Die Firmen, die die deutsche Energiewende vorantreiben sollen, sind das genaue Ebenbild dieses monströsen politisch-ideologischen Fehlschlages – sie gehen nämlich entweder pleite oder fürchten um ihre Existenz. Zu Monatsbeginn musste der Hamburger Solarpark-Entwickler Enerparc, eine der größten Firmen dieser Art in Europa, Insolvenz anmelden, was Schockwellen durch die Branche schickte. Im März hatte man sich noch eine Finanzierung über eine Milliarde Euro, „zur Fortsetzung der Wachstumsstrategie“ gesichert. Damit sollte der Ausbau von Solarparks und Batteriespeichern in Deutschland, Frankreich und Spanien vorangetrieben werden. 380 Jobs stehen nun auf dem Spiel. Im Juli traf es bereits den schwäbischen Windkraft-Projektentwickler Sowitec. Der Cuxhavener Windparkentwickler PNE steht komplett zum Verkauf, findet aber keinen Käufer. Andere Unternehmen wie Baywa R.E. und Abo Energy stecken bis über die Ohren in Schwierigkeiten.
Der staatlich ermöglichte Goldrausch für die erneuerbaren Energien hat seinen Zenit überschritten. Dass man mit Flatterstrom und Dunkelflauten kein Industrieland betreiben kann, war von Anfang an klar, es bedurfte jedoch Abermilliarden von Euro und der größten Wirtschaftsgeschichte der bundesrepublikanischen Geschichte, damit CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ganz zaghaft und im Rahmen des unter der Fuchtel der SPD stehenden Kanzlers Erlaubten damit beginnt, dieses Subventionsmonster minimal zurechtzustutzen. Ein überarbeitetes Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll die sogenannte Einspeisevergütung für neue Anlagen langfristig abschaffen, eine „Wirkleistungsbegrenzung“ die Menge des Stroms weiter drosseln, den Erzeuger ins Netz einspeisen dürfen und ein „Netzpaket“ Vergütungen für Gebiete streichen, in denen den Netzen Überlastung droht.
Ruf nach noch mehr Planwirtschaft
Diese überfälligen und richtigen, wenn auch noch lange nicht ausreichenden Vorstöße zur Umsetzung politischer Restvernunft lösen in der Branche aber Panik aus, kann sie doch nicht mehr im ganzen Land nach Belieben und mit schier unendlicher staatlicher Unterstützung die Gegend mit ihren Windpark-Ungetümen verschandeln, die größtenteils nutzlos und letztlich schädlich für Mensch und Umwelt sind.
Reiches Pläne könnten „faktisch zu solaren Sperrzonen“ führen, warnte Carsten Körnig, der Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar). Er fordert -natürlich- anstatt den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu bremsen, müsse der Netzausbau beschleunigt werden, um mehr Projekte zu ermöglichen.
„Wenn mehrere neue Belastungen gleichzeitig auf die Projekte zukommen, können bislang wirtschaftliche Solarparks unrentabel werden“, so Körnig. Unrentabel ist eines der Schlüsselworte für diesen historisch beispiellosen Irrsinn, mit dem Regierungen ihr Land einer absolut sicheren und kostengünstigen Energiequelle in Form von Atomkraft beraubt haben, um es stattdessen den Unbilden von Sonne und Wind auszuliefern. Dass immer mehr Unternehmen aus dieser Sparte nun den Bach hinuntergehen, zeigt, dass dieses Modell an sein viel zu spätes Ende gelangt ist. Die Folgen werden aber noch Generationen ausbaden müssen. (TPL)






















