Der Eklat um die lächerlichen Eingriffe der Gleichstellungsstelle der Stadt München auf dem Oktoberfest geht weiter. Weil mehrere der Schausteller gezwungen wurden, ihre Geschäfte für teures Geld zu verändern, weil einige der teils uralten Figuren an der Außenseite angeblich sexistische und rassistische Klischees bedienen, hat nun dazu geführt, dass der Bundesverband der Schausteller und Marktkaufleute (BSM) den traditionellen Wiesn-Rundgang kurz vor Eröffnung des Oktoberfestes boykottiert. „Angesichts des Übergriffs wegen angeblich rassistischer Stereotype auf der Fassade des Traditionsfahrgeschäfts ‚Teufelsrad‘ sagen wir hiermit unsere Teilnahme ab“, schreibt der Verband in einem Brief an das Münchner Wirtschaftsreferat.
Darin kritisiert er „Zensurmaßnahmen“ und „Zwangspinselei“. Dieses Vorgehen reihe sich nahtlos in Zensurmaßnahmen anderer Städte ein Die Gestaltung eines Fahrgeschäfts sei „Kernkompetenz des Unternehmers als Träger des wirtschaftlichen Risikos“. Niemand wisse immerhin besser, was Besuchern gefalle, als der Beschicker selbst. Der in Bonn sitzende Verband war von der Stadt München zu dem Rundgang eingeladen worden, weil er sich erfolgreich für die im April bewilligte Aufnahme der „Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland“ ins immaterielle Kulturerbe der Unesco eingesetzt hatte.
Schikanen des Linkstaates
Die Stadt erklärte, man nehme den Brief zur Kenntnis und bedauere die Absage. Gerade ein so kontrovers diskutiertes Thema lebe „vom Austausch und von Kompromissen“ – dabei war es gerade die Stadt, die auf beides keinen Wert legte und einfach per ordre de mufti die ebenso übergriffigen wie idiotischen Übermalungen anordnete, wobei die Drohung im Raum stand, dass den betreffenden Schaustellern die Zulassung für das Oktoberfest entzogen wird, wenn sie sich diesem Unsinn nicht beugen. Der Verein der Münchner Schausteller, nimmt zwar an dem Rundgang teil, dessen Vorsitzender Peter Bausch sagte jedoch ebenfalls: „Wir müssen offen die Diskussion suchen und Kritik üben. Kunst ist Kunst: Die Gleichstellungsstelle der Stadt ist zuletzt übers Ziel hinausgeschossen. Als Schausteller ist offenbar niemand mehr vor solch übertriebener Kritik gefeit“.
Dass der BSM sich weigert, gute Miene zu diesem woken Spiel zu machen, ist immerhin ein starkes Zeichen, dass nicht jeder mehr bereit ist, sich diesen absurden Schikanen des Linkstaates zu beugen. (TPL)






















