Wenn selbst die eigene Einfahrt zum Problem wirdIn Berlin reicht oft schon der Alltag, um den Staat vorzuführen. Der nagelneue Show-Truck der Berliner Feuerwehr – 900.000 Euro teuer, vor drei Monaten auf der Interschutz 2026 stolz präsentiert – blieb bei der Einfahrt zur Wache Wannsee unter der Unterführung stecken. Vier Meter hoch das Fahrzeug, 4,07 Meter die Durchfahrt. Offiziell “reichte” es, doch in der Praxis kamen – wie erstaunlich für das Shithole – „Bodenunebenheiten“ hinzu, der rote Riese hakte fest. Die Folge: Schäden an der Folie, Kosten im dreistelligen Bereich. Glimpflich, aber symptomatisch – und peinlich genug. Wenigstens der woke Schriftzug “Vielfalt, die bewegt!“ an der Seite des Fahrzeugs blieb unbeschädigt…
Der Truck sollte als fahrendes Vorzeige-Hightech-Gerät Reklame in eigener Sache machen und eigentlich für den freiwilligen und auch professionellen Feuerwehrdienst werben, der wie überall Personalmangel aufweist, sollte den Nachwuchs anlocken und über hochmodernen Brandschutz aufklären. Stattdessen lieferte er das Bild, das die Stadt kennt: Behörden kaufen teuer ein, planen groß und scheitern am Kleinen. Eine Einfahrt auf dem eigenen Gelände und ein Höhenmaß, das offenbar niemand vorab mit den realen Maßen und Gegebenheiten der Wache abgeglichen hat. Der Fahrer unterschätzte die Höhe – oder die Planung versagte und unterschätzte die Genauigkeit. Beides ist eine Blamage.
Dysfunktionaler Verwaltungsapparat
Genau das ist der “Spirit“ des Berliner Schlendrians, der sich überall zeigt, wo immer in der Hauptstadt der dysfunktionale Verwaltungsapparat, dirigiert von einer unfähigen und verfilzten Stadtspitze und einem linksdilettantischen Senat, auch seine Finger im Spiel hat. Das Muster ist sprichwörtlich: Berlin, Berlin… Ampeln, die nicht schalten; Bürgerämter, die Termine wie Lotterielose vergeben; Baustellen, die Jahre dauern und in deren Folge die Straßen und Wege dann doch zu eng, zu niedrig, zu schief sind. Und auch Poller, die Rettungswege blockieren. Formulare, die den Antragsteller ausbremsen, während das eigene Fahrzeug nicht durch die eigene Unterführung passt.
Diesmal waren es zum Glück nur Lack und Image, die Schaden nahmen; doch schon beim nächsten Mal könnte es ein Einsatzfahrzeug auf dem Weg zum Großbrand sein, das wegen solcher Pannen nicht ankommt. Geradezu stolz beschwichtigt die Feuerwehr, es ja nichts passiert und “trotz ausreichender Höhe” versehentlich zu dem Kontakt gekommen. Diese Rechtfertigung für Dinge, die notorisch schiefgehen, sind typisch für eine Stadt, die sich permanent selbst im Weg steht: Teure Anschaffungen, große Ankündigungen, aber miserable Umsetzung. In Berlin gelingt oft nicht einmal mehr das Offensichtliche: Sobald Behörden planen, kaufen, bauen oder einfach nur einen Laster bewegen, klappt nix mehr. Der Show-Truck sollte glänzen – und blieb hängen. Ditt is Berlin. (TPL)






















