Mit Hurra in den Krieg mit Russland : General Carsten Breuer (Foto:Imago)
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Nicht mehr ganz dicht? “Deutschland muss sich gesamtgesellschaftlich auf Krieg einstellen”, meint NATO-General Breuer

Merkels “Corona-General” Carsten Breuer, der einst den “Krisenstab” im Kanzleramt zur Durchsetzung massiver Grundrechtseinschränkungen übernahm, betätigt sich jetzt an anderer Stelle erneut marktschreierisch als Panikpriester. Diesmal geht es statt gegen ein böses Virus gegen den bösen Russen – in “bester deutscher Tradition”. Diese Woche wurde der Generalinspekteur zum neuen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses gewählt; bei der Sitzung in Kopenhagen setzte sich der 61-jährige Breuer, der Heeresgeneral ist, gegen die kanadische Generalstabschefin Jennie Carignan durch, die die erste Frau in diesem Amt gewesen wäre. Er folgt auf den italienischen Admiral Giuseppe Cavo Dragone und wird den Posten im Juli 2027 übernimmt.

Damit kehrt nach mehr als zwei Jahrzehnten wieder ein Deutscher in eine der einflussreichsten militärischen Funktionen der Allianz zurück. Der letzte deutsche Amtsinhaber war General Harald Kujat von 2002 bis 2005 – ironischerweise jener Kujat, der noch einer besonneneren, charakterfesteren und objektiven Generation von Militärs angehörte, die das ethische Prinzip der inneren Führung noch wirklich verinnerlicht haben, was sich unter anderem daran zeigt, dass Kujat zu den schärfsten Kritikern des verantwortungslosen kriegstreiberischen Eskalationskurses gegenüber Russland gehört und vor wachsender Kriegsgefahr warnt.

Scharfer Hund gegen Russland

Während er sich noch traute, Politikern zu widersprechen, ist sein heutiger Nachfolger im Vorsitz des Militärausschusses Breuer ein klassischer Befehlsempfänger und Karrierist, der jeden ideologischen Irrsinn mitabnickt – auch dies leider in “bester deutscher Tradition”.  Dies verdeutliche er diese Woche mit einer geradezu ungeheuerlichen Aussage: “Deutschland muss sich gesamtgesellschaftlich auf Krieg einstellen.” So etwas sagt allen Ernstes der Mann, der fortan als einer der mächtigsten NATO-Militärs neben dem derzeitigen Oberkommandierenden (Supreme Allied Commander Europe, kurz SACUER), dem US-Luftwaffengeneral Alexus G. Grynkewich, das Sagen im mächtigsten Militärbündnis der Welt hat.

Breuer wird damit auch der wichtigste militärische Berater von Generalsekretär Mark Rutte und vermittelt die Empfehlungen der 32 Generalstabschefs an die politischen Gremien; wie diese ausfallen werden, kann man sich angesichts seiner unreflektierten und antidiplomatischen Einlassungen gegenüber Russland – ganz so, wie von seinen politischen Förderern gewünscht – ablesen.  Voller Genugtuung würdigte Katastrophenkanzler Friedrich Merz Breuers Wahl: Deutschland übernehme “in fordernden Zeiten” Verantwortung in der Allianz. Und Verteidigungsminister Boris Pistorius, inzwischen einer der ruchlosesten Scharfmacher überhaupt, betonte, angesichts “der Bedrohung durch Russland” komme es mehr denn je auf einen “klaren Kurs” an. Gemeint damit ist natürlich: In Richtung Krieg statt Dialog. (TPL)

 

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