Läuft sich da etwa jemand warm, um den schlechtesten Kanzler der Welt und aller Zeiten abzulösen. Will das „Söderle“ tatsächlich auf dem Schleudersitz im Bundeskanzleramt Platz nehmen?
Auf jeden Fall hat er gemerkt, dass es so mit der Union nicht weitergehen kann, dass der ehemaligen Volkspartei mit Friedrich Merz an der Spitze, die Felle wegschwimmen, die AfD bald auch im Bund übernehmen und CDU/CSU für alle Zeiten als Splitterpartei auf den Oppositionsbänken politisch verfaulen wird.
Also hat er sich was ganz Tolles ausgedacht und das Konzept der Brandmauer nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt jetzt gleich mehrfach für gescheitert erklärt. Zuerst am 8. September 2026 bei Maischberger, später erneut am Rande der CSU-Vorstandsklausur in München. Seine Kritik richtet sich nicht gegen jede Abgrenzung zur AfD, sondern gegen ein bestimmtes Modell: die Partei nur formal isolieren, Inhalte nicht ansprechen und Mehrheiten „drumherum basteln“. Das nannte er den falschen Weg. Stattdessen müsse man die AfD inhaltlich stellen – „mehr in die Zweikämpfe gehen“. Den Begriff „Schutzwall“ hat er dabei bewusst gesetzt: „Wir in Bayern sehen uns als Schutzwall.“ Gemeint ist die CSU als politisch-inhaltliches Bollwerk, nicht als neue Kooperationslinie. Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnt er weiter klar ab.
Dr. Christoph Bernd von der AfD kann da nur müde lächeln:
Was für ein Kasper.Im Übrigen heisst es „antifaschistischer Schutzwall“, wenn man das Wort “Mauer“ vermeiden will.
Gabriele Weigelt schreibt:
Der „Postillon“ kann das nicht mehr toppen. Die Brandmauer erklärt er als gescheitert und kommt mit einem Schutzwall um die Ecke. Kommt mir bekannt vor. Hat die DDR auch so genannt. Damals sollte er vor dem Faschismus schützen. Heute vor Wählern. Schönes Upgrade.
Frank Steppart schreibt:
Söder ersetzt die gescheiterte „Brandmauer“ durch den „Schutzwall“ – denselben Wortstamm, den die SED als „antifaschistischen Schutzwall“ für die Berliner Mauer und die Nazis als „Deutschen Schutzwall“ (Westwall) mit dem Schutzwall-Ehrenzeichen verwendeten. 2026 verkauft etablierte Politik damit wieder eine historisch belastete Absperrungsvokabel als Schutz der Demokratie vor dem Gegner. Diesmal gegen Deutsche Staatbürger.
Der Prophet schreibt:
Klingt nach maximaler politischer Flexibilität: Man hat die Mauer nicht abgerissen, sondern sie einfach nur umbenannt und bunter angestrichen. Praktisch!
…
So wird das nichts mit dem Neuanfang in der Union, werter Herr Söder. Und was verstehen Sie überhaupt unter „inhaltlich stellen“? Etwa das hier:
Gerhard Papke dazu:
Dass Markus Söder jetzt öffentlich fordert, die Grundsicherung für per Haftbefehl Gesuchte zu streichen, die Union aber einen entsprechenden AfD-Antrag im Bundestag abgelehnt hat, ist wirklich der Gipfel der Heuchelei! Söder will die Wähler wieder einmal für dumm verkaufen.
So ist es. Und da immer mehr Wähler aufwachen, weil sie zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit tanken müssen, werden sie auf solch dämliche Sprüche auch nicht mehr reinfallen, egal, ob Merz oder Söder vor dem Mikrophon stehen.