Islamophobie? Facebook macht betende Muslime zu Sexsklaven

Die Alice-in-Wonderland-Algorithmen des Zuckerberg’schen Datenkraken und Social-Media-Beinahemonopolisten werden inzwischen durch immer schwachsinnigere Anlässe und Fehlinterpretationen auf den Plan gerufen: Die Jouwatch-Seite auf Facebook wurde aufgrund eines Artikels gesperrt, in dem betende muslimische Männer in Rückansicht zu sehen waren. Vorwand: „Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards zu sexueller Ausbeutung von Erwachsenen“.
Am Artikel selbst kann die Sperre nicht gelegen haben: In diesem war nämlich lediglich über die unterwürfige Entschuldigung des französischen Mineralwasserherstellers Evian bei Muslimen berichtet worden, die auf einen empörten Shitshtorm und „Rassismus“-Vorwürfe hin erfolgt war, weil das Unternehmen zum Ramadanbeginn für das Trinken von Wasser geworben hatte. Zur Illustration hatte Jouwatch ein völlig unauffälliges, thematisch passendes Stock-Symbolfoto aus dem Bestand der von Verlagen weltweit genutzten Bildagentur Imago verwendet (kostenpflichtig, versteht sich!).
Wer immer bei Facebook für die Überwachung der
der abstrusen „Gemeinschaftsstandards“ zuständig ist, gehört dringend ausgewechselt: Entweder handelt es sich – wie gesagt – um künstliche Intelligenz oder algorithmische Software; dann taugt sie nichts. Oder hier sind menschliche Löschbüttel am Werk, die dann aber geistig noch minderbemittelter sein müssen als jene, die sich diese Zensurwillkür ausgedacht haben. Schon bei der kürzlichen Sperre der französischen Stadt Bitche, aufgrund deren Gleichklang mit dem englischen „bitch“ (Schlampe), war die Idiotie der Facebook-Richtlinien eindrucksvoll demonstriert worden.
(Screenshots: Facebook)
So oder so: Im Ergebnis erklärt Facebook hier Moscheen also zu einem Ort sexueller Ausbeutung von Männern, weil sie beim Gebet und Niederknien, mit hochgestrecktem Hinterteil, zwangsläufig eine „Präsentationshaltung“ einnehmen, die von Sittenwächtern oder triebgesteuerten Schwerenötern durchaus als obszöne Geste interpretiert werden könnte. Weil es sich um eine in der Umma gebräuchliche und unter muslimischen Männern global verbreitete Geste handelt, kann das Vorgehen von Facebook nur als ebenso homophob wie islamophob interpretiert werden.
Jouwatch lässt sich dieses neuerliche Deplatforming und Shadowbanning, vor allem wegen der Sperre seiner kompletten Facebook-Seite, selbstverständlich nicht bieten – und geht anwaltlich und gegebenenfalls juristisch (wieder einmal) gegen das Netzwerk vor. Wir halten die Leserschaft auf dem Laufenden! (DM)