Hells Angels: im Visier des Araberclans (Symbolbild:Imago)
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„Snapchat“-Auftragsmörder mit 13: Al-Zein-Clan setzt Minderjährigen auf Hell’s-Angels-Mitglied an

Manche erinnern sich: Mit 13 war unsere Generation noch im Fußballverein, hat mit dem Home Computer gespielt und für die nächste Mathearbeit gebüffelt. Normale Kinder in einer normalen Zeitspanne. Heute werden Jugendliche in diesem Alter zu Auftragskillern gemacht oder radikalisieren sich über das Internet. Die nächste Episode aus Absurdistan: Der Hamburger Polizei ist nun ein 13-Jähriger Auftragskiller aus den Niederlanden ins Netz gegangen, der im Auftrag des Al-Zein-Clans gehandelt haben soll, um ein hochrangiges Mitglied der Hell´s Angels-Rockerbande zu ermorden. Der Grund ist der dauerhafte Konflikt zwischen den beiden Gruppierungen. Dabei wird der Minderjährige sogar als „Wegwerf-Attentäter“ bezeichnet, was letztendlich alles über den Stellenwert einer solchen Person in diesem Umfeld aussagt.

Ursprünglich stammt der Junge aus der Gegend von Amsterdam und wurde schon im Juni dieses Jahres als vermisst gemeldet. Dann wurde bekannt, dass sich der Minderjährige in Deutschland befinde, um dort „jemanden ins Bein zu schießen“. Über Snapchat wurde der 13-Jährige zuvor von einer 26-jährigen Frau aus Amsterdam angeworben. Noch im selben Monat wurde der Auftragsmörder in der Balduinstraße auf St. Pauli festgenommen. Er hatte eine Pistole und mehr als 50 Schuss Munition bei sich, die er von einem Hintermann erhielt. Der Tatbestand wurde allerdings erst jetzt veröffentlicht.

Mord und Totschlag im Clan-Auftrag

Bereits vor Monaten wussten die Behörden allerdings, dass der Junge den Auftrag hatte, eine Person in Deutschland zu töten: Ermittler hatten auf dem Telefon des Verhafteten die Privatadresse eines Hell’s Angels-Mitglied gefunden, der wohl als Anschlagsziel galt. Zudem soll der 13-Jährige ursprünglich aus der ehemaligen niederländischen Kolonie Suriname in Südamerika stammen. Die 26-jährige Anwerberin soll Mitglied eines libanesischen Clans sein. Beim Al-Zein-Clan handelt es sich um eine arabisch-stämmige, überwiegend in Deutschland ansässige kriminelle Großfamilie mit rund 3000 Mitgliedern, die in jedwedem verbrecherischen Bereich zugange sind. Eine zweistellige Anzahl an Clan-Mitgliedern befindet sich derzeit im Gefängnis.

Auf das besagte Hell’s Angels-Mitglied wurde am 15. August ein Mordanschlag verübt, der ebenfalls auf Konflikte im bewaffneten Milieu zurückzuführen ist. Auch die tödlichen Schüsse auf zwei Männer an der Lagerstraße auf St. Pauli am 1. September stünden mit der Auseinandersetzung im Zusammenhang. An jenem Tag waren ein 47- und ein 33-Jähriger tödlich getroffen worden. Ein 48-Jähriger wurde zudem schwer verletzt. Er begab sich aber selbstständig in ein Krankenhaus.

 

 

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