Entwicklungsminister Müller aus der Impfversager-Regierung gibt den Oberlehrer

Foto: Gerd Müller (über dts Nachrichtenagentur)

Ausgerechnet der Minister für institutionalisiertes schlechtes Gewissen der Bundesregierung, CSU-Entwicklungsminister Gerd Müller, sorgt sich neuerdings um globale gesellschaftliche Fehlentwicklungen wegen der Pandemie und als Folge der Lockdowns, die er und sein Kabinett selbst mitzuverantworten haben. Weniger die laut UN bis zu 30 Millionen zu erwartenden Hungertoten jucken ihn dabei, sondern „Diskriminierung“ infolge der Krise.

Durch Corona käme es vermehrt zu „sexualisierter Gewalt und Zwangsverheiratungen„, so Müller. Deshalb gelte es, einen „Kraftakt gegen Diskriminierung“ aufzuwenden. Die Staatengemeinschaft und die EU müssten mehr tun, damit „die Gleichberechtigung weltweit nicht um Jahre zurückgeworfen wird„, so der Minister laut „dts Nachrichtenagentur“. Die Corona-Pandemie habe die Ungleichheit schon drastisch verschärft.

Sind das also die eigentlichen Probleme, vor allem in Zeiten, da die heimische Wirtschaft mit gigantischen Rezessionsfolgen konfrontiert ist, da die Krise vor allem hausgemacht ist und sie nicht nur einheimische Unternehmen ruiniert, sondern gerade in den Entwicklungsländern für humanitäre Katastrophen sorgt (durch abreißende Lieferketten und verringerte langfristige Hilfszahlungen)? „Die Folgen der Krise treffen vor allem die ärmsten der Armen und die Frauen. Sie haben als Erste ihre Jobs verloren„, so Müller, der von einer „dramatischen weltweiten Wirtschaftskrise“ spricht, durch die „schätzungsweise 13 Millionen Mädchen vermehrt zu Früh- oder Zwangsheiraten gedrängt werden.

„Zwangsheiraten durch Corona“

Weitere Folge der Lockdowns sei der Anstieg von häuslicher und sexueller Gewalt. „Experten rechnen mit bis zu 30 Millionen zusätzlichen Fällen. Das ist nicht hinnehmbar. Jeder einzelne Fall ist einer zu viel„, sagte er. „Gerade in der Coronakrise müssen wir weiter für die Rechte und Chancen von Frauen weltweit kämpfen.“ Konkret forderte der Minister mehr Präventionsmaßnahmen gegen sexuelle Gewalt und Zwangsverheiratung. Die Teilhabe von Frauen am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben müsse deshalb deutlich gestärkt werden. Dies sei auch der beste Weg, den „Wiederaufbau nach der Coronakrise anzugehen.“

Inzwischen muss Corona anscheinend für alles herhalten – auch für Zwangsheiraten und Vergewaltigungen in der Ehe in Afrika also. Es wird wahrhaft immer absurder! Und natürlich darf bei Müllers Moralpredigt auch wieder der Anklagepunkt des „Impfnationalismus“ nicht fehlen: Bislang fänden nur 0,5 Prozent der Impfungen in den ärmsten Ländern statt. „Die reichen Länder haben sich zwei Drittel der Impfdosen gesichert, obwohl sie nur 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen„, kritisierte der Minister. Und erst jetzt seien „die ersten Impfungen in Afrika angekommen.

Müller gehört der Regierung an, die dafür sorgte, dass Deutschland als das Land, in dem der mRNA-Pionierimpfstoff von Biontech maßgeblich mit deutschen Steuergeldern entwickelt wurde, von diesem Impfstoff kaum und erst viel zu spät profitierte. Jetzt noch die Schuldkeule wegen Benachteiligung der Dritten Welt zu schwingen, während die eigene Bevölkerung großteils in die Röhre guckt und neidvoll auf Länder blickt, die fast schon durchgeimpft sind, das kann nur einem Merkel-Minister einfallen… (DM)