Kollektive Klapsmühle Deutschland: Nicht der Täter, sondern wir alle sind schuld an Würzburg – und vor allem die Sachsen

(Symbolbild: Zuwanderergewalt (Foto:Jouwatch)

Dieses infantile Kuschel-Nanny-Stuhlkreis-Betroffski-Deutschland ist unrettbar verloren. Der kollektive Sozialarbeiterreflex beherrscht das Denken und Handeln in diesem Land. Was uns, mit zunehmender Intensität, nach dem Messerattentat in Würzburg von Seiten der Politik, der Feuilletons, der sozialen und kirchlichen Taktgeber zugemutet wird, ist an widerwärtiger Täter-Opfer-Umkehr, an Realitätsverweigerung und moralischer Verkommenheit schlicht nicht mehr zu toppen. Alles zielt darauf ab, die zwei großen Schutzgruppen deutschen Regierungshandelns um jeden Preis von Unbill und Schuldzuweisungen freizuhalten: Die Flüchtlinge, jene fleischgewordenen Sinnbilder deutscher Gutmenschenpolitik und Willkommenskultur – und natürlich der Islam, der zu Deutschland gehört.

Um eine bittere, grausame Wirklichkeit nicht mit dem pathologischen Wunschdenken kollidieren zu lassen, wird seit Tagen von interessierten Stellen alles darangesetzt, die Wurzeln für die Greuelattacke von Würzburg nicht im Naheliegenden und Offensichtlichen zu suchen – sondern im Konstruiert-Zusammengereimten, bei Schuldzuweisungen gegen die aufnehmende Gesellschaft: Wir sind letztlich verantwortlich dafür, dass ein abgelehnter somalischer Flüchtling gezielt Jagd auf Frauen machte, drei Unschuldige abstach und sieben schwer verletzte. Dass das genuin Böse existiert, dass es verbrecherische Taugenichts, Zivilversager, Minusmenschen und psychopathische Mörder auch unter den Flüchtlingen, diesen „Ebenbildern Gottes“ (Volker Kauder), und Schwarzen gibt – diese trivialen Einsichten sind heute verpönt.

Es muss daher andere Erklärungen geben – und die liefern unsere dekonstruierenden Politiker und Flüchtlingslobbyisten aktuell im Stundentakt. Zum Beispiel die Chemnitzer „ausländerfeildlichen Hetzjagden durch Nazis“, über die sich der Täter schon 2018 beklagt haben will. Haben hier also die Sachsen, mithin AfDler und Dunkeldeutsche, einen bereits zutiefst fluchttraumatisierten Täter zusätzlich in die Verzweiflung getrieben, so sehr, dass er über zweieinhalb Jahre später keinen Ausweg mehr sah, als sich ein Messer zu klauen und damit alle Frauen seiner näheren Umgebung zu ermorden?

Oder waren es vielleicht die „Defizite bei der psychologischen Betreuung von Asylbewerbern„, die CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer heute beklagte? Hat also die Gesundheitsfürsorge versagt? In diese Richtung äußerten sich heute reihenweise weitere Groko-Politiker, etwa auch der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, der gegenüber der „Welt“ fabulierte, es sei „wichtig„, dass Asylsuchende „bei Bedarf Zugang zu psychologischer Hilfe bekommen, um eine Eigengefährdung und eine Gefährdung anderer Menschen zu verhindern„. Werde bei der Unterbringung oder im Asylverfahren eine dringende psychologische Betreuung offensichtlich, „sollte ein Austausch mit den zuständigen Stellen stattfinden„. Heißt im Umkehrschluss also: Unterbleibt dieser psychosoziale Full-Service (von dem übrigens gerade im Lockdown Millionen von verzweifelten Deutschen nur träumen konnten), dann muss man sich nicht wundern, wenn Blut fließt.

Psychosozialer Full-Service

Zwar lässt sich Middelberg ein Hintertürchen offen und schränkt ein, es sei noch unklar, ob die Tat in Würzburg auf fehlende psychologische Betreuung zurückzuführen sei; noch dürften keine vorschnellen Schlüsse gezogen werden. Doch es gäbe ja auch noch die „Beratungsstelle Radikalisierung“ des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die „Hinweisen auf eine Radikalisierung“ nachgehe – und die sei ein wichtiges Instrument. Fragt sich bloß, was diese Behörde überhaupt mitbekommt, wenn sie nicht einmal bei einem wiederholt straffällig gewordenen, polizeibekannten und längst abgelehnten somalischen Asylbeweber genauer hinschaute. Middelberg setzt daher ergänzend auf das Blockwartprinzip: „Jeder, der merkt, dass jemand in seinem Umfeld extremistische Tendenzen zeigt, kann und sollte sich dorthin wenden.“ Als würden – oft gleichgesinnte – Flüchtlinge in den Unterkünften ihre eigenen Landleute verpfeifen, oder Deutsche – unter Inkaufnahme des Vorwurfs rassistischer Denunzierungen –  Zuwanderer „melden“!

