Der Fürst der Finsternis kommt auf Drohnen angeritten: Wahnvorstellungen deutscher Eskalationspolitiker (Bild:Grok)
[html5_ad]

Leipziger Drohnenvorfall: Ukrainischer Journalist präsentiert völlig neue Version

Bekanntlich nutzte die Bundesregierung letzte Woche den äußerst dubiosen Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen Anfang August als Vorwand für eine weitere Eskalation ihrer Russland-Politik. Die Sprengstoff-Drohne soll angeblich für einen Anschlag auf ein ukrainisches Frachtflugzeug, das auch für Rüstungstransporte genutzt wird, vorgesehen gewesen sein und die russische Regierung dahinterstecken. Nachvollziehbare Beweise dafür wurden nicht vorgelegt. Der ukrainische Journalist Anatolij Sharij hat nun via X eine völlig andere Version der Ereignisse veröffentlicht, die sich auf Aussagen eines Flughagen-Mitarbeiters beziehen soll. Demnach habe der Drohnenvorfall sich nachts während der Beladung eines Frachtflugzeugs im Bereich Vorfeld 2 ereignet, wo unter anderem DHL- und Antonow-Maschinen abgefertigt würden. Den Mitarbeitern sei bekannt, dass dort häufiger Drohnen gesichtet würden, diesmal habe jedoch eine kleine Drohne unmittelbar neben einem Beschäftigten geschwebt, der sie schließlich mit der Hand zu Boden gedrückt und dabei die Propeller beschädigt habe.

Über Funk habe er gemeldet, das Gerät liege am Boden. Daraufhin seien innerhalb weniger Minuten Polizei, Sprengstoffexperten, Feuerwehr, Fernsehteams und ein spezialisierter Entschärfungsroboter vor Ort gewesen. Dies habe unter mehreren Flughafenmitarbeitern Fragen aufgeworfen, da der Flughafen rund 20 Kilometer von Leipzig entfernt liege und es ist nicht möglich sei, einfach zum Terminal zu fahren und das gesperrte Flugfeldgelände zu betreten. Für den Zugang zum gesicherten Vorfeld seien gewöhnlich Sicherheitskontrollen und ein Tagesausweis erforderlich. Deshalb habe man sich gewundert, wie ein Spezialteam, ein Fernsehteam und schweres Gerät fast unmittelbar nach dem Funkbericht den Flugplatz selbst hätten erreichen können. Sprengstoff und Zünder habe es an der Drohne nicht gegeben, behauptet Sharijs angebliche Quelle vehement.

Kein Beweis für Inszenierung, aber brennende Fragen

Die später veröffentlichten Fotos, die die Drohne neben Sprengmaterial zeigten, würden sich nicht mit dem decken, was die Mitarbeiter am Einsatzort ursprünglich wahrgenommen hätten. Zudem habe es sich bei der Drohne um ein kleines, günstiges Consumer-Modell für Foto- und Videoaufnahmen gehandelt, das kaum eine nennenswerte Zusatzlast hätte tragen können. Der Mitarbeiter sei angesichts der öffentlichen Darstellung empört gewesen, aus Angst um seinen Arbeitsplatz könne er dies jedoch nicht offen äußern.

Sharij räumt ein, dass die Aussage des Mitarbeiters allein noch keinen Beweis für eine Inszenierung des Vorfalls liefere, allerdings etliche Fragen aufwerfe, etwa wann genau die Drohne entdeckt und die Funkmeldung abgesetzt worden sei; wann Polizei, Sprengstoffexperten, Feuerwehr und Journalisten alarmiert worden und tatsächlich eingetroffen seien; wer das mutmaßliche Sprengmaterial zuerst entdeckt und das Gerät als Erster untersucht habe? Sharij erinnert auch daran, dass sich sieben Klimaaktivisten der Bewegung „Letzte Generation“ am 1. August 2024 illegal Zutritt zum Gelände des Flughafens verschafft, den äußeren Sicherheitszaun an drei verschiedenen Stellen durchtrennt hatten und in den gesperrten Bereich des Flughafens gelangt seien. Fünf der Aktivisten klebten sich auf das Rollfeld. Es war also selbst für solche Amateure möglich, problemlos bis in den Sicherheitsbereich vorzudringen. Wie seriös Sharijs Darstellung ist, lässt sich nicht beurteilen, sollte sie authentisch sein, liefert sie aber definitiv neue Fragen über diesen auch so bereits höchst dubiosen Vorfall und seine politischen Folgen. Antworten darauf wird man von dieser Bundesregierung aber wohl kaum erhalten. (TPL)

ca4a5de22bd241cea9e91896ecbd388c

Themen