Sonntagsprediger Gauck (Foto: Markus Wissmann/Shutterstock)
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Der schon wieder: Moral-Opa Gauck erklärt AfD-Wahlsieg mit “irrationalen Wünschen“

Der Wahltriumph der AfD in Sachsen-Anhalt hat natürlich auch dazu geführt, dass Ex-Bundespräsident Joachim Gauck sich wieder mit einer seiner immergleichen, langweilig-banalen Einlassungen zu Wort melden zu müssen glaubte. Und wie immer geht sein arrogantes Geschwafel komplett an der Realität vorbei. Die Politik gerate oft an einen Punkt, da „Sachfragen gar nicht mehr so debattiert werden, sondern Gefühlslagen die Wahlentscheidung prägen“, beklagte Gauck im ZDF. „Dann kommst du schlecht ran mit deinen Sachargumenten und das ist ein Dilemma, was Politik aber immer hat“, stellte er fest. Welche „Sachargumente“ die Alt-Parteien noch haben, die außer der unaufhörlichen Dämonisierung der AfD nichts mehr zu bieten haben, AfD-Kandidaten unter offenkundig erlogenen Vorwänden von Wahlen ausschließen und deren Ergebnisse nur noch akzeptieren, wenn es ihnen in den Kram passt, erläuterte Gauck nicht. Dafür gab er seiner Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt Ausdruck und verkündete, gerade in Zeiten wie diesen müssten Freiheit und Demokratie wieder stärker verteidigt werden. Dies tat er auch bei seinem Auftritt als Gastredner bei einer Konferenz der Gewerkschaft verdi kund, die für Brief- und Paketzusteller organisiert wurde. Er sei immer gerne dort, „wo Menschen aktiv werden, wo sie Verantwortung übernehmen“, lobte Gauck sich in seiner altbekannten Eitelkeit. Die Brief- und Pakethersteller dürften jedoch andere Sorgen haben, als sich einen Sermon dieses Selbstdarstellers anzuhören.

Weiter schwafelte er, es gebe eine große Zahl von Menschen, „die die Politik der liberalen Mitte nicht erreicht“ habe. Das sei ein Problem. Was er unter „liberale Mitte“ versteht und in welcher Partei er diese verortet, sagte er ebenfalls nicht. „Es gibt darunter welche, die wollen einfach, dass alles sich ändert, ohne genau zu wissen, was dann kommen soll. Und da sind viele irrationale Dinge dabei, irrationale Wünsche“, meint er. Zu diesen „irrationalen Wünschen“ zählen für Gauck offenbar ein Ende der millionenfachen illegalen Massenmigration, ein Ende des ruinösen Klimawahns und die Wiederherstellung rechtsstaatlicher Verhältnisse in diesem Land. Die Parteien der demokratischen Mitte seien gut beraten, dieses Gefühl, „nicht ausreichend beachtet und gehört“ zu werden, ernster zu nehmen. Ansonsten werde mit „irrlichternden Politikangeboten von rechts außen oder auch manchmal von links außen“ nur „der Frust gepflegt“.

Wohlfeiles Geschwätz für 236.000 Euro Ehrensold im Jahr

Deswegen „brauchen wir natürlich eine Politik, die näher bei den Menschen ist“, so die epochale Erkenntnis dieses gnadenlosen Phrasendreschers. Die Menschen müssten sehen, „dass die Gewählten den Ernst der Lage erkannt haben. Und dass sie nicht nur entscheiden in die Richtung, was nützt meiner Partei, sondern was nützt meinem Land“. Außerdem müssten die Parteien dafür werben, „dass es Kompromisse gibt, die der einen oder anderen Seite schwerfallen“. Es brauche eine Kommunikation von oben an die Basis, um „komplizierte Dinge stärker“ verständlich zu machen.

Dieses wohlfeile Geschwätz hält der grotesk überversorgte Profiteur des Parteienstaates ganz sicher für eine tiefsinnige Diagnose der Zeitläufte. Als ehemaliger Bundespräsident kassiert Gauck einen jährlichen „Ehrensold“ in Höhe von 236.000 Euro – und das seit neun Jahren. Außerdem steht ihm zeitlebens ein Büro samt Büroleiter, Referenten, Sekretärin und Chauffeur inklusive Dienstwagen zu. Bei Gauck sind es allerdings gleich neun (!) Büros im ersten Stock des Bundestagsgebäudes – insgesamt 197 Quadratmeter. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen in den Büros, die Gauck bezogen hat, schlugen damals mit 87.000 Euro zu Buche. Allein die Personalkosten für seine Entourage aus hochrangigen Beamten betragen 385.000 Euro.
So viel muss der Steuerzahler jedes Jahr für das luxuriöse Altenteil dieses Schwadroneurs bezahlen. Dafür wurde und wird er dann unermüdlich darüber belehrt, ob er zu Hell- oder Dunkeldeutschland gehört, wie er sich zu verhalten und was er zu denken und zu wählen hat. Das Geld, das er einstreicht – und das auch sein noch viel schlimmerer Nachfolger Frank-Walter Steinmeier einstreichen wird-, wäre besser investiert, wenn es mit einer Schweigeklausel verbunden wäre – zumindest in der Öffentlichkeit. Dann bliebe einem wenigstens nach ihrer Amtszeit das schauderhafte Gefasel solcher Gestalten erspart. (TPL)

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