Irrenhaus Berlin: Einkaufen nur unter Erstickungsgefahr, Restaurantbesuch mit 3 Apps

FFP2-Masken - in Berlin jetzt überall Pflicht (Foto:Imago/Simon)

Wer sich zu Gemüte führt, was sich das linksgrüne Shithole Berlin als „Lösungskonzept“ für künftige Öffnungen der Gastronomie und des Einzelhandels einfallen lassen hat, der sehnt sich fast schon nach Lockdown mit Ausgangssperre: Unrealistische Vorbedingungen, die nicht nur ein tragfähiges Wirtschaften für die Firmen unmöglich machen, sondern die Bürger drangsalieren, erbarmungsloser Test-Dauerzwang, und jetzt auch noch eine massiv verschärfte Maskenpflicht machen jeden Stadtbummel zur Tortur.

Ab Mittwoch müssen die Berliner im öffentlichen Nahverkehr, in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegestationen, im Einzelhandel und in Kultureinrichtungen verpflichtend FFP2-Masken tragen – medizinische OP-Masken genügen dann nicht mehr. Ein Wahnsinn: Noch vor einem Jahr war für diese Masken eine arbeitsschutzrechtliche Einweisung vonnöten, sie wurden nur unter besonderen Bedingungen für professionelle Anwendung getragen und bis heute gilt die TÜV-bestätigte, herstellerseitige Sicherheitswarnung, dass nach 70 Minuten Tragezeit zwingend eine Pause von 30 Minuten eingelegt werden muss, in der die Atemwege völlig frei sein müssen. Nichts von dem wird bei diesen lebensgefährdenden politischen Vorgaben mehr eingehalten; die Menschen werden unter Bußgeldandrohung zu gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen genötigt; ein nie gekannter Wahnsinn.

Doch es kommt noch dicker: ab morgen müssen die Berliner einen tagesaktuellen negativen Corona-Test zum Einkaufen in Geschäften, für Besuche im Friseur- oder Kosmetiksalon sowie in Museen und Galerien mit sich führen; ausgenommen sind Supermärkte, Apotheken und Drogerien. Wie der „Tagesspiegel“ schreibt, ist damit das Modell „Click and Meet“ für einen Shoppingtermin im Elektro- oder Baumarkt hinfällig. Malls und Einkaufszentren sollen Tests nicht nur anbieten, sondern auch deren Durchführung organisieren, und nach den Vorstellungen des Senats sollen auch Selbsttests der Kunden „unter Aufsicht“ für den Einzelhandel möglich sein.

Konkret darf der Kunde dann vor den Augen des Personals mit den Teststäbchen in der Nase herumbohren, und gemeinsam mit diesem anschließend 15 Minuten warten, ob der Test negativ ist. Bekanntlich hat ja jeder Betrieb für so etwas genügen Mitarbeiterressourcen, logisch – und die sind bestimmt ganz scharf auf diese appetitliche Zusatzaufgabe! Die dann noch erforderliche Identitätsprüfung geht anschließend um so lockerer von der Hand.

Digitaler Overload sorgt für Corona-Alltagsdiskriminierung

Noch schlimmer ist der digitale „Overload“ im Bereich Gastronomie, der ab sofort für den simplen Kneipen- oder Restaurantbesuch an der Spree erforderlich sein soll: Hier tut sich der Bezirk Mitte mit einem „Modellprojekt“ hervor, über das die „Berliner Morgenpost“ berichtet. Nicht weniger als drei Apps braucht der gemeine Durchschnittsgast demzufolge, bevor er ein Bier trinken gehen kann oder etwas zu essen bekommt: Zuerst braucht er eine Ticketing-App, mit der der Tisch reserviert wird (für telefonische Buchungen à la „Click & Meet“ fehlen den Berliner Gastronomen wie auch den Einzelhändlern schlichtweg Manpower und logistische Kapazitäten!). Sodann muss er die Smudo-„Luca“-App zur Kontaktnachverfolgung installiert haben. Und schließlich kommt fortan dann noch die vom grünen Bürgermeister des Bezirks Mitte, Stephan von Dassel, angepriesene spezielle Diagnose-App hinzu, die als „Tagespass“ nach einem negativen Corona-Test genutzt werden kann.

Wir scheiben, was andere verschweigen – Jouwatch-Kugelschreiber in rot oder schwarz – 4,99 Euro

Dieser Dreiklang an Smartphone-Konditionen, der im Rahmen des „Pilotprojekts“ in Mitte gefordert wird, um – so Dassel – „herauszufinden, inwieweit sichere Öffnungen stattfinden können, ohne dass dadurch das Infektionsrisiko signifikant steigt„, setzt natürlich entsprechende Hardware UND Software voraus. Gelitten haben wir wieder einmal all die, die kein Smartphone besitzen oder – zum Beispiel viele ältere Mitbürger – keine Erfahrung oder Kenntnisse im Umgang mit selbigen besitzen. Eine krassere Form von Alltagsdiskriminierung als die, die diese Krise den Bürgern zumutetet, ist praktisch nicht mehr denkbar.

Dass all diese Auflagen, wie überall, ausnahms- und unterscheidungslos auch für Geimpfte und Genesene gelten und vor allem auch die Masken- und Abstandspflichten für Negativ-Getestete unvermindert besteht, die sich untereinander an der frischen Luft treffen: Das ist keinem logisch denkenden Menschen mehr begreiflich zu machen. (DM)