Javier Milei (Bild: shutterstock.com/Matias Lynch)
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“Nutzloses Gebilde“: Mileis erfrischend knallharte Abrechnung mit der UN

Der argentinische Präsident Javier Milei hat die UN-Generaldebatte dazu genutzt, der UNO ein paar unangenehme Wahrheiten ins Stammbuch zu schreiben. Sie sei zu einer „nutzlosen Organisation geworden, die nur dazu dient, eine Kaste von fatal arroganten Parasiten zu ernähren, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen“, stellte er in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung fest. Ihrer Pflicht zur Gewährleistung der kollektiven Sicherheit und der Menschenrechte sei die UNO nicht nachgekommen. Stattdessen habe sie zugelassen, „Chaos, Gewalt und internationaler Terrorismus“ ausbreiten. Auch das Thema Falkland-Inseln, über deren Besitz Argentinien mit Großbritannien seit den 1980er-Jahren im Streit liegt, brachte Milei aufs Tapet. Da die britische Erlaubnis zu Ölbohrungen in der Nähe der Inseln seiner Ansicht nach gegen eine UN-Resolution verstößt, warf er der UNO vor, diejenigen, die sich an die Regeln hielten, würden dafür nicht belohnt, während diejenigen, die sie brächen, keinerlei Konsequenzen zu befürchten hätten.

Als wolle er bestätigen, wie berechtigt Mileis Kritik an der UNO in jedem einzelnen Punkt ist, forderte der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres in seiner – glücklicherweise letzten – Rede wieder einmal noch schärfere Klimamaßnahmen und eine Steuer für fossile Unternehmen: „Die Klimakrise wurde von einer entfernten Warnung zu einer täglichen Rede“, faselte er. Wer am meisten Schmutz verursache, müsse auch für dessen Beseitigung zahlen. Seit Jahrzehnten habe „Big Oil die Atmosphäre als offene Kanalisation behandelt“. Regierungen müssten angesichts der Klimakrise mit gleicher Entschlossenheit gegen Schäden vorgehen, wie sie vor Jahrzehnten gegen die Tabakindustrie vorgegangen seien, forderte der portugiesische Sozialist.

Guterres‘ Abschiedrede: Globalistischer Knall

Politiker und die Zivilgesellschaft müssten sich dafür einsetzen, dass die Unternehmen zur Rechenschaft gezogen würden. Der Aufstieg der erneuerbaren Energien habe auch eine Verschiebung der globalen Machtstrukturen ermöglicht, da Innovationen nun von überallher kommen könnten. „Die Sonne gehört niemandem. Der Wind lässt sich nicht einschränken“, so Guterres. Erneuerbare Energien seien nun in den meisten Teilen der Welt die günstigste Energiequelle. Eine Welt jenseits fossiler Energien sei in Sicht. Die hoch entwickelten Länder sollten ihre Ausgaben für den Klimaschutz „verdreifachen“, verlangte er in mit einer Art globalistischem Knall zum Abschied. Es war die x-te Klima-Weltuntergangsrede dieser bislang wohl größten Fehlbesetzung an der Spitze der UNO. Er ist der typische Vertreter „jener Kaste von fatal arroganten Parasiten, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen“, von der Milei sprach.

Dieser brachte mit wenigen Worten auf den Punkt, worunter die UNO leidet, die in der Tat nur noch ein Versorgungsclub für gescheiterte politische Existenzen ist, wie auch der Umstand zeigte, dass jemand wie die hochnotpeinliche deutsche Ex-Außenministerin Annalena Baerbock Präsidentin der Generalversammlung werden konnte. Dieses Intermezzo endete zwar Anfang des Monats, Mileis Feststelllungen über das, was aus der UNO geworden ist, behalten aber ihre Gültigkeit. (TPL)

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