, will den Bürgern aber vorschrieben, wie sie von ihrem Wahlrecht gefälligst Gebrauch zu machen haben. Im ARD-Sommerinterview richtete er den AfD-Wählern in Sachsen-Anhalt aus: „Wenn das so kommt, wie das in den Umfragen möglich erscheint“, werde Sachsen-Anhalt „erhebliche Probleme“ bekommen. Er könne sich nicht vorstellen, dass noch internationale Investoren unter einem AfD-Ministerpräsidenten zu einem Spatenstich anreisen, um neue Unternehmen zu gründen, so Merz. Zwar sei das eine Entscheidung, die die Wähler zu treffen hätten, gestand er großzügig zu, das Land werde aber „erheblichen Schaden nehmen, wenn das so kommt, wie wir das jetzt befürchten müssen“.
Andererseits sei die CDU in Sachsen-Anhalt aktuell an der Regierung – und dann müsse zunächst einmal „jemand anders gewählt werden“. Mit anderen Worten: irgendwie wird man sich schon an der Macht halten, egal mit welchen Tricks und wenn nötig auch noch mit Unterstützung der SED-Nachfolgepartei die Linke. Merz, der immer den Eindruck erweckte, das politische und charakterliche Gegenteil von Merkel zu sein und ihre Politik auch in dem Interview kritisierte, erweist sich dennoch längst als Vollender ihres Zerstörungswerks.























