Kaum sind die letzten Töne der skandalösen Wahlparty der Linkspartei verklungen, da wird man in der Hauptstadt auch schon mit dem konfrontiert, was sich gemeinhin als Realität bezeichnet. In der Nacht auf Montag gab es in Moabit und in Wedding mehrere blutige Konfrontationen, die alle in einem unmittelbaren Zusammenhang zu einander stehen. Stilechtes amerikanisches Drive-By-Shooting (also das Ballern aus einem fahrenden Auto auf eine Zieleinrichtung oder Zielperson) direkt vor einer Polizeiwache und zwei Messerstechereien sind die Quittung für das, wenn man nicht mal mehr in der Wahlkabine sein Kreuz an der richtigen Stelle machen kann.
Wie könnte es auch anders sein prüft die Polizei derzeit einen möglichen Clan-Hintergrund. Davon gibt in Berlin bekanntermaßen mehr als genug. Alleine an der Messerstecherei sollen die Angehörigen aus drei Großfamilien beteiligt gewesen sein, welche die Berliner Zeitung mit „A.“, „Al-Z.“ und „Ch.“ wohlwollend abkürzte. Das ganze Drama ereignete sich in der Torfstraße in Stadtteil Wedding vor einem Restaurant. Es gab mehrere Verletzte, einem 28-Jährigen wurde in die Brust gestochen. Andere Medien berichten von Jugendlichen mit Messerbewaffnung. Ein gewisser „Ali A.“ wurde festgenommen und zur Wache gebracht. Als der Verdächtige mitten in der Nacht das Polizeirevier verließ, kam ein Auto angefahren und feuerte die Schüsse ab. Dabei wird ein angeblich unbeteiligter 22-Jähriger ebenfalls von den Kugeln verletzt.
Berlin als Biotop für importierte Schwerkriminelle
„Dass jemand einen Menschen direkt vor einem Polizeiabschnitt skrupellos niederschießt, zeigt eine Dimension, die niemand mehr schönreden kann“, meint Stephan Weh, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei. „Wir haben eine Durchbewaffnung der Szene, international agierende Banden sehen Berlin als Biotop, in welchem man mit Waffengewalt Geschäftsfelder neu ausloten kann.“ Dass Berlin ein Schusswaffenproblem hat, ist hinlänglich bekannt. Dass man jedoch auch noch jemanden bräuchte, der nicht nur redet, sondern auch handelt, hat sich allerdings noch nicht weitläufig herumgesprochen. Kleiner Tipp: Die Linkspartei wird es bestimmt nicht sein, aber vielleicht ist ja noch alles nicht schlimm genug.
Dem nicht genug war es in der Turmstraße in Moabit zu einer weiteren blutigen Auseinandersetzung von mehreren Personen gekommen, die in einer Bar ihren traurigen Höhepunkt erlebte: Dort wurden einem Mann diverse Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt. Er musste per Notarztbegleitung in ein Krankenhaus gebracht werden. Offen wurde davon gesprochen, dass die Gewaltspirale in Berlin eine neue Eskalationsstufe erreicht hätte.






















