Eine Schande für Europa: Von der Leyen macht sich bei Erdogan zum Horst

So macht sich Europa lächerlich: Von der Leyen (l.) bei Erdogan in Ankara (Foto:Imago/Xinhua)

Es mag gewiss so sein, dass Frauen mindestens ebenso gute Politiker sein können wie Männer – doch die Auswahl, mit der wir es in Deutschland und namentlich Europa zu tun haben, legt das exakte Gegenteil dieser These nahe. Die Negativauswahl fachlich unqualifizierter, charakterlich ungeeigneter, charismafreier und gänzlich rückgratloser Matronen, die an der Spitze der Bundesregierung, einiger Ministerien und vor allem der EU-Kommission stehen, erweist dem Anliegen des Feminismus einen veritablen Bärendienst. Bestes Beispiel: Von der Leyens erbärmliches und feiges Auftreten bei EU-Türkei-Gipfel in Ankara.

Unabhängig vom Geschlecht hätte jeder Politiker mit Format und Prinzipien auf Erdogans Macho-Geste hin, die einzige Frau der Runde einen halben Meter tiefer auf dem beigestellten Sofa Platz nehmen zu lassen, mit der Forderung nach sofortiger Bereitstellung eines Sessels reagieren müssen, wie ihn die männlichen Konferenzteilnehmer erhielten – und bei dessen Verweigerung augenblicklich abreisen müssen. Doch die antrainierte Konfliktscheue des Typus windelweicher, buchstäblich eierloser, genderaffiner und unterwürfiger Hausfrau, die in der Privatsphäre durchaus zielführend ist, ist in der Politik völlig fehl am Platz. So wie Von der Leyen an der Spitze der EU-Kommission, als Bundesverteidigungsministerin, als CDU-Vorsitzende oder in jeder beliebigen anderen öffentlichen Funktion.

Allerdings passen die buchstäblich erniedrigende Sitzordnung und der ungesühnte Affront ideal zur Appeasement- und Anbiederungspolitik der EU gegenüber einem schroffen, eiskalten und zynischen Tyrannen, dessen Macho-Attitüden wie auch seine neoosmanische Großmannssucht seiner islamistischen Grundeinstellung entsprechen. Insofern war es nur konsequent, dass sich von der Leyen einmal mehr zum Affen machte – und den Beweis erbrachte, dass Krisenmanagement bei der Impfstoffbeschaffung nicht die einzige Herausforderung ist, an der sie krachend scheiterte – sondern auch Außenpolitik. Inzwischen lachen über die Brüsseler EU-Spitze die Europäer selbst so schallend, dass es sogar das dröhnende Gelächter am Bosporus übertönt.

Türken lachen schallend – nicht nur über neue EU-Milliarden

Erdogans Konzept der Vorführung und Verhöhnung der EU-Delegation ging jedenfalls voll auf, und daran konnte auch von der Leyens zum Gipfel mitgereiste EU-Ratspräsident Charles Michel nichts verhexen: Als Ergebnis der Konferenz kann der Möchtegern-Sultan abermals mit weiteren Milliarden aus Brüssel rechnen – im Rahmen eines neuen Flüchtlingspakts, das laut gestrigen Meldungen von „dts Nachrichtenagentur“ und anderen Medien am Dienstag Abend mit der EU-Delegation verabredet worden sei. Ziel ist einmal mehr die Verhinderung einer neuen Flüchtlingswelle aus Jordanien und dem Libanon; bevor diese auch wieder die EU-Staaten erreicht, sollen weitere Milliarden in die Kassen der Erdogan-Regierung fließen. Und sollte von der Leyens EU mucken, dann karrt die Türkei eben wieder hunderttausende Problemmigranten an die griechische Grenze – die dann Europa zu stürzen drohen.

Laut „Business Insider“ sollen zwei bis vier Milliarden zusätzliche Euro an die Türkei gehen. Die Erpressung des Paschas von Ankara funktioniert wieder nach demselben Muster wie vor genau fünf Jahren, als die EU – nach Merkels selbstherrlicher kontinentaler Flüchtlingsflutung – eine Vereinbarung über zweimal drei Milliarden Euro mit der Türkei getroffen hatte, um so zu verhindern, dass „Flüchtlinge in Europa Asyl“ beantragen. Das Geld an Erdogan war natürlich futsch, plus Zu- und Nachlagen – doch bekanntlich kamen trotzdem rund zwei Millionen Menschen alleine nach Deutschland, und bis heute fliegen und schippern deutsche Fluchthelfer von Kirchen über Seenotrettungsbündnisse bis hin zur Regierung persönlich Elendsmigranten nach Deutschland – selbst mitten im Lockdown. Das wird auch diesmal nicht anders sein: Wenn sie sich über von der Leyens „#SofaGate“ genug schlappgelacht haben, nehmen Erdogans marode Türken gerne unser Geld – um dann doch wieder die Schleusen zu öffnen. Und in ein paar Jahren, beim nächsten Gipfel, kann sich von der Leyen dann ja vielleicht auf dem Gebetsteppich zu Erdogans Füßen ausstrecken. (DM)