Pisa ist eine Stadt und ein Test für Schüler. Dieser Bericht ist in Leichter Sprache geschrieben. Dann können ihn alle verstehen. Besonders die Menschen, die durch die Gunst der Wähler in den Bundestag gekommen sind. Für viele von ihnen gibt es sonst keine berufliche Verwendung.
Pisa ist eine schöne Stadt in Italien. Dort steht ein Turm. Der Turm steht schief. Er steht schon sehr lange schief. Trotzdem fällt er nicht um. Der Baumeister hat falsch gerechnet. Das hat er nun davon. Deswegen heißt der Test so. Menschen sehen sich den schiefen Turm an. Dann machen sie ein Foto. Auf dem Foto tun sie so, als würden sie den Turm festhalten. Das ist lustig. Der Turm steht danach aber immer noch schief.
„Das ist schwer!“
PISA ist deswegen auch ein Test. Bei diesem Test machen Schüler mit. Die Schüler sind 15 Jahre alt. Man prüft, ob die Schüler lesen können. Man prüft auch, ob die Schüler rechnen können. Und ob sie verstehen, was sie gelesen haben. Ob sie was checken oder nicht.
Das ist schwer. Manche Schüler können eine WhatsApp-Nachricht sehen. Danach wissen sie aber nicht, was in dem Text stand. Das passiert auch vielen Erwachsenen. Einige von ihnen arbeiten später bei einer Zeitung oder bei den Grünen.
Viele deutsche Schüler haben den PISA-Test gemacht. Das Ergebnis ist ganz mau. So schlecht war das Ergebnis noch nie. Die Schüler können immer schlechter lesen. Sie können auch immer schlechter rechnen. Oma hat das im Fernsehen gehört, sagt sie.
Viele Schüler verstehen einfache Aufgaben nicht. Sehr viele Schüler haben beim Lesen große Probleme. Jeder dritte Schüler hat auch beim Rechnen große Probleme. Manche haben mit beidem Probleme. Das ist praktisch. Dann muss man sich nicht entscheiden.
Viel mehr Punkte in China!
Die Schüler in China haben viel, viel mehr Punkte bekommen. Darum werden in China Handys gebaut. Auch Computer werden dort gebaut. Und Videospiele. Dafür muss man rechnen können. Sonst läuft die Figur nach links. Obwohl sie nach rechts laufen soll. In China ist Mathematik bestimmt viel leichter. Dort lernen die Schüler auch sehr lange. Das ist anstrengend. Aber danach können sie rechnen. Aber wir brauchen das nicht.
Auch die Schüler in Singapur haben viel, viel mehr Punkte bekommen. Singapur hat einen großen Hafen. Dort fahren viele Schiffe vorbei. Auf den Schiffen sind Computer. Auf den Schiffen sind auch Tofu und Sojasoße. Das ist schwer. Man muss wissen, welches Schiff wohin fährt. Man muss die Papiere lesen. Man muss die Kisten zählen. Sonst bekommt Deutschland 20 Tonnen Tofu. Aber nur eine Flasche Sojasoße. Das wäre zu wenig Soße.
In Deutschland brauchen wir das nicht. In Deutschland bauen wir keine Handys. Wir machen alle Bürgergeld. Da kriegen wir Geld. Auch ohne Lesen und Rechnen. Für Bürgergeld gibt es ein Formular. Das Formular ist schwer. Das sagt Papa. Aber Papa hat einen Computer. In dem Computer ist die Künstliche Intelligenz, sagt Papa. Aber die Künstliche Intelligenz kann das Formular lesen. Und auch ausfüllen. Dann muss Papa nicht gut lesen können. Das ist Fortschritt.
Die Schüler können ja nichts dafür. Sie gehen in die Schule sogar während der Freizeit. Dort sollen sie etwas lernen. Dafür gibt es Lehrer. Dafür gibt es Schulleiter. Dafür gibt es Minister. Aber es gibt kein WLAN.
Aber die Schüler können das iPhone bedienen. Das genügt heute schon. Sie können kleine Filme ansehen. Sie können Bilder verschicken. Sie können auf Herzen drücken. Sie können auch wütende Gesichter verschicken.
Dafür muss man nicht lesen können. Man muss nur das richtige Gesicht erkennen.
“Jetzt müssen wir aufwachen!
Im Beruf gibt es ein Programm für die Rechtschreibung. Das Programm verbessert die Wörter. Für das Rechnen gibt es einen Taschenrechner. Für das Denken gibt es jetzt Künstliche Intelligenz.
Da spielt es keine große Rolle, wenn man selber nicht gut rechnen kann. Das merkt man auch in der Politik. Die Politiker können 500 Milliarden Euro ausgeben. Das Geld haben sie vorher nicht. Darum nennen sie es Sondervermögen. Das Wort Schulden klingt nicht so schön.
Die deutschen Schulen sollten sich schämen, sagt Oma. Aber die Schüler können ja nichts dafür. Die Schüler waren zu viele Jahre in der Schule. Dort haben sie nicht genug gelernt.
Die Schulen haben viel Geld bekommen. Aber kein WLAN. Es gab auch viele neue Pläne. Die Pläne waren sehr lang. Darum konnte sie niemand lesen. Vielleicht waren die Pläne auch in schwerer Sprache geschrieben. Dann konnten die Minister sie nicht verstehen.
Hüpfen im Viereck
Die Politiker hüpfen jetzt im Viereck. Sie sind alle ganz frustriert. Deutschland steht jetzt ganz dumm da.
Die Politiker sagen: Jetzt müssen wir aufwachen.
Ein Weckruf soll schlafende Menschen wecken. Die Politiker hören diesen Weckruf schon seit 25 Jahren. Sie schlafen aber sehr fest. Jetzt wollen sie wieder einen neuen Plan machen. Der Plan soll alles besser machen. Dafür brauchen die Politiker mehr Geld. Das Ergebnis kommt dann später. Vielleicht in 25 Jahren. Wieder aus Pisa. Wenn der Turm noch steht.
Die Menschen im Ausland sehen das auch. Sie denken vielleicht: Warum soll ich einen Mercedes kaufen? Haben die Arbeiter am Fließband den PISA-Test bestanden? Können sie die Bauanleitung lesen? Können sie richtig messen? Sind alle vier Räder gleich groß?
Tiere, Blumen, Bilder
Das ist bei einem Auto wichtig.
Jeder kann jetzt selber testen, ob er gut rechnen kann. Dafür gibt es einen kleinen Test. Der Test ist kostenlos. Er kommt nicht aus Pisa. Deswegen ist er viel einfacher.
Man sieht Tiere, Blumen und andere Bilder. Dann muss man rechnen oder raten. Das geht auch. Es gibt vier Antworten. Eine Antwort ist richtig.
Das ist leichter als bei einer Bundestagswahl. Dort sind manchmal alle Antworten falsch, sagt Papa.
Auch Politiker dürfen den Test machen. Niemand muss seinen Namen sagen. Niemand erfährt das Ergebnis. Das ist für Politiker sehr wichtig.
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