Nicht nur die katholische und evangelische Kirche, sondern auch die Anglikanische Kirche in Großbritannien – eine de-facto-Staatskirche – wirkt nach Kräften daran mit, die Auslöschung der eigenen Kultur und die Islamisierung des eigenen Landes zu beschleunigen. Nach massivem öffentlichem Druck wurde nun eine Auszeichnung zurückgezogen, die Sarah Mullally, die Erzbischöfin von Canterbury, dem muslimischen Geistlichen Hafiz Muhammad Tahir Mehmood Ashrafi verliehen hatte. Dabei handelte es sich um den Hubert-Walter-Preis für Versöhnung und interreligiöse Zusammenarbeit“. Erst danach kam man dahinter, dass Ashrafi 2007 erklärt hatte, er werde Osama Bin Laden den Titel „Saifullah“ („Schwert Gottes“) verleihen, weil dieser „den Muslimen gedient habe, indem er den Dschihad gegen die Ungläubigen geführt habe“.
Dies war eine Reaktion auf die Verleihung der Ritterwürde an den damals noch in Großbritannien lebenden Schriftsteller Salman Rushdie, über dem noch immer das Todesurteil des 1989 verstorbenen iranischen Ayatollahs Khomeini schwebt, das ihm bereits mehrere Mordanschläge eintrug. Ashrafi ist Mitgründer und Vorsitzender des 1990 entstandenen Pakistanischen Gelehrtenrats, der sich offiziell zwar für “Verständigung” zwischen den im Land vertretenen islamischen Konfessionen und nicht-moslemischen Minderheiten wie den Christen einsetzt, Ashrafi hatte jedoch mehrfach die drakonischen Gesetze gegen Gotteslästerung in Pakistan verteidigt, für die sogar die Todesstrafe verhängt werden kann. „Diejenigen, die die Aufhebung der Gesetze fordern, meinen es weder mit den Nicht-Muslimen noch mit dem Land gut“, hatte Asharafi 2014 erklärt. Die islamistischen Selbstmordattentate in Afghanistan hielt er für rechtmäßig, da die „Invasoren“ der NATO das Land besetzen würden.
Todesstrafe für Gotteslästerung und Osama-bin-Laden-Verherrlichung
Nach der Verleihung der Ritterwürde an den in Großbritannien lebenden islamkritischen Schriftsteller Salman Rushdie hatte der Pakistanische Gelehrtenrat 2007 beschlossen, dem Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden den Ehrentitel „Saifullah“ zu verleihen. Mit Blick auf den Irankrieg sagte Ashrafi, Juden und Christen würden sich das pakistanische Atomwaffenarsenal als „wahres Ziel“ der Angriffe setzen. Ein Bild von Ashrafi bei der Preisverleihung war mit einer Bildunterschrift versehen, er werde „für seine herausragende Arbeit als Botschafter der interreligiösen Harmonie in Pakistan“ gewürdigt. Dieser skandalöse Vorfall unterstreicht wieder einmal die grenzenlose Naivität westlicher Kirchenvertreter gegenüber dem Islam. Asharafis Ansichten und Aussagen waren kein streng gehütetes Geheimnis und hätten leicht recherchiert werden können, wenn man nicht so toleranzbesoffen wäre.
Und um die Perversität des Ganzen perfekt zu machen, fand die Preisverleihung auch noch ausgerechnet am vergangenen Freitag statt – dem 25. Jahrestag der islamistischen Terroranschläge von New York und Washington, deren Urheber das Gremium, dem Ashrafi angehört, einen Ehrentitel verlieh. „Die Naivität unserer öffentlichen Institutionen beim Umgang mit solchen Menschen ist erschütternd, aber nicht überraschend“, kritisierte Nick Timothy, der justizpolitische Sprecher der Tory-Fraktion im Unterhaus. Man werde „immer wieder“ von Liberalen im Stich gelassen, die anderen Kulturen mit der eigenen gleichsetzten. „Ihre Annahmen, ihr Verhalten und ihre arrogante Weigerung, einzusehen, dass sie sich irren, sind verhängnisvoll – nicht nur für die öffentliche Sicherheit, sondern für unsere gesamte Lebensweise“, schrieb er weiter.
Immerhin wurde die Auszeichnung nun wieder entzogen. Dennoch ist all das typisch für die völlige Blauäugigkeit westlicher Eliten, gerade auch Kirchen, die nicht begreifen wollen, dass sie sich ihre Todfeinde nicht nur ins Land holen, sondern sie auch noch mit Toleranzpreisen behängen. (TPL)






