Für die Linksfraktion ist der Fall sowieso klar: Der Service- und Kasko-Rundumbetreuuungsstaat Deutschland, dieses globale Sozialamt und Therapiezentrum, hat versagt. So moniert die innenpolitische Sprecherin Ulla Jelpke mangelnde Kapazitäten bei der „psychologischen Betreuungs- und Behandlungssituation für Geflüchtete„, die dringend verbessert werden müsse: „Spezialisierte Behandlungseinrichtungen mahnen schon seit Jahren, dass es viel zu wenige Behandlungsmöglichkeiten in diesem Bereich gibt.“ Genauso wichtig sei es, „dass Geflüchtete offen aufgenommen werden, hier in Ruhe ankommen können und dass sie bei der Integration und Arbeitsaufnahme unterstützt werden. Denn eine schnelle Integration wäre für viele die beste Therapie„, so die Linke laut „dts Nachrichtenagentur“.

Was, kann man hier nur noch fassungslos einwerfen, erdreistet sich diese Politikerin eigentlich? Zur Erinnerung: Abdirahman J. war ein abgelehnter Asylbewerber, der in Deutschland NICHTS mehr verloren hatte und schon längst hätte abgeschoben werden müssen. Wieso sollte ein ausreisepflichtiger, durch kriminelles Verhalten mehrfach aufgefallener Ostafrikaner in Deutschland „integriert“ werden? Haben diese Linken eigentlich noch alle Tassen im Schrank?

Linke Nannystaat-Träume

Doch Jelpke findet noch mehr Grund zu jammern: „Geflüchtete werden in Massenlagern oder Obdachlosenunterkünften mit ihnen fremden Menschen untergebracht, oft fernab von der übrigen Bevölkerung. Das Leben in sogenannten Anker-Zentren ist eine große psychische Belastung für die Menschen, die durch die Sachleistungsverpflegung zusätzlich entmündigt werden.“ Nur wenige Gruppen bekämen einen frühzeitigen Zugang zu Integrationskursen. „Psychisch traumatisierte Menschen werden unter den gegebenen Bedingungen der hiesigen Abschreckungspolitik nicht stabilisiert, sondern zusätzlich belastet.

Und natürlich sieht auch Filiz Polat, die migrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, hier „große Defizite„. Es bedürfe eines „speziellen Angebots für traumatisierte Geflüchtete„. Wiederholt hätten Fachverbände vor einem hohen ungedeckten Bedarf bei Psychotherapie und psychosozialer Unterstützung gewarnt; die Kapazitäten der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer lägen nach wie vor weit unter dem Bedarf. „Von einem flächendeckenden und bedarfsgerechten Angebot für traumatisierte Geflüchtete sind wir meilenweit entfernt„, so Polat. Auch hier nochmals die nüchterne Frage: Wieso sollte Deutschland dieses großzügige „Betreuungsangebot“ gerichtlich abgelehnten Asylbewerbern zuteil werden lassen?

All diese Forderungen der linksgrünen „Weltverbesserer zu Lasten Deutschlands“ zielen nur auf eines ab: Noch mehr Geld für die Asylindustrie, noch mehr staatliche Rundumversorgung für Menschen, die nicht das Geringste in Deutschland verloren haben und denen – wenn überhaupt – nur durch strukturelle und effiziente Entwicklungshilfe in ihren Herkunftsstaaten zuteil werden dürfte, aber keine lebenslange Vollpension in einem längst überhitzten und aus den Angeln gehobenen Sozialstaat. Dass Würzburg nun ausgerechnet für den Ruf nach noch mehr Service und Rundumbetreuung von illegalen Hergeflüchteten und lediglich „Geduldeten“ missbraucht, ist eine bodenlose Unverschämtheit.

Die einzige Konsequenz: Abschiebezentren!

Die einzige Forderung, die es nach Würzburg geben kann und darf, wäre – natürlich neben dem „Dauerbrenner“ der Grundsatzerfordernis eines effektiven Grenzschutzes mit lückenlosen Einreisekontrollen – die nach der sofortigen Errichtung von Abschiebezentren nach dänischem Vorbild, in denen abgelehnte Asylbewerber untergebracht werden. Damit hätten sich dann auch die heuchlerischen Sorgen von politischen Kreidefressern wie Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann erübrigt, der gestern allen Ernstes die rhetorische Frage stellte, wie es sein könne, „dass ein 24jähriger Migrant nach sechs Jahren in einer Obdachlosenunterkunft wohnt„.

All diese erbärmlichen, abstoßenden und verlogenen Reaktionen zeugen von einer grundlegend auf den Kopf gestellten Problemwahrnehmung. Hierzu Rocco Burggraf: „Nicht den Opfern von Würzburg („zur falschen Zeit am falschen Ort!“) sondern dem Täter (zur falschen Zeit am richtigen Ort) muss unsere Aufmerksamkeit gelten.

Dass das genaue Gegenteil passiert, war bereits der medialen Rezeption des Tathergangs von Würzburg in manchen hypersensiblen Humanitätsmedien zu entnehmen: Allen Ernstes stellten diese den Attentäter als Opfer einer „Hetzjagd“ dar, der von einer Art Lynchmob an Passanten gejagt worden sei. Diese Schizophrenie ist vermutlich die mentale Voraussetzung für das, was bei uns heutzutage unter „Weltoffenheit“ verstanden wird. (DM)