Probleme mit echten Rechtsradikalen gesucht? Vielleicht öfter mal bei den Grauen Wölfen nachhaken…

Während beim Gutmenschen-Deutschland weiterhin Katastrophenstimmung in Bezug auf den kommenden Sonntag herrscht, darf eine ganz andere rechtsradikale, pro-nationalistische Gruppierung weiter wachsen und gedeihen, ohne dass sich groß jemand darüber aufregt: Die türkischen „Grauen Wölfe“ haben neulich mit einem weiteren Einzelfall bewiesen, dass Hass und Rassismus längst keine deutschen Angelegenheiten, sondern tief in den Menschen an sich verwurzelt sind. Erst am Samstagnachmittag kam es in Berlin-Friedrichshain zu einem weiteren interkulturellen Übergriff, bei dem ein 42-Jähriger einen 25-Jährigen erst in türkischer Sprach rassistisch beleidigt und dann auf den Kopf eingeschlagen hatte. Der Betroffene wurde zudem auf die Straße geschleudert.

Der Polizei gegenüber ließ der Täter verlauten, er habe „Jagd auf Inder“ machen wollen. Im Rucksack des 42-Jährigen fanden die Beamten eine Fahne mit drei Halbmonden. Diese ist heutzutage das Parteilogo der extrem nationalistischen türkischen Partei MHP, die laut Verfassungsschutz als Urorganisation der rechtsextremen „Ülkücü“-Bewegung (Graue Wölfe) gilt. Hätte sich jemand von der AfD so etwas erlaubt, würden die Staatsmedien nicht mehr aufhören zu rotieren.

Vor allem Ülkücü-Bewegung extrem rassistisch und demokratiefeindlich

Zudem war der Festgenommene bewaffnet, denn die Polizei konnte neben einer Schreckschusspistole auch ein griffbereites Messer sicherstellen. Abermals muss über den psychischen Zustand des 42-Jährigen spekuliert werden, hatte dieser kurz zuvor wahllos Passanten auf dem Vorplatz des Bahnhofs Ostkreuz angegangen, bevor er auf den 25-Jährigen einschlug.

Die „Grauen Wölfe“ gelten mit rund 13.000 als die größte extreme Bewegung in Deutschland. „Ülkücüler“ bedeutet dabei so viel wie „Idealisten“. Zu den erklärten Feindbildern der Wölfe gehören Juden, Israel, Christen, Amerika, Kurden und die PKK, Armenier, Griechen und der Vatikan. Ihre Bestrebung ist die Errichtung des großtürkischen überkontinentalen Turan-Volkes, um sich dabei wie die Herrenmenschen auf die Überlegenheit der türkischen Nation zu berufen. Die Ülkücü-Bewegung wird als extrem rassistisch und demokratiefeindlich eingestuft. Die MHP vertritt ebenfalls einen starken türkischen Ultranationalismus und stützt sich auf islamische Werte. Seit 2018 bildet sie eine Volksallianz mit der Partei AKP von Regierungsschef Erdogan, um damit eine Mehrheit im türkischen Parlament zu bilden und den politischen Kurs maßgeblich mitzubestimmen.