Schusswaffen statt Messer: Nicht nur Berlin immer häufiger “Mittel der Wahl“ (Symbolfoto: Von Supermop/Shutterstock)
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Messer sind dagegen fast schon harmlos: Schusswaffen-Kriminalität in Deutschland explodiert

Mit Beginn des neuen Monats verdichtet sich auch die alltägliche Barbarei in diesem Land noch einmal besonders drastisch: Am frühen Mittwochmorgen explodierte in der Nähe des Augsburger Hauptbahnhofs vor einem türkischen Juweliergeschäft eine Handgranate. Zwei Passanten wurden dabei leicht verletzt. Die Hintergründe sind noch völlig unklar. Ob das Geschäft Ziel des Anschlages war und ob es einen Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität gibt, ist Gegenstand der Ermittlungen. In Duisburg kam es gestern am helllichten Tag und mitten in der Stadt zu einem Schusswechsel. Mindestens zehn Kugeln flogen durch die Gegend und schlugen in Autos, Schaufenstern und Hausfassaden ein.

Ein Mann wurde verletzt. Ob er ein zufälliges Opfer oder an der Schießerei beteiligt war, ist noch unklar. In dem Krankenhaus, in dem er behandelt wird, wird er von der Polizei bewacht. „Ein Wunder, dass bei der irren Ballerei nicht mehr Leute getroffen wurden. Es war wie im Actionfilm, völlig absurd, mitten auf der Straße“, berichtete ein Anwohner. Die Polizei fahndet mit einem Großaufgebot nach den Tätern.

Verhältnisse wie in US-Ghettos

Abgerundet wurde der Septemberanfang  dann in Berlin-Schöneberg, wo ein 26-Jähriger am Mittwochabend aus einer Personengruppe heraus angeschossen und schwer verletzt wurde. Auch hier sind die Hintergründe noch völlig unklar. Der August war bereits ausgeklungen mit einem Doppelmord in der Hamburger Messe: Auf einem Fabrikgelände wurden Montagabendgegen 22 Uhr zwei Männer erschossen. Die Polizei geht davon aus, dass Täter und Opfer sich kannten. 30 Streifenwagen aus dem gesamten Stadtgebiet wurden zusammengezogen, um das Gebiet zu sichern und nach den Tätern zu fahnden. Bislang ohne Erfolg.

In Deutschland herrschen inzwischen Verhältnisse, die an das Chicago der Prohibitionszeit erinnern. Aus fahrenden Autos werden ohne jede Rücksicht auf Unbeteiligte Schüsse abgegeben, Handgranaten werden in der Nähe von Bahnhöfen gezündet und Menschen abgeknallt. Das Schusswaffenverbot ist offenbar kein Hindernis und ebenso Makulatur wie die idiotischen Messerverbotszonen. In diesem Land herrscht vielerorts das Gesetz des Dschungels, und die Gefahr für die Einheimischen, ums Leben zu kommen, wenn sie sich noch vor die Tür trauen, steigt immer weiter. (TPL)

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