Merkel gönnt dem Virus eine Atempause: „Knallhart-Lockdown“ mitten im Dauer-Lockdown

Endlich einig im Wegsperren der Bürger: Laschet und Merkel (Foto:Imago)

Die „Strategie“ der Regierung für den Sommer sieht in etwa so aus: Bis alle durchgeimpft sind, müssen die Infektionszahlen – vor allem aufgrund der „Mutanten“ – niedrig gehalten werden, deshalb jetzt ein neuer „kurzer, aber intensiver“ Total-Lockdown! Wie widersinnig diese Politik selbst aus der Logik ihrer Anhänger heraus ist, zeigt bereits ein Blick auf den Kalender: Im günstigsten Fall (und auch nur dann, wenn die Impfungen wirklich schützen und so lange wirken), sind es fast sechs Monate. Es würde nicht einen, sondern viele dieser Laschet’schen „Brückenlockdowns“ bis dahin brauchen.

Schamlos zieht Angela Merkel ihren Stiefel durch – und will endlich wahrmachen, was sie vor knapp zwei Wochen im Interview bei Anne Will androhte: Die Corona-Gleichschaltung der Länder, die Errichtung eines diktatorischen Corona-Zentralismus durch einen beispiellosen Anschlag auf die grundgesetzliche föderale Ordnung: Der Bundestag – wo Merkel die Mehrheit hat – soll ihr durch Anpassung des Infektionsschutzgesetzes die entsprechende Vollmacht verleihen, ab dem (Willkür-)Inzidenzwert von 100 überall harte Lockdowns durchzusetzen.

Rückschauend erscheint nun auch Laschets Vorschlag des „Brückenlockdowns“ wie eine über Bande gespielte Steilvorlage zu Merkels Gunsten: durch den Sinneswandel des NRW-Ministerpräsidenten besteht endlich traute Eintracht zwischen Merkel und ihren beiden designierten Nachfolgerivalen Söder und Laschet, möglichst schnell das ganze Land wieder dichtzumachen. Der bayerische Ministerpräsident hatte heute früh bereits seine Amtskollegen in den anderen Ländern zu einem gemeinsamen Lockdown-Beschluss aufgefordert: „Ein nationaler Lockdown muss von allen beschlossen werden„, sagte der CSU-Chef am Mittwoch in München. Auch er schlug laut dts-Nachrichtenagentur, als „weitere Maßnahme„, vor, die „vereinbarte Notbremse“ per Bundesgesetz rechtlich zu verankern.

Denn selbst wenn dieser „Brücken-„, „Knallhart-“ oder sonstwas-Lockdown tatsächlich „Wirkung“ zeigen würde – und sei es nur, weil bei Komplettschließung natürlich ganz automatisch viel weniger getestet wird -, dann ist nach 14 Tagen das Virus nicht aus der Welt; dieses kann allenfalls kurz innehalten, ehe es danach sogleich erneut anzieht, was spätestens nach weiteren zwei bis drei Wochen zur nächsten „kritischen Lage“ führen wird: Wenn nämlich nach den ersten Lockerungen und Zunahme der Schnelltests wieder mehr Inzidenzen anfallen. So geht dies Monat für Monat immer weiter. Dies ist die tatsächliche Wahrheit hinter der kriminellen Lockdownpolitik.

Lockdown und Lockern, immer wieder

Kollektive Verblödung und böswillige Ignoranz der staatsloyalen Medien sorgen anscheinend dafür, dass niemandem mehr auffällt, wie sich hier die Lügen wiederholen: So wie Ende Oktober der 14-tägige, kurzer „Wellenbrecher-Lockdown“ die vorherige lockdownfreie Öffnungsphase seit Mai vorübergehend unterbrechen sollte, so soll nun der seit fast sechs Monaten laufende Dauer-Lockdown durch einen „kurzen Knallhart-Lockdown“ unterbrochen werden. Wer aufgepasst hat, ahnt es bereit: Ein Zurück gibt es nie mehr. So wie der Wellenbrecher-Lockdown zum neuen „Normalzustand“ wurde, so wird dann auch der Knallhart-Lockdown zur neuen Regel, von der dann gönnerhaft einzelne Ausnahmen und Linderungen bereits als „Freiheiten“ verkauft werden können – zum Beispiel vielleicht der Verzicht auf Ausgangssperren.

Unter dem Titel „Die größten Lockdown-Märchen“ rechnet „Bild“ heute gnadenlos mit den manipulativen Falschbehauptungen der Lockdown-Fraktion um Merkel, Söder und neuerdings Laschet ab: fast nichts von den Begründungen der angeblichen Notwendigkeiten hält einer Faktenbeurteilung stand. Angefangen mit der Situation der Intensivbetten, wo – nachdem bereits im Januar bei weit über 7.000 Belegungsfällen kein Zusammenbruch eintrat – erst recht kein Kollaps bei den derzeit 4.000 oder vielleicht bald 5.000 oder 6.000 droht, über den Nonsens des angeblich immer jüngeren Patientenalters, das es objektiv nicht gibt, bis zur Impfung, wo fast jede vierte Dose trotz Verfügbarkeit unverimpft bleibt. Fazit: Es gibt schlicht weder eine praktisch-sachliche noch theoretisch-logische Notwendigkeit für eine neuerliche Lockdownverschärfung. Was die Regierung plant, ist endgültig ein krimineller Anschlag auf unsere bürgerlichen Grundrechte und verbliebenen Restfreiheiten. (DM)