Hat Paul Ronzheimer noch alle Tassen im Schrank? Bizarres Interview mit AfD-Kulturpolitiker Tillschneider

Trotz des mainstream-medialen Propaganda-Sperrfeuers und täglicher Verunglimpfungen der Altparteien im Vorfeld der am kommenden nun endlich stattfindenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die die Politik schon das ganze Jahr überschattet, ist es bisher nicht ansatzweise gelungen, der AfD zu schaden; im Gegenteil: Diese hat in Umfragen schon seit Monaten die 40 Prozent überschritten, wächst konstant und könnte erstmals eine Landesregierung bilden. In dieser Situation greifen die verzweifelten etablierten Medien offenbar nun nach jedem Strohhalm, um die Schwefelpartei der verhassten “Blauen“ irgendwie in ein schlechtes Licht zu rücken. Auch „Bild“ macht da keine Ausnahme. So wartete Reporter Paul Ronzheimer nun mit einem weiteren Pseudo-“Skandal” auf: Hans-Thomas Tillschneider, der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende, habe – so vermeldet es der “Bild“-Anchormann – sein Büro doch tatsächlich mit einer “Tasse der russischen Armee” geschmückt! Dies sei ihm, Ronzheimer im Rahmen eines Interviews für seine Wahlkampfreportage aufgefallen.

Vor Beginn des Video-Interviews habe Tillschneider angeboten, dem Reporter und dessen Kamera-Team eine Führung zu geben und mehrere Souvenirs gezeigt, darunter eine schwarze Tasse mit einem roten Stern sowie dem russischen Schriftzug „Armee Russlands“. Souvenirs anderer Armeen, etwa der Bundeswehr, befänden sich nicht im Büro, stellt der Investigativ-Journalist Ronzheimer raunend fest. In Russland sei die Tasse im militärischen Online-Shop der Marke „Armija Rossii“ (Armee Russlands) erhältlich und koste etwa acht Euro, erfährt man. Der Shop listet das russische Verteidigungsministerium als offiziellen Partner. „Die Zielgruppe sind offenbar Fans des russischen Militärs“, schlussfolgert Ronzheimer messerscharf. Auf Nachfrage zur russischen Armee-Tasse erklärte Tillschneider, diese sei ihm irgendwann einmal geschenkt worden und stehe einfach herum; er verbinde nichts weiter damit. Doch “Ronzi” konnte seine russophobe Obsession anscheinend nicht abstellen – und bohrte immer weiter nach, statt sich auf die eigentlichen Interviewthemen zu fokussieren.

”Jetzt hören Sie mit dieser blöden Tasse auf!“

Irgendwann reagierte Tillschneider daher dann gereizt und fuhr Ronzheimer an: „Jetzt hören Sie mit dieser blöden Tasse auf!“ Doch der “Bild“-Mann hatte da seine Story anscheinend schon innerlich klar vor Augen – mit der vermeintlichen Russen-Devotionalie als Skandalen. Das scheint Tillschneider ebenfalls so wahrgenommen zu haben; vorsorglich versuchte er daher nach Beendigung der Dreharbeiten per Anwalt, nicht das Interview, wohl aber die Veröffentlichung der in seinem Büro entstandenen Aufnahmen zu untersagen. Dies misslang, weshalb Ronzheimer befürchtungsgemäß voll aufdrehte – alles gestützt anhand der Tasse. Innerhalb der AfD werde Tillschneider zum „ultra-pro-russischen Flügel“ gezählt, erfährt man nun zum Thema – und wenige Monate „nach dem Überfall Russlands auf die gesamte Ukraine“ sei Tillschneider nach Russland gefahren, wird ein längst bekannter Sachverhalt wiederaufgewärmt; er habe die Reise jedoch nach Kritik der Parteiführung abgebrochen. In seinem Landesverband nehme Tillschneider eine “entscheidende Rolle” ein. Für den Fall eines Wahlsieges werde er als Bildungsminister gehandelt und möchte unter anderem den Geschichtsunterricht an deutschen Schulen grundlegend ändern, so Ronsheimer am Ende seiner „spektakulären“ Enthüllungen.

Nun muss also schon eine Tasse herhalten, um der AfD finstere Motive zu unterstellen. Dass Tillschneider irgendwann einfach genug davon hatte, von Ronzheimer ständig auf diese Lächerlichkeit angesprochen zu werden und verbieten wollte, dass die Aufnahmen ausgestrahlt werden, weil er genau wusste, was dieser daraus machen würde, ist verständlich. Mit solchen Methoden soll also die AfD „gestellt“ und „entlarvt“ werden. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Ronzheimer verkauft diese Lappalie im Stile einer sensationellen Investigativ-Reportage. Man fragt sich, ob er allen Ernstes glaubt, mit einer solchen Journalismus-Simulation auch nur einen einzigen AfD-Wähler zu erreichen und fiebert der Wahl schon allein deshalb entgegen, damit zumindest solcher Quatsch einstweilen ein Ende hat – wenn die Hassmaschine nach einem AfD-Sieg natürlich erst recht so richtig angeworfen wird. (TPL)