Kritische Fragen zu RKI-Zählmethoden wegzensiert: Facebook und die Faktenchecker als Werkzeuge der Regierungspropaganda

Hier sehen Sie einen typischen deutschen "Faktenchecker" (Foto: Von Gigra/Shutterstock)

Wieder einmal erweisen sich die „Faktenfinder“ als wirksame Unterminierer der Pressefreiheit, als verkappte Zensoren, die eine einzige Sichtweise als objektive „Wahrheit“ verkünden: Erneut wurden Beiträge von Jouwatch auf Facebook als angeblich „unwahr“ gesperrt, diesmal aufgrund eines „Faktenchecks der Deutschen Presse-Agentur, in denen es um die unseriösen und dubiosen Zählweisen des Robert-Koch-Instituts ging – und indem ausschließlich frei verfügbare, belegte Informationen und O-Töne wiedergegeben wurden.

Vor allem an einem Anfang der Woche viral gegangenen Video einer Hausärztin aus dem rheinland-pfälzischen Hassloch, das Jouwatch lediglich dokumentiert und zum Anlass zulässiger journalistischer Schlussfolgerungen und Kommentierungen genommen hatte, stießen sich die „Faktenschinder“. Die Medizinerin hatte darin berichtet, dass aus ihrer persönlichen Erfahrung und nach allen ihr bekannten Informationen tatsächlich PCR-Mehrfachtests ein und derselben Testperson jeweils als neuer Infektionsfall gezählt würden – schon deshalb, weil die Gesundheitsämter anonymisierten positive Testresultate ans RKI meldeten. Wer sich also als Positiver von Zeit zu Zeit neu testen lässt, um zu wissen, ab wann er wieder negativ ist, kann also ohne weiteres für mehr- oder gar vielfache „Fälle“ sorgen, obwohl es sich um einen einzigen Fall handelt.

Für die Faktenfinder-Framingaktivisten in inoffiziellen Diensten des Corona-Staates reicht nun der Verweis auf die offiziell dementierende Erklärung des RKI aus, von einer Falschinformation zu sprechen. Auch ein eindeutig vorliegender Beweis für die Doppelzählung von Fallinzidenzen in rheinland-pfälzischen Landkreisen tun die dpa-Klitterer ab, indem sie aus amtlichen Links zitieren, denen zufolge es keine Dopplung gibt. Wieder einmal beschränkt sich ihre „Faktenrecherche“ auf die Einholung von Regierungs- und Behördendementis, welche als unkritische Quelle hingenommen werden – obwohl kritische Journalisten ja eben die Aufgabe haben, derartige offizielle Darstellungen kritisch zu hinterfragen und vor allem Hinweisen auf Propagandalügen und Fehlern nachzugehen. Bei Correctiv, dpa & Co. wird mittlerweile nach der Devise gearbeitet: Rauchen ist gefährlich? Fake-News! Beweis: Siehe Link auf die Webseite von Doktor Marlboro.

Amtliche Quellen als „Gegenbeweis“

Interessanterweise hat sich mittlerweile sogar „Bild“ der Ungereimtheiten rund um Inzidenzzahlen angenommen – und sowohl über das Video der Hasslocher Ärztin berichtet, als auch deren entscheidende Fragestellung übernommen: Zeigen die gemeldeten Neuansteckungen des RKI deutlich zu hohe Zahl von Coronavirus-Infektionen an? Sind die Corona-Fallzahlen in Wahrheit viel niedriger? Die bloße Tatsache, dass das RKI dementiert, schafft den Vorwurf selbstverständlich nicht aus der Welt. Stempeln die Faktenfinder nun auch die „Bild“ als Fake-News, und wird Bild.de ebenfalls auf Facebook & Co. gesperrt oder eingeschränkt?

Genauso wie in diesem Fall haben die Faktenverbieger wiederholt auch schon bei Berichten über steigende Kollateralschaden des Lockdowns oder zum Migrantenanteil bei Covid-Härtefällen in Kliniken „zugeschlagen“, haben Artikel gelöscht und Seitensperrungen auf Facebook veranlasst, weil es angebliche „keine Hinweise“ darauf gab – stets nur unter Berufung auf die Regierung und deren Nichtwissen, das zur unumstößlichen Wahrheit erhoben wurde. Dass gerade im letzteren Fall nun RKI-Chef Lothar Wieler selbst überführt wurde, dies bestätigt zu haben, ist zugleich eine Ohrfeige für die Unsitte des „Faktencheckens“ durch Infokrieg-Aktivisten im Staatsinteresse. Nicht offizielle Darstellungen und Verharmlosungen, sondern andere Quellen, vor allem kritische Originalstimmen zu Wort kommen zu lassen, gehört zu den Wesenselementen einer freien Presse. Dass diese wichtige Praxis verunglimpft wird, solche Stimmen stimmgeschaltet und entsprechende Meinungsäußerungen als „Falschbehauptungen“ zensiert werden, zeigt, welches Gift die tendenziösen, illegitimen „Faktenfinder“ für die Meinungsfreiheit und journalistische Unabhängigkeit mittlerweile bedeuten. (DM)