Das auch noch: Krankenkassenbeiträge könnten rasant steigen

Foto: Krankenhaus (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Wer hätte das gedacht. Der Leidtragende, der jede katastrophale Politik ausbaden muss, bleibt weiterhin der arbeitende Steuerzahler:

Die Ausgaben der Krankenkassen könnten in den kommenden Jahren stark wachsen, selbst ohne die Corona-Belastungen. Entweder müssten daher die Beiträge steigen oder die Bundeszuschüsse, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf das Wissenschaftliche Institut der Privaten Krankenversicherungen. Bis 2030 dürften die Beiträge von heute 14,6 Prozent auf bis zu 20,6 Prozent klettern.

Dabei wird angenommen, dass der Bundeszuschuss bei den bisher üblichen 14,5 Milliarden Euro im Jahr verharrt. Will man den Beitragsanstieg im Sinne der „Sozialgarantie“, wonach alle Beiträge zu den Sicherungssystemen 40 Prozent vom Bruttolohn bis zur Bemessungsgrenze nicht übersteigen sollen, vermeiden, wäre mindestens eine Verdopplung des Steuerzuschusses auf 30 Milliarden Euro nötig. Vermutlich ist aber ein noch viel tieferer Griff in die Steuerkasse nötig: Wenn die Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) künftig im gleichen Maße steigen wie in den vergangenen 20 Jahren, dann werden 2030 rund 83 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt gebraucht, um die Beiträge stabil zu halten.

Doch vermutlich sei auch das nicht genug, schreiben die Wissenschaftler. Denn unter den Gesundheitsministern Hermann Gröhe und Jens Spahn (beide CDU) seien die Ausgaben seit 2013 stark gestiegen. Führe man beispielhaft dafür die Entwicklung von 2019 fort, dann müsse der Steuerzuschuss 2030 insgesamt 128 Milliarden Euro ausmachen, das Neunfache der heutigen Summe.

Diesen Annahmen zufolge wird der Anteil der Steuerfinanzierung in der GKV von derzeit sechs bis sieben Prozent auf dann zehn bis 29 Prozent steigen.

Es spielt natürlich keine Rolle, ob die Krankenkassenbeiträge oder die Bundeszuschüsse steigen, den alles wird beim Steuerzahler bzw. bei den Krankenkassenmitgliedern abgezapft. Und die wahren Gründe für diese Erhöhungen werden wohl weiter im Dunkeln bleiben.

Dass die vielen neuen Bürger, die seit 2015 beitragsfrei geblieben sind und dass die völlig überzogenen Corona-Maßnahmen eine Rolle spielen, sind natürlich nur böse Gerüchte (Ironie off). (Mit Material von dts)