Ist jetzt via Ehemann auch bei den Bösen: Schröder-Kim (Foto:Imago)

Sippenhaft: Schröder-Ehefrau wegen Teilnahme an russischem Botschaftsempfang gefeuert

In Deutschland wird nicht nur die Meinungsfreiheit sukzessive abgeschafft, sondern offenbar auch die Sippenhaft de facto wiedereingeführt. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls angesichts der unter fadenscheinigsten Gründen ausgesprochenen Entlassung von Soyeon Schröder-Kim, der Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder, auf. Die NRW-Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.GlobalBusiness, für die Schröder-Kim als Repräsentantin in Südkorea tätig war, hat sich nun mit sofortiger Wirkung von ihr getrennt – und zwar, weil sie ihren Mann anlässlich der Gedenkfeiern zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu einem Empfang in der russischen Botschaft begleitet hatte.

„Frau Schröder-Kim ist mit sofortiger Wirkung freigestellt, und das Dienstverhältnis wird nun durch NRW.GlobalBusiness fristlos beendet“, donnerte eine Sprecherin der grünen nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur. Offenbar hatte Schröder-Kim mehrere Drohungen des landeseigenen Unternehmens ignoriert. Es habe nämlich, so die Sprecherin weiter, „mehrere Hinweise durch die NRW.Global Business gegenüber Frau Schröder-Kim“ gegeben, „dass Repräsentantinnen und Repräsentanten sich in der Öffentlichkeit bei politisch sensiblen Themen, insbesondere bezüglich des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, nicht äußern sollten“. Eine juristische Beendigung des Dienstverhältnisses sei „jetzt abgeschlossen“ – und zwar mit einer fristlosen Kündigung.

Kein Raum für Feinheiten mehr

Man fragt sich, ob diese wohl auch dann ausgesprochen worden wäre, wenn Schröder-Kim ihren Mann nicht begleitet hätte; womöglich wäre schon die bloße Tatsache, dass der Ex-Kanzler den Empfang besucht hatte, ausreichend gewesen. Zudem wird man die Teilnahme an einer Feier zum Ende eines von Deutschland begonnen Krieges, den Russland und andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion mit fast 30 Millionen Toten bezahlt haben, wohl kaum als Stellungnahme zum Ukraine-Krieg bezeichnen können.

Aber für solche Feinheiten ist im besten Deutschland aller Zeiten bekanntlich schon lange kein Platz mehr. Der grünen Ministerin würde es jedenfalls besser zu Gesicht stehen, wenn sie ein paar kritische Worte zur offenen Korruption im Ministerium ihres Parteifreundes Robert Habeck verlieren würde, anstatt sich über solche Petitessen auf billigste Art und Weise zu profilieren. (TPL)

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