Elif Eralp, die extremistische Berliner Linke und möglicherweise nächste Regierende Bürgermeisterin Berlins, hat einen 5-Punkte-Plan vorgelegt: Jüdisches Leben in Berlin soll geschützt, sichtbar und selbstbestimmt sein. Henryk M. Broder hat sich das Papier angesehen. Sein Urteil im “Welt“-Studio: Heuchelei. Pläne könne man so viele machen, wie man wolle.
Broder holt Brecht: Mach nur einen Plan, sei ein großes Licht, mach noch einen zweiten Plan – gehen tun sie beide nicht. Dazu der jüdische Witz: Wie bringt man Gott zum Lachen? Man macht einen Plan. Genau so liest er Eralps Programm.
Pläne, über die Gott lacht
Wer Langeweile hat und einen Energieschub braucht, solle sich diese Heuchelei ansehen. Jeder Satz klinge nach Soziologie der Siebziger: Die Basis ist die Grundlage des Fundaments. Darüber komme die Partei nicht hinaus.
Ein Wort ziehe sich durch den ganzen Plan der Linken: sichtbar. Jüdisches Leben müsse sichtbar gemacht werden, Juden sollten sich sichtbar verhalten können, Feste im Herzen Berlins mit Symbolen und Beleuchtung ins Stadtbild.
Sichtbarkeit per Beleuchtung
Broder nennt das eine Unverschämtheit. Leute hätten Angst, mit Kippa durch die Stadt zu laufen – und die Linke verlangt Sichtbarkeit. Seine Frage: Bin ich die Halogenlampe für eine blinde Politikerin, die sich mit Sprüchen profilieren will? Warum nur Juden sichtbar machen?
Mit Kopftuch sei das Gegenteil von Sichtbarkeit. Besonders köstlich findet er die Stelle zu Anlaufstellen für jüdisch-queere Sichtbarkeit. Er warte auf das Angebot für jüdische Vegetarier und Veganer.
Das Erbe der Partei
Absurd sei der Plan schon wegen der Leute in der Partei und auf ihren Veranstaltungen. Die Linke bringe ein Erbe mit, und das lebe weiter. Die niedersächsische Linke habe sich auf dem Parteitag zum Antizionismus bekannt und stolz erklärt, erster Landesverband mit antizionistischem Programm zu sein.
Broders Frage: Was zwingt jemanden, in Israel Orangen auszupressen? Was bewegt sie zu dieser Haltung? Der Antisemitismusbeauftragte Brandenburgs sei aus der Partei ausgetreten und habe gesagt, in diesem Amt könne er dort nicht bleiben. Das ganze Theater sei Theater.
Macht hineinschmuggeln
37 Jahre nach dem Mauerfall seien die Kommunisten wieder dran – nicht die Macht zu ergreifen, aber sie in die Macht hineinzuschmuggeln. Der Plan ändert daran nichts.
Wer mit Kippa auf die Straße geht, merkt den Unterschied zwischen Papier und Stadt.






















