Foto: @serhii_bolvinov/Twitter

Kiste mit Goldzähnen: Ukrainisches Ministerium verbreitet wiederholt Fake-News über russische Gräueltaten

Eine Kiste voll mit Zahnkronen sollte weitere russische Gräueltaten, begangen an Ukrainern, beweisen. Verbreitet vom ukrainische Verteidigungsministerium. Nun wird einmal mehr aufgedeckt: Es handelt sich um eine Fake-News. 

Ein Foto, das das ukrainische Verteidigungsministerium auf Twitter verbreitete, zeigte eine Kiste voll mit Zahnkronen, daneben eine Gasmaske. Dazu schrieb das Ministerium: „Eine Folterkammer in Pisky-Radkivski. 2 Fotos. Eine Gasmaske, die einem Opfer auf den Kopf gesetzt wurde, das mit einem schwelenden Lappen bedeckt und lebendig begraben wurde. Und eine Schachtel mit goldenen Zahnkronen. Ein Mini-Auschwitz.“

Und einmal mehr griffen Mainstreammedien die Meldung ungeprüft auf und verbreiteten die angeblich russische Gräueltat. In den sozialen Medien wurde die Meldung ebenfalls eifrig weiterverbreitet:

Wie die Bild-Zeitung nun berichtet, stammen die Goldzähne jedoch nicht von Opfer, die Folter durch russische Soldaten bestätigten.

„Diese Zähne sehen aus wie die aus meiner Sammlung, die hier geplündert wurde“, erzählte Sergey, der örtliche Zahnarzt, Bild mit dem Foto des Ministeriums konfrontierte. „Ich bin der einzige Zahnarzt hier. Also wenn sie hier gefunden wurden, müssen sie von mir sein.“ Auf die Frage, ob die Kronen von toten Menschen stammen könnten, antwortete der Zahnarzt: „Oh mein Gott, nein! Sie stammen von Menschen, die ich all die Jahre behandelt habe. Ich habe diese Zähne herausgenommen, weil sie schlecht waren.“

Bereits zu Beginn des Ukraine-Konflikts berichten Mainstreammedien in der Dauerschleife über Gräueltaten, die angeblich von Russland begangen wurden. Verbreitet wurde dies durch die Leise in der Berichterstattung wurde es indes, als die damalige Ombudsfrau des ukrainischen Parlaments für Menschenrechte, Lyudmila Denisova. Denisova, die über angebliche „Massenvergewaltigungen“ von Frauen und Kindern durch russische Soldaten berichtete, gab Mitte Juni zu, die Gräuelmärchen erfunden zu haben, um den Westen zu Waffenlieferungen für die Ukraine zu bringen. Die Berichterstattung darüber war in den deutschen Medien „verhalten“.  (SB)

 

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