Treibt „Wahlhelfer“ Friedrich Merz die CDU aus den Parlamenten?

Borniert und trotzig, arrogant und unverschämt kommt der Kanzler daher, wenn er vor ein Mikrophon tritt, oder irgendwelche aufgebrachten Bürger zur Schnecke macht.

Die CDU tut also gut daran, diesen Mann nicht all zu oft im Wahlkampf als Helfer einzusetzen. Sven Schulze in Sachsen-Anhalt, der befürchten muss, seinen lukrativen Posten als Ministerpräsident nach der Landtagswahl an diesem Sonntag zu verlieren und der AfD das Ruder in die Hand drücken muss, hat verstanden, warum sein Herr und Meister lieber nicht mit dem Wahlvolk konfrontiert wird.

Der „Deutschlandkurier“ berichtet:

„Die geplanten Wahlkampfauftritte von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Landtagswahlkampf von Sachsen-Anhalt wurden kurzfristig drastisch zusammengestrichen und in deutlich kleinerem Rahmen organisiert. Anstelle großer, öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen tritt Merz nun praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf – angeblich aus Sicherheits- und Kostengründen.

Näher liegen dürften andere Motive. Die Landes-CDU, so heißt es in Magdeburg, habe ein Desaster befürchtet dergestalt, dass die Auftritte von Merz in einem Konzert aus gellenden Pfiffen, Buhrufen und „Merz-muss-weg!“ skandierenden Sprechchören untergehen würden.

Ursprünglich sollte Merz am Montag (31.August) in Ilsenburg in der Harzlandhalle vor bis zu 2.000 Besuchern sprechen. Stattdessen sollte es jetzt lediglich ein kurzes Eintragen ins Goldene Buch in Quedlinburg und eine vertrauliche Gesprächsrunde mit rund 30 ausgewählten CDU-Mitgliedern geben.“

Ist auch logisch, dass Merz vor den „Wutbürgern“, wie er die AfD-Wähler bezeichnet flüchtet und lieber mit Seinesgleichen und seinen Fans hinter verschlossenen Türen von den Reformen, die nun aber wirklich kommen, faselt. Aber weil auch er mal frische Luft schnappen muss, durfte er sich auch hier über reichlich Buhrufe und Pfiffe freuen.

Aber auch im hohen Norden hat es Merz nicht leicht.

nius.de berichtet:

Bundeskanzler Friedrich Merz ist bei einem Wahlkampfbesuch im Ostseebad Kühlungsborn teilweise ausgepfiffen und beschimpft worden.

Auf der Strandpromenade riefen einige Menschen „Kriegstreiber“ und „Pinocchio“ oder skandierten „Rücktritt“.

Ein angekündigtes Pressestatement des Kanzlers fand nicht statt. Eine Begründung dafür gab es aus dem CDU-Team zunächst nicht. Merz unterhielt sich stattdessen an einem Wahlkampfstand über Absperrgitter hinweg mit Bürgern. Zuvor hatte er in einem Fischrestaurant ein Fischbrötchen gegessen und es als „exzellent gut“ bezeichnet.

Tichys Einblick schreibt:

Friedrich Merz reist als Wahlkampfhelfer nach Mecklenburg-Vorpommern – und erlebt in Kühlungsborn ein absolutes Debakel. Pfiffe, Rücktrittsrufe und ein vorzeitig beendeter Auftritt treffen einen Kanzler im Umfragetief. Immer mehr Termine vor Publikum geraten für Merz zum Pfeifkonzert.

D. A. Wehr schreibt:

Kanzler Merz bekommt das, was er dank seiner Ignoranz, Arroganz und Wortbrüchen gegenüber den Wählern verdient hat. Die CDU hatte die politische Wende und gesellschaftliche Erneuerung vor der Bundestagswahl versprochen, um dann eine Fortsetzung des „Ampel“ mit der SPD zu liefern.

Thomas BF schreibt:

Diese Missachtung hat er sich auch redlich verdient, unser „Außenkanzler“. Wenn er Applaus will, soll er in die Ukraine gehen, wie immer, mit einem dicken Scheck im Handgepäck… Nie mehr CDU.

HvarLover schreibt:

Seit der Bismarck Hering vor über 150 Jahren bekannt geworden ist, beißen Politiker in Fischbrötchen und versuchen sich damit sympathisch beim Volk zu verkaufen. Fällt denen wirklich nichts Neues mehr ein?

Man kann nur hoffen, dass Merz bis Sonntag noch eifrig durch die Lande zieht und so viele Altenheime wie möglich besucht (ist ja sein Thema), der AfD fehlen noch ein paar Punkte…