Neuzugang in der linken Säulengalerie finsterer "Rassismus-Verdächtiger”: Unterhaching-Trainer Sandro Wagner (Foto:Imago)

Linksgrüner Meinungsfaschismus: Bademantel-Shitstorm gegen Sandro Wagner, aber Verharmlosung der Brüsseler Krawalle

Der Pseudo-Skandal um eine an Harmlosigkeit kaum zu überbietende Bemerkung, die der Ex-Profi und heutige Trainer Sandro Wagner als Co-Kommentator des Fußball-WM-Spiels Spanien-Deutschland während einer Live-Übertragung (!) ganz spontan am Sonntagabend machte, zeigt nicht nur einmal mehr die ganze Verlogenheit und Hysterie der heutigen Mediengesellschaft, sondern auch den fanatischen Zensurdrang der selbsternannten Sittenwächter. Wagner hatte gesagt: „Vorhin habe ich gedacht, die ganze Kurve ist voller Deutschland-Fans. Dann habe ich erst gemerkt, das sind die katarischen Bademäntel“. Damit bezog er sich auf die in Katar traditionellen, langen weißen Gewänder, die als „Thawb“ bezeichnet werden.

Wagners flapsiger Einwurf, an dem sich noch vor 10 Jahren kein Mensch auch nur irgendwie gestört hätte und der von niemandem gar als potentiell abwertend aufgefasst worden oder auch nur beachtet worden wäre, rief umgehend die Gralshüter der Wokeness auf den Plan, die hauptberuflich überall „Rassismus” wittern. Die linksextreme Agenda, sämtliche Lebensbereiche zu politisieren, schreitet immer brutaler voran. Was sich in Deutschland immer deutlicher herausbildet, ist ein neuer Meinungsfaschismus: Jede Nichtigkeit wird skandalisiert, jede noch so absurde Befindlichkeit muss beachtet werden. Seinen Kopf behält nur, wer die zunehmenden Untiefen und Klippen zu umschiffen weiß. Wagner, der „frei Schnauze“ und nicht nach Skript moderiert (und der sich mit seinen intelligenten, eloquenten und oft amüsanten Kommentaren seit Jahren wohltuend von den gestanzten, stets um politische Korrektheit bemühten Banalitäten abhebt, die seine Kollegen, Journalisten und Vereinsfunktionäre absondern!) hätte besser daran getan, von „Morgenmäntel“ statt von Bademäntel zu sprechen – um damit kultursensibel auf die morgenländische Herkunft der Thawb-Träger zu verweisen.

Ein Volk in Lauerstellung

Inzwischen ist nämlich ein ganzes Volk durch institutionalisierte Gesinnungs- und Tugendwächter sowie mediale Scharfrichter in eine Art Lauerstellung versetzt worden, überall irgendwelche Tatbestände zu wittern, die begrifflich inflationär ausgeweitet und in die Köpfe gehämmert wurden. Was in der frühen Neuzeit „Ketzerei“, „Hexerei“ oder „Teufelsbuhlschaft“ waren, im Dritten Reich „undeutsche Umtriebe“ oder in der DDR „Feindkontakte“ – alles Vorwürfe, bei denen die bloße Bezichtigung durch Dritte zur gesellschaftlichen Vernichtung führen konnte -, das sind heute „Rassismus“, „Diskriminierung“ und weitere Kampfbegriffe der linken Propaganda. Die Mechanismen der Angst und Einschüchterung, die inzwischen den Diskurs bestimmen, sind dieselben wie in einer Diktatur: Die Menschen beißen sich auf die Lippen oder fürchten sich selbige zu verbrennen, wenn sie irgendetwas Falsches oder Missverständliches sagen – und die, die diese kranke, antidemokratische und umfreiheitliche Entwicklung aktiv vorantreiben, brauchen Fälle wie den gestern von Sandro Wagner: Einmal als Bestätigung ihrer Grundhypothese, Deutschland sei ein zutiefst islamophobes, fremdenfeindliches und strukturell rassistisches Land voller kulturunsensibler Menschenfeinde. Und zum anderen zum Zweck der immer weiteren Diskursverengung.

Das ist es, was die neuen Jakobiner und Puritaner der Political Correctness pausenlos tun, und woran sie ihre Doppelstandards schärfen. Gewalt gegen Deutsche, die reale Missachtung und Hasskriminalität von Zuwanderungsgemeinschaften ohne jeden Respekt für ihre aufnehmenden Gastländer, die sich im deutschen Amateurfussball fast jeden Tag zeigt, aber auch außerhalb des Sports in den Ausschreitungen der „Party- und Eventszene“, ist kein Thema. Dafür geht das große Geheule und Gejaule los, wann immer irgendwo ein ohnehin Generalverdacht stehender Kartoffeldeutscher irgendeine inkriminierungsfähige launige Bemerkung macht. Erst Jörg Dahlmanns absolut nicht negativ gemeines Wort vom „Land der Sushis“ ebenfalls während einer Live-Moderation, das ihn damals seinen Job bei „Sky” kostete,  und jetzt der Shitstorm und Diffamierungshurrikan gegen Sandro Wagner: Die Woko-Haram-Gerechtigkeitsliga ist wieder in ihrem Element.

