Selten so gelacht: Ausgerechnet in Deutschland sollen Muslime "verfolgt" werden (Symbolfoto:; Von Krakenimages.com/Shutterstock)

Geschichten aus’m Paulanergarten: Deutschland, ein Land von Muslimfeinden…

Am Donnerstag lieferte ein selbstbezeichneter “unabhängiger Expertenkreis Muslimfeindlichkeit“ seinen ersten Bericht unter dem Titel „Muslimfeindlichkeit – eine deutsche Bilanz“ ab. Auf nicht weniger als 400 Seiten wird darin ein Propagandalehrstück ersten Ranges geboten, das in seiner Realitätsverweigerung atemberaubend ist. Die Deutschen werden darin – schlimmer noch als in dem tags zuvor verabschiedeten Antidiskriminierungsbericht Ferda “Deutsche Kartoffeln” Atamans – als ein Volk voll Ressentiments, dumpfen Vorurteilen und latenter Fremdenfeindlichkeit gezeichnet, das vor allem den angeblich so freundlichen, leider aber immer wieder missverstandenen 5,5 Millionen Muslimen in Deutschland (die tatsächliche Zahl dürfte deutlich darüber liegen!) mit einer ebenso grundlosen wie tiefsitzenden Feindschaft gegenübersteht. Man fragt sich angesichts der immer stärkeren kulturellen Dominanz des Islam in Deutschland, die sich in wie Pilzen aus dem Boden schießenden Moscheen, Muezzinruf-Beschallung, ständigen Rücksichtnahmen auf muslimische Ernährungs- und Kleidungsvorschriften und vor allem komplett arabisierten öffentlichen Räumen mit zunehmender muslimischer Bevölkerung manifestiert, wer denn diese angeblich bedrängte” Minderheit” sein soll. In Schulen, Sportvereinen und ganzen Stadtvierteln stellen Muslime vielfach schon die Mehrheit, und wenn es hier Opfer gibt, dann sind diese zumeist “Ungläubige” oder Almans der deutschen Residualbevölkerung.

Unter „Muslimfeindlichkeit“ werden dabei, nach pseudoakademischer Lesart, „Zuschreibungen pauschaler, weitestgehend unveränderbarer, rückständiger und bedrohlicher Eigenschaften gegenüber Muslimen” verstanden. Dadurch werde bewusst oder unbewusst eine „Fremdheit“ oder sogar Feindlichkeit konstruiert. Gründe dafür seien etwa ein „unbewusstes Vorverständnis”, Fehlinformationen oder auch “pauschale Ängste”. “Jeder Zweite in Deutschland” stimme angeblich “muslimfeindlichen Aussagen” zu, beklagt das Gremium, dass 2020 noch von Innenminister Horst Seehofer eingesetzt worden war. Dass es sich dabei nicht um ein „unbewusstes Vorverständnis”, sondern um alltägliche Erfahrungen und Beobachtungen handelt, ist den Autoren offenbar entgangen, bzw. liegt völlig außerhalb ihrer Wahrnehmungsschwelle. Jegliche Kritik am Islam wird nämlich mittlerweile automatisch als Muslimfeindlichkeit oder gar „antimuslimischer Rassismus“ gebrandmarkt – den es jedoch schon per definitionem gar nicht geben kann, weil die Kritik an einer Religion nichts mit Rassismus zu tun hat, der Menschen nur aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft ablehnt.

Herumopfern als Paradedisziplin

Der Bericht verstieg sich tatsächlich zu der haarsträubenden Aussage, Muslime seien „eine der am meisten unter Druck stehenden Minderheiten im Land“. Herumopfern wird hier zur Paradedisziplin; kein Wunder, dass die unvermeidliche Sawsan Chebli und Gleichgesinnte hier begierig anbeißen. Muslimische Männer würden berichten, dass sie als aggressiv und gewalttätig wahrgenommen würden, als sei dies ein ganz und gar abwegiger Eindruck. Vor allem muslimische Frauen mit Kopftuch seien ganz fürchterlichen Diskriminierungen ausgesetzt und würden als nicht selbstbestimmt wahrgenommen – auch das dürfte wohl in den meisten Fällen der Realität entsprechen. In vielen Medien gebe es eine „einseitig konfliktorientierte Berichterstattung“ über den Islam, beklagt der Bericht weiter – als würden sich ausgerechnet die überwiegend linksgrünen Leitmedien positive Islamberichte entgehen lassen, wenn es sie gäbe. Nahezu tägliche Messerattacken, Tausende von Einzel- und Gruppenvergewaltigungen, Terroranschläge, Massenschlägereien, eine stetig weiter wuchernde Clankriminalität, sexuelle Belästigungen, immer neue Forderungen nach Privilegien und ein aggressiv auftretender Herrschaftsanspruch – das ist es, was den Islam in Europa und auch in seinen Herkunftsländern kennzeichnet. In dem Bericht wird dies entweder gar nicht erwähnt oder so getan, als handele es sich dabei um böswillige Verzerrungen. Eine irgendwie begründete Kritik am Islam kann es demnach gar nicht geben – es handelt sich dabei nur um reine Böswilligkeit oder bestenfalls Missverständnisse.

Zweieinhalb Jahre brauchte das vermeintliche Expertengremium, um diese Pseudoanalyse fertigzustellen. In ihrem Fazit fordert es eine massive Propagandaoffensive zur angeblichen Muslimfeindlichkeit. Vor allem brauche es auch dafür natürlich einen weiteren Sachverständigenrat und einen Bundesbeauftragten. Neue überflüssige Versorgungsposten sind damit gesichert. Für Innenministerin Nancy Faeser ist das natürlich Wasser auf die Mühle ihres ewigen Kampfes gegen „Rechts“. Sie gelobte, sich intensiv mit dem Machwerk zu beschäftigen. Muslimisches Leben gehöre selbstverständlich zu Deutschland, umso bitterer seien dessen Befunde. „Viele der 5,5 Millionen Musliminnen und Muslime in Deutschland erleben Ausgrenzung und Diskriminierung im Alltag – bis hin zu Hass und Gewalt“, plapperte sie den erwünschten Inhalt des Berichts nach. Es sei sehr wichtig, dies sichtbar zu machen und ein Bewusstsein für noch immer weit verbreitete Ressentiments zu schaffen. Damit ist klar, dass neue Hetzkampagnen gegen die angeblich so muslimfeindlichen Deutschen bevorstehen. Die AfD kann schon den Sekt für neue Wahlsiege kaltstellen. (DM)

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