160 Millionen Euro für Flüchtlingsunterbringung: 340 Ukrainer ziehen in nagelneues Hamburger Hotel ein
Egal, wie groß die vermeintliche Finanznot des Staates überall auch ist, für die Migration ist und bleibt ihm nichts zu teuer. Seit dem gestrigen Dienstag mietet die Hamburger Sozialbehörde das erst vor vier Monaten eröffnete niu Quay-Hotel im Stadtteil Harburg an, um dort 340 Ukrainer unterzubringen. Der Mietvertrag läuft zunächst bis Ende des Jahres, falls „Bedarf“ bestehe, könne er aber verlängert werden, teilte die Behörde mit. Das Hotel verfügt über 150 Zimmer und 20 Apartments und gehört der Hamburger Hotelgruppe NOVUM Hospitality, die es zusammen mit der Holiday-Inn-Gruppe betreibt. Warum es jetzt als Migrantenunterkunft genutzt werden soll, wollte NOVUM Hospitality nicht beantworten. Der Grund dürfte jedoch schlicht darin liegen, dass man der zahlungsfreudigen Stadt wesentlich mehr Geld abnehmen kann, als die 124 Euro, die eine Übernachtung in einem Standardzimmer mit Doppelbett kostet.
In Harburg hat man sich mit dieser hauruckartigen Umnutzung wenig Freunde gemacht. Selbst Frank Richter, der Vize-Fraktionsvorsitzende der SPD, teilte mit, er sei „sehr verärgert“. Zum einen, weil die Beteiligung der örtlichen Bezirksversammlung ausgeblieben ist, die eigentlich gesetzlich vorgeschrieben ist, bevor eine „öffentliche Unterbringung von Zuwanderern und Wohnungslosen“ beschlossen wird und zum zweiten, weil das Hotel wichtig für die Entwicklung des Quartiers sei, vor allem für Gäste der Technischen Universität Hamburg und die Gäste vieler neu gegründeter Firmen dort und weil diese Gäste mehr Geld in die Restaurants und Läden am Binnenhafen bringen.
Irrwitziger Aufwand
Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Bliefernicht erklärte, die Umnutzung sei eine schlechte Nachricht für Restaurants und Läden im Binnenhafenquartier. Allein 2025 hat Hamburg rund 160 Millionen Euro für die Unterbringung von Asylanten in Hotels ausgegeben. Seit Februar 2022 belaufen sich die Ausgaben auf rund 600 Millionen (!) Euro. Dies ergab eine AfD-Anfrage. Für dieses Jahr liegen noch keine Zahlen vor, sie dürften aber weiterhin exorbitant und natürlich vor allem völlig ungerechtfertigt bleiben. Nun wird ein ganzes nagelneues Hotel exklusiv für Ukrainer freigemacht, obwohl auch hier in den allermeisten, wenn nicht in allen Fällen kein realer Fluchtgrund vorliegt, da nahezu alle Ukrainer aus dem vom Krieg gar nicht betroffenen Westen des Landes kommen.
Dennoch wird auch hier ein irrwitziger Aufwand betrieben, um sie unterzubringen, während die Einwohner vor den Kopf gestoßen und gar nicht erst in die Entscheidung einbezogen werden. Zugleich wird gebetsmühlenartig gejammert, dass kein Geld da sei. Dies betrifft aber immer nur die Einheimischen, Migranten aus aller Herren Länder können hier weiterhin ein sorgenfreies Dasein fristen, denn um niemanden ist die Politik in diesem Land mehr besorgt. (TPL)