Chebli unterirdisch wie eh und je

Dabei durfte natürlich auch das Berliner SPD-Quotenwunder Sawsan Chebli nicht fehlen, die ihre Karriere ausschließlich dem Umstand verdankt, dass sie Muslima ist. Gestern twitterte sie:„Den Thawb, das traditionelle weiße Gewand der Menschen im Golf als Bademantel zu bezeichnen, ist kein Ausrutscher, sie entspricht meiner Meinung nach einem mindset, einer Denke, die tief verankert ist in vielen Köpfen“. So kennt man diese moralischen Heuchler: Eine Bemerkung also, die ungefähr so verwerflich ist wie ein Ostfriesenwitz, löst im links-grünen Milieu und vor allem bei geistigen Tieffliegern mit Migrationshintergrund, die ihre muslimische Identität wie eine Monstranz vor sich hertragen, reflexartige Schnappatmung aus – bei just jenen, die ansonsten muslimische Gewalt relativieren. Cheblis Verlogenheit toppt dabei alles, wenn sie bei einem emotionalen Sportkommentar „eine Denke, tief verankert in vielen Köpfen“ herbeiphantasiert, während sie das reale „mindset” des hier angeblich diskriminierten Kulturraums nicht anprangert; ein mindset, das etwa den kanarischen WM-Botschafter kurz vor Beginn des Wettbewerbs Homosexualität öffentlich als „damage in the mind“ beschreiben lässt.

Andere Twitter-Kommentare aus derselben Blase wie Chebli sind nicht besser: „Diesen unterschwelligen, jedoch permanent vorhandenen, Rassismus werden wir leider nie los. Ganz locker flockig haut er diesen Satz raus. Und genau diese lockerflockige Art ist das Problem“ oder „Die Klamotten der Menschen als Katarische Bademäntel zu bezeichnen ist einfach nur rassistisch und ekelhaft!“ lauteten weitere Empörungs-Suaden gegen Wagner. Dem ZDF genügte das, um augenblicklich ins Büßergewand zu wechseln und Besserung zu geloben: „Sandro Wagners Aussage über den Thawb ist leider in einer emotionalen Phase des Spiels passiert. Das darf es nicht. Wir werden das besprechen“, ließ der Sender drohend verlauten. Wohl als Resultat dieser „Besprechung“ – und unter dem Druck des PC-Ostrazismus – gab schließlich auch Wagner klein bei: „Es war ein unüberlegter Spruch mit einer unpassenden Bemerkung, die ich mir hätte sparen können. Wenn sich jemand angegriffen gefühlt hat – sorry, das war null Komma null meine Absicht“, teilte er reumütig mit. Schade – von Wagner hätte man sich hier mehr Mumm und Eier erhofft, um dem bornierten Tugendeifer des Juste-Milieu zu widerstehen.

Bösartige Fehlinterpretationen

Tatsächlich möchte man solchen üblen Zeitgenossen mit ihren unerträglichen Vorurteilen und Stereotypen gegen die autochthone Bevölkerung des Landes, das etwa einer Sawsan Chebli überhaupt erst ermöglicht hat, als Kind von Analphabeten zu Bildung und Wohlstand zu gelangen, zurufen: Wenn ihr ein Problem mit dem hiesigen „mindset“, mit dem angeblich toxischen Inhalt so vieler Köpfe, mit allen den Rassisten und Muslimhassern hierzulande habt, die ihre kulturelle Geringschätzung jetzt auch schon in Bademantel-Metaphern ausdrücken: Dann trollt euch doch dorthin, wo es eurer Ansicht nach weniger „Rassismus“ und verdammenswerte „Denke“ gibt! Zum Beispiel nach Katar, wo arabische TV-Reporter jüdische Journalisten zu unerwünschten Personen erklären können, oder wo „One Love“ und „Buntheit“ mit dem Strafgesetzbuch beantwortet werden! Legt doch einfach die deutsche Staatsbürgerschaft ab, verzichtet darauf, euch als von diesem Staat alimentieren zu lassen – ob als Staatssekretärin für Dingsbums oder als „Bürgergeldbezieher“… und verpisst euch einfach, wenn ihr dieses Deutschland so abgrundtief hasst! Und wenn es hierzulande Misstände gibt, dann versucht man sie durch demokratische Teilhabe und konstruktive Veränderungen zu beheben – nicht durch dauererhobenen Zeigefinger, durch raunende Rassismusvorwürfe, durch Spaltung und ständiges Absondern von pauschalen Vorurteilen auf Twitter oder anderswo!

Das ZDF hätte seinen Senderauftrag übrigens wesentlich besser erfüllt, wenn es die letzten zwei Tage zum einen mehr, zum anderen ehrlicher über einen anderen, tatsächlichen Skandal berichtet hätte, der eine weitaus schlimmere Bedrohung für das freiheitliche Zusammenleben darstellt als tausend bösartig als „rassistisch“ fehlinterpretierte Fussballkommentare zusammen: Die marodierenden Marokkaner-Krawalle und muslimischen Ausschreitungen, die Teile Brüssels und anderer belgischer und auch niederländischer Städte regelrecht in Schutt und Asche legten. Statt aus diesen Hassorgien, die nach der Niederlage ihrs Gastlandes gegen Marokko bei der WM „gefeiert” wurden, angemessen und schonungslos zu thematisieren, verzerrte das ZDF die wahren – auf YouTube zum Glück in etlichen Videos dokumentierten – wahren Ereignisse dergestalt, dass es von „Ausschreitungen am Rande von spontanen Zusammenkünften marokkanischer Fußballfans, die Fahnen schwenkten und friedlich Feuerwerk zündeten“, sprach. Eine Entschuldigung für diese groteske Realitätsverzerrung durch die eigene übliche Framing-Berichterstattung wäre wahrlich angebrachter gewesen, als vor einem linken Twitter-Mob wegen Wagners alberner Bademäntel-Bemerkung zu kapitulieren. (DM)

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