Bunte Ostern: Somalischer Aufdringling missbraucht Jungen, Seniorin attackiert Guineaer mit Pfefferspray

Vergewaltigung (Symbolfoto:Von Tinnakorn jorruang/shutterstock)

Die neue deutsche Ostergeschichte ist voll bereichernder Schnurren, auch 2021 wieder: In Chemnitz, das seit zwei Jahren in den Köpfen der Deutschen mit nie belegten, aber hochoffiziell behaupteten „Hetzjagden auf Ausländer“ konnotiert ist, wurde ein 33-jähriger Asylbewerber verhaftet, nachdem er einen 14-Jährigen Jungen sexuell missbraucht haben soll. Während sich das mediale Interesse an diesem weiteren „regionalen Ereignis“ in Grenzen hält, sorgt der angeblich „rassistische“ Angriff einer Omi auf einen 20-jährigen Afrikaner umso mehr für empörte Schlagzeilen.

In Chemnitz hatten, wie „Bild“ berichtet, Zeugen den Somali mit seinem pubertierenden Opfer unterhalb eines Hochparterre-Balkons am Ottendorfer Hang im Ortsteil Hainichen angetroffen – beide mit „heruntergelassenen Hosen“, so die Polizei. Der Täter nahm „augenscheinlich sexuelle Handlungen an dem Jungen vor„. Als die Zeugen laut schrien, floh der Junge, der Asylbewerber folgte ihm. Als die Polizei eintraf, war der Täter abgetaucht; das Opfer führte die Beamten zu seiner Wohnung in einer nahen Asylunterkunft. Der Somali versuchte zu flüchten, konnte jedoch verhaftet werden.

Die Entrüstung der Rechtschaffenen im Medienbetrieb über eine dpa-Meldung aus dem westfälischen Herford fiel umso größer aus: Dort soll eine Seniorin, die nach der Tat untertauchte, am Gründonnerstagnachmittag „völlig unvermittelt und grundlos“ einen 20-jährigen Mann aus Guinea mit Pfefferspray „ausländerfeindlich beleidigt“ und ihn mit Pfefferspray besprüht haben. Wenn die Täter-Opfer-Verhältnisse in dieser Konstellation vorkommen, ist die Sensation für die Haltungspresse natürlich perfekt, wie schon eine kursorische Google-Suche zu dem Ereignis zeigt:

(Screenshot:Google)

Auch „Bild“ ließ die – vor dem Hintergrund der fast ausschließlich sonst berichteten Zwischenfälle dieser Art – kritische Distanz fahren und beschrieb in „Aktenzeichen XY“-Manier, als ginge es um die Fahndung nach einer Schwerverbrecherin, die „mutmaßliche Täterin„: Diese werde „als 70 bis 75 Jahre alt und 1,60 bis 1,70 Meter groß beschrieben… Sie soll mittellange, weiße Haare tragen, eine untersetzte Figur haben und zur Tatzeit mit einem pinkfarbenen Mantel bekleidet gewesen sein.“ Wir lernen: Bei Kartoffeldeutschen ist die akribische Personenbeschreibung mit physiognomischen Merkmalen das Normalste der Welt, während bei migrantischen Verdächtigen nur zu gerne auf jedes potentiell vorurteilslatente Detail verzichtet wird.

Im Netz spottete Blogger Marco Molik in einem (sogleich unter anderem auf Facebook-sogleich gelöschten) satirischen Kommentar: „Den Preis für die journalistische Meisterleistung des Tages geht heute an die BILD aufgrund einer dpa-Meldung. Wir kennen sie alle, diese Horden 75-jähriger „Omas“, die friedvolle Orte in Frankfurt, Stuttgart, Duisburg-Marxloh, Essen-Altendorf, Berlin Neukölln oder die Kölner Domplatte in kochende Kessel zügelloser Gewaltexzesse verwandeln. Wann wird Genosse Haldenwang vom Verfassungsschutz endlich eine Sonderkommission „Alten-Kriminalität“ mit geeigneten Einsatzkräften einrichten? Wann wird das Bundesfamilienministerium unter Frau „ich-führe-meinen-Doktortitel-nicht-mehr-ohne-ihn-zurückzugeben“ Giffey endlich weitere Millionen für Präventionsmaßnahmen bereitstellen? Und noch eine letzte drängende Frage: Wann wird zum ersten Mal die Redaktion einer deutschen Zeitung selbst Opfer einer massiven Attacke dieser skrupellosen Banden werden? Grauenvolle Bilder drängen sich auf. Panisch schreiende Reporterinnen und Reporter, denen die Hose heruntergezogen werden und die wehrlos den auf ihre Hinterteile peitschenden Gürteln von „Omas“ in Berserkerwut ausgesetzt sind! Ist die UNO die letzte Hoffnung? Kann der Einsatz von Blauhelmen eine Wiederholung der Geschehnisse in Ruanda auf deutschem Boden verhindern? Bleiben sie dran: wir berichten laufend weiter ….“. Dass diese treffende Würdigung auch auf der Facebook-Seite von Bild.de entfernt wurde, beweist, dass hier wohl ein Nerv getroffen wurde…(DM)