Studie zur „Klimabilanz“ von Hunden und Katzen: Jetzt werden uns auch noch die Haustiere madig gemacht

Foto: Von Chendongshan

Dass sich nerdige Wissenschaftler und Klima-Stalinisten mit ihrer unterschwelligen Grundneigung, wissenschaftliche Argumente für immer weitere Freiheitseinschränkungen und eine erzieherische Verbotspolitik zu finden, früher oder später auch diesem Thema widmen würden, war klar: Nun fanden Berliner Wissenschaftler ihn einer aktuellen Studie heraus, dass Hunde und Katzen – für viele Menschen in der Corona-Krise die letzten verbliebenden Sozialpartner – „Klimakiller“ sind.

Im Herbst werden aller Voraussicht nach die Grünen mitregieren – und das bedeutet: Berater-und Forschungsaufträge für vor allem solche Wissenschaftler respektive Institute und Hochschulen, die politisch erwünschte, grünkonforme und zur großen Transformationsagenda passende Studien liefern. Da kann es nicht schaden, schon jetzt einmal Kreativität zu beweisen und „Diskussionsanstöße“ zu liefern, indem einst unantastbare Lebensbereiche „hinterfragt“ und auf ihre Schadwirkung geprüft werden.

Bereits vor Corona schafften es Bücher über die negative CO2-Bilanz von Kindern in die Bestsellerlisten. Biologischer Nachwuchs wurde damit erstmals im Stile einer Konsumkritik anderen klimaschädlichen Egoismen gleichgesetzt – eine Perversion, die ihresgleichen suchte. Die SUV- und Flugverbotsdebatte hingegen bildeten nur den Auftakt für immer weitreichendere Einschränkungsbestrebungen, für die der linksgrüne „Paradigmenwechsel“ praktisch von alleine sorgt. Mittlerweile stehen sogar Einfamilienhäuser am Pranger.

Dass nun Haustiere, als wichtige Bezugspunkte gerade im Lockdown, die vielen Nähe und Sozialkontakte ersetzen, zur Sau gemacht werden und auf ihre Emissionslasten reduziert werden, ist eine abstoßende Sichtweise, die gerade deshalb verstört, weil die Tierschutzbewegung zu einer immer weiterreichenden Vermenschlichung der Vierbeiner geführt hat, die die Frage etwa nach der „Ökobilanz“ eigentlich tabuisieren müsste – so wie man im Kontext von Tieren hierzulande auch nicht über Euthanasie oder „nutzlose Esser“ reden würde. Doch geht es ums Klima, dann ist inzwischen wohl jeder geistige Dammbruch erlaubt.

Geistiger Dammbruch

Die Studie der Forscher an der  Technischen Universität Berlin vom letzten August, über die der „Tagesspiegel“ (TS) berichtet, geht soweit, den „Schaden“ etwa durch einen 15 Kilogramm schwerer Hund, der 13 Jahre lang lebt, zu quantifizieren: Er sei für 8,2 Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich und damit für soviel, wie ein Deutscher im Schnitt in einem Dreivierteljahr an CO2 produziert – entsprechend „etwa 13 Flügen von Berlin nach Barcelona„. Man hätte hier zwar auch ein Äquivalent zu Dienstflügen grüner Europaabgeordneter oder Luisa Neubarer „Miles & More“-Bilanz ziehen können; beides wäre allerdings politisch wohl inopportun gewesen.

Doch noch weit mehr haben die Forscher an den Millionen Haustieren zu bemängeln: Hunde und Katzen seien keine Nutztiere; „sie liefern weder Milch noch Eier noch Fleisch noch Fell. Ihr Kot dient nicht als Dünger, sondern muss entsorgt werden.“ Plastikbeutel, Katzenstreu, „unendlich viel Wasser“ – echte Umwelt- und Klimaschweine eben. Und wie zur Absicherung verweist der TS noch auf eine Studie aus den USA von 2017, die „zu ähnlichen Resultaten“ gekommen sei. Deshalb sei der anhaltende Haustierboom kritisch zu sehen. Für Tierfreunde haben die verrückten TU-Forscher einen praktischen Tip: „Wer nicht nur das häusliche Klima verbessern, sondern auch das globale Klima schonen will, sollte die Anschaffung eines Hamsters, Kaninchens oder einer Schildkröte erwägen.“ Aber sicher doch… das sind gleichwertige Alternativen für Hunde- und Katzenbesitzer, logo. Die Studien zum Haustier-Bashing sind am Ende vor allem für eines gut: Sie taugen als referentielle Steilvorlage für die Grünen – bei der künftigen Anhebung der Hundesteuer sowie der CO2-Bepreisung. (DM)