Lehrer Max Heckel (hier im Interview mit Paul Ronzheimer) gilt als “Star" im Mainstream, weil er im Unterricht jegliches politische Neutralitätsgebot verriet (Foto:ScreenshotInstagram)
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So einer gehört sofort gefeuert und entbeamtet: Stendaler Lehrerkollege von Julia Siegmund hetzte im Unterricht hemmungslos gegen AfD ab

Ein abermaliger Schulskandal um die politische Indoktrinierung zeigt wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einmal mehr, dass das staatliche Neutralitätsgebot nur noch Makulatur ist. Der Lehrer Max Heckel, der an der Comenius-Sekundarschule in Stendal (Sachsen-Anhalt) unterrichtet, schärfte seinen Schülern bereits am 4. März 2025 ein, AfD-Wähler seien „entweder a) sehr reich, b) frei von Moral oder c) nicht bei Verstand“. Bald darauf erhielt er für diese eklatante Missachtung seines Lehrauftrags die wohlverdiente Abmahnung, gegen die er nun juristisch vorgeht. „Ich will die Sache rechtlich geklärt wissen. Ich werde jetzt einen Präzedenzfall dafür schaffen, dass wir endlich mit diesem Neutralitätsnarrativ aufräumen“, tönte Heckel, der sich erstaunt darüber äußert, wie die Informationen über seinen ideologietriefenden Unterricht so schnell zur AfD gelangen konnten, die noch am selben Tag davon erfuhr und den Skandal wenig später im Landtag zum Thema machte. Die Gesprächsnotizen der beteiligten Schüler würden dafür keine eindeutigen Rückschlüsse zulassen, so der verwunderte Heckel.

Dabei ist es nun wahrlich kein Wunder, wenn in einem Land, in dem die AfD in Umfragen bei über 40 Prozent liegt, auch Kinder von AfD-Wählern in Heckels „Unterricht“ sitzen und zuhause von dessen demagogischen Lügen berichten. Mit der Abmahnung ist er noch gut bedient. Eigentlich hätten seine Verleumdungen zur fristlosen Kündigung führen müssen. Heckel selbst schildert den Vorfall so, dass Schüler ihn gefragt hätten, ob er die AfD wähle. Das habe er verneint und mit den drei „Argumenten“ begründet: mit einer Studie zur Steuerpolitik der AfD, dem Potsdamer Treffen von Konservativen und Rechtsextremen samt dem dort diskutierten Begriff „Remigration“ sowie Äußerungen des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke zur Inklusion.

Auch “Correctiv“-Lügen zu Potsdam wiedergekäut

Allein, dass er sich auf die auch 2025 bereits zigfach widerlegte „Correctiv“-Lüge vom angeblichen Potsdamer „Geheimtreffen“ bezog, disqualifiziert Heckel als Lehrer, da er sich entweder nicht gründlich informiert, bevor er Behauptungen in die Welt setzt oder seinen Schülern wichtige Informationen verschweigt. Jedenfalls nahm das Landesschulamt -völlig zu Recht- besonderen Anstoß an seiner Aussage über AfD-Wähler, die möglicherweise ein Verstoß gegen das sogenannte „Überwältigungsverbot“ seien, das 1976 im „Beutelsbacher Konsens“ festgehalten wurde. Dieser stellt klar, dass es Lehrern nicht erlaubt ist, Schüler „im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der Gewinnung eines selbstständigen Urteils zu hindern“. Einen Verstoß dagegen sieht Heckel natürlich nicht: „Ich habe den Schülern erklärt, sie können wählen, wen sie wollen – aber sie sollen sich mit ihrer Wahl auseinandersetzen“, behauptet er.

Zu allem Überfluss ist an der Schule auch noch die Ehefrau von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund als pädagogische Mitarbeiterin beschäftigt. Dass diese die Informationen an die AfD durchgestochen hat, unterstellt Heckel jedoch nicht. Im Umgang mit Schülern, „auch mit migrantischen“, habe er Julia Siegmund als „empathisch und zugewandt erlebt“. Selbst in diesem Lob steckt noch die Annahme, die Frau eines AfD-Politikers oder überhaupt jeder, der mit der AfD in Verbindung steht, habe pauschal etwas gegen Migranten. Dabei geht es der AfD ausschließlich darum, dass illegale und/oder straffällig gewordene Migranten aus Deutschland abgeschoben werden, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einem normalen Land wäre. Das Arbeitsgericht Magdeburg wird Heckels Klage gegen die Abmahnung am 26. November verhandeln. Vielleicht stellt die AfD dann bereits die Landesregierung… (TPL)

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