Unerbetene politische Publikumsbevormundung kommt nicht mehr gut an - vor allem im Osten (Symbolbild:KI)
[html5_ad]

Gratismut ist nicht länger gratis: Künstler hetzen gegen die AfD – und werden an der Kasse bestraft

Inka Bause, bekannt als Moderatorin von „Bauer sucht Frau“, wollte ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum mit einer großen Tour feiern. Doch sie wurde ihre Eintrittskarten nicht los. Fast alle Auftritte mussten abgesagt werden. Bloßes Pech? Nein. Bause hatte gegen die AfD gehetzt.

Nun antwortete das Publikum mit Boykott, lautlos, aber teuer. Während die einen gar nicht erst kauften, brachten andere ihre Karten zurück. So klingt ein politischer Denkzettel, wenn niemand mehr klatschen will.

Inka Bause liefert den Beweis selbst

Seit Jahren ist es bei Künstlern Mode, gegen die AfD zu hetzen. Damit gehörten sie zu den angeblich Guten. Das Fernsehen klatschte, die Zeitungen lobten ihre Haltung. Die Zuschauer sollten Eintritt bezahlen, den Mund halten und sich erklären lassen, was sie gefälligst zu wählen haben.

Inka Bause plante Auftritte in Cottbus, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Frankfurt an der Oder, Halle, Magdeburg und Leipzig. Die große Jubiläumstour sollte zeigen, was sie in 40 Jahren auf der Bühne erreicht hatte. Dann meldete sich die Theaterkasse. Die Leute wollten sie nicht mehr sehen, und fast die gesamte Tour fiel aus. Bause bestätigte den Zusammenhang selbst.

Jubiläumstour abgesagt, Zuschauer boykottieren

Manche ihrer politischen Äußerungen hätten sie Eintrittskarten gekostet. Tickets seien nach den Statements zurückgekommen. Nachgewiesen. Und sie würde es immer wieder tun. Damit endet jede Spekulation.

Bause sagte den Leuten, was sie wählen sollen. Sie bleiben lieber zu Hause. Boykott durch Verweigerung. Haltung bis zum letzten Gefecht am Kassenhäuschen vor dem großen Tor.

Auch Yvonne Catterfeld scheitert in Sachsen

Yvonne Catterfeld, bekannt durch ihren Schlager „Für dich“ und ihre frühere Rolle bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, hetzte ebenfalls gegen die AfD. Die Partei gefährde den Rechtsstaat und die Demokratie, erklärte die Küchentischpolitologin öffentlich. Dann kam die Antwort aus Sachsen. Für ihre Konzerte in Dresden und Leipzig wurden so wenige Karten verkauft, dass Catterfeld nach eigenen Angaben draufgezahlt hätte. Beide Auftritte wurden abgesagt. Ausgerechnet Dresden und Leipzig blieben von „Für dich“ verschont.

Das Ergebnis an der Kasse war zu erwarten. Wer seine möglichen Zuschauer politisch verächtlich und gegen sie hetzt, sollte sich kaum wundern, wenn diese ihr Geld woanders ausgeben. Niemand hat Lust, 40 oder 80 Euro zu bezahlen, um sich während der Vorstellung auch noch beschimpfen und verunglimpfen zu lassen. Die tägliche Propaganda liefert schon das Fernsehen schließlich für die monatliche Demokratieabgabe von 18,36 Euro.

Kerstin Ott entdeckt die leeren Plätze

Kerstin Ott, bekannt durch den Schlager „Die immer lacht“, äußerte sich im Juli 2026 verächtlich über die AfD. Anfang September klagte sie über schlecht verkaufte Veranstaltungen. Die Zeiten seien schwierig, die Preise gestiegen und das Geld der Menschen knapp, erklärte Ott. Alles richtig. Es fehlt nur der Nachtisch: die eigene große Klappe. Gerade weil das Geld knapp ist, überlegen die Leute genauer, wem sie es geben. Wer an der Supermarktkasse bereits erschrickt, bezahlt am Abend kaum noch freiwillig dafür, politisch abgekanzelt zu werden.

Erst gegen rechts hetzen, dann über fehlende Käufer klagen. So schnell kommt die Rechnung. Bei „Die immer lacht“ lacht inzwischen auch die Theaterkasse.

Lena wollte ihre Karten verschenken

Lena Meyer-Landrut, bekannt als deutsche Gewinnerin des Eurovision Song Contest vor gefühlt hundert Jahren, im Jahr 2010, forderte ein Verbot der AfD. Es sei ihr gleichgültig, wenn sie dadurch Anhänger verliere. Noch im selben Monat wurde über schwach verkaufte Konzerte berichtet. Lena wollte sogar übrig gebliebene Eintrittskarten verschenken. Wie sauer Bier.+

Offenbar hatte ihr niemand erklärt, dass AfD-Begeisterte und Kartenkäufer häufig dieselben Menschen sind. Erst waren sie entbehrlich, später fehlten sie im Saal. Im Kulturbetrieb nennt man das Haltung. Ein Kaufmann würde es Kundenvertreibung nennen.

Olaf Schubert macht Kriegspropaganda

Wie man sein Publikum langsam vergrault, zeigt auch Olaf Schubert. Der Komiker im karierten Pullunder war einmal der feine Spötter über den deutschen Alltagsirrsinn. Inzwischen hat er ein neues Thema entdeckt: den Krieg. „Deutschland soll wieder kriegstüchtig werden“, ruft Schubert bei seiner Sommerveranstaltung im ZDF. Der Saal johlt. Das Wort stammt allerdings weniger aus der Werkstatt eines Komikers als aus der Feder des Verteidigungsministers. Doch im Gepäck seiner Witze reist die politische Botschaft mit. Deutschland müsse aufrüsten. Der Zuschauer soll darüber lachen und merkt kaum, wessen Propaganda er gerade übernimmt.

Wenn der witzige Olaf Schubert plötzlich die Kriegstüchtigkeit predigt und Russland in seine Sketche einbaut, entsteht der Eindruck, jemand anderes habe seine Feder geführt. Der Rautenpullunder sitzt noch wie früher. Nur darunter steckt inzwischen ein kleiner Regierungssprecher. Das Publikum kauft Eintrittskarten, um zu lachen. Es will keinen Einberufungsbescheid mit Pointe. Wer aus der Bühne eine politische Durchhalteveranstaltung macht, darf sich über den nächsten Schritt nicht wundern. Erst vergeht den Leuten das Lachen. Dann bleiben sie weg.

Die Geldbörse wird zum Stimmzettel

Besonders im Osten verliert das alte Spiel seine Wirkung. In Teilen des Ostens wählen mehr als 40 Prozent der Bürger die AfD. Da nützen auch Plakate und Werbung im Internet nichts mehr. Wer sich bei einem großen Teil der Bevölkerung unbeliebt macht, wird irgendwann seine Eintrittskarten nicht mehr los. Vor dem Theater brennt weiter die Leuchtreklame. Im Saal warten die leeren Stühle. Hinter der Bühne wird nach Erklärungen gesucht. Nur auf die naheliegendste kommt keiner.

Wer sein Publikum verachtet, verliert sein Publikum, der Wind hat sich gedreht. Die Theaterkasse wird ab 2026 zusätzlich zum Wahllokal und zeigt konkreter als jede Meinungsumfrage, wie die Stimmung im Volke ist.

5a4833cad15b44a192aa6a7837400e16

Themen