Nach Paty-Mord wegen Mohammed-Karikaturen: Hessisches Kultusministerium kuschte vor Islamisten

Islamisierung (Foto:Symbolbild)

Neues aus der Kategorie „Feigheit vor dem Feind“: Die Deeskalation und Sorge vor selbst heraufbeschworenen Sicherheitsrisiken hat nach der Polizei nun auch das Schulwesen erreicht. Jetzt wurde bekannt, dass das Kultusministerium in Hessen seine Lehrer bereits im Dezember darauf „aufmerksam“ gemacht hat, die Verwendung von Mohammed-Karikaturen im Unterricht könne für sie „gefährlich“ werden. Ein kaum verhohlener Hinweis auf das Schicksal des von einem jungen Muslimen eben deswegen geköpften Pariser Lehrers Samuel Paty. Der Skandal ist geradezu typisch ist für den bundesdeutschen Anbiederuns- und Unterwerfungsstaat, zu dem der Islamismus längst dazugehört.

Denn statt ein klares Signal zu setzen, indem das Thema Meinungs- und Religionsfreiheit erstrecht und weitaus stärker in den Mittelpunkt des staatlichen Schulunterrichts gerückt wird, um so auch eine kulturelle Konfrontation mit Signalwirkung gegenüber Schülern muslimischer Parallelgesellschaft zu provozieren und so ein zunehmend auch in Deutschland Platz greifendes gesellschaftliches Problem frühzeitig anzupacken (ehe es wie dafür wie in Frankreich zu spät ist!), lässt sich der Staat – als Träger der Schulhoheit und des Gewaltmonopols – einschüchtern. Statt ein „jetzt erst recht“ zu postulieren, gab er einen faktischen Rückzugsbefehl an seine Beamten heraus: Couragierte Lehrer handeln auf eigenes Risiko.

Für entsprechende Empörung sorgt jetzt die (per Mail bereits kurz vor Weihnachten 2020 an die 1800 hessischen Schulleiter verschickte) Warnung, wonach es „beunruhigende Hinweise/Anregungen im Zusammenhang mit der Thematisierung des Mordes an dem französischen Lehrer Samuel Paty“ gäbe. Das Ministerium berief sich dabei auf eine „Anregung“ des Wiesbadener Landeskriminalamts, die sich liest, als hätte hier der Zentralrat der Muslime den Griffel geführt: „Das Zeigen der Mohammed-Karikaturen oder jede bildliche Darstellung des Propheten Mohammed kann als islamkritisches Verhalten interpretiert werden, das emotionalisierend und unter Umständen auch mobilisierend wie radikalisierend auf den Empfängerkreis, auch Schülerinnen und Schüler, wirken kann.

Ministerialempfehlung im ZMD-Duktus

Es spricht Bände, dass als Referenz für die ministerielle Verhaltensempfehlung an die Lehrkräfte nicht etwa das deutsche Grundgesetz oder ein entschiedener Verweis auf die Meinungs- und Religionsfreiheit angeführt wurde, sondern die faktische Fatwa-Drohung. Noch schlimmer ist, was CDU-Kultusminister Alexander Lorz in dem Rundschreiben  weiter ausführte: „Im Einzelfall“ könne dies dann eben „auch schwerwiegende, polizeilich relevante Reaktionen in Form von körperlichen Übergriffen bis hin zu schweren Gewalttaten gegen die vermeintlichen Urheber bzw. Verantwortlichen der Verunglimpfung nach sich ziehen.“ Eine kaum verhohlene Drohung, mit deren Wortlaut jeder deutsche Imam – und bestimmt sogar Pierre Vogel und seine Salafistenbrüder – gut leben kann.

Anscheinend haben die hessischen Lehrer jedoch mehr Corones als ihre Landesregierung: Der ministerielle Hinweis sorgt nicht nur bei Islamkritikern, sondern auch bei vielen Lehrern für Kopfschütteln. Denn mehr Pädagogen als erwartet sind offenbar, wie auch die „Welt“ schreibt, der Ansicht, dass – gerade nach den Terroranschlägen auf „Charlie Hebdo“ vor sechs Jahren und die bestialische Köpfung des Lehrers Paty aus eben diesem Grund – Mohammed-Darstellungen und ihre Einordnung unter sonstigen religiösen Karikaturen im Unterricht erst recht ein Thema sein müssten. Nur so nämlich kann sich eine heilsame Debatte mit Säkularisierungswirkung anschließen.

Diese hätte zudem noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: Muslimische Schüler, die im Unterricht hierauf mit Drohungen oder Hass reagieren sollten oder deren Eltern anschließend auf die verantwortlichen Lehrer Druck ausüben, hätten damit ihre Nichtintegrierbarkeit selbst bestätigt – und könnten direkt vom Schulunterricht ausgeschlossen werden, bzw. es könnten Abschiebungen erfolgen und Verdachtsmeldungen an Polizei und Verfassungsschutz ergehen – so wie dies in Frankreich, natürlich erst als Folge des Paty-Mordes, jetzt endlich der Fall ist. Tatsächlich, so die „Welt“, waren letztes Jahr nämlich „auch in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg Schüler bei der Paty-Schweigeminute aufgefallen, weil sie gestört, ihre Teilnahme verweigert, Verständnis für den Mörder von Paty geäußert haben oder gar selbst mit Gewalt drohten.

Unverhohlene Sympathien für Paty-Mörder auch an deutschen Schulen

Auch die im Netz zu bestaunenden vieltausendfachen Likes sowie Lach- und Zustimmungssmileys vor allem in Deutschland lebender türkischer, arabischer und afghanischer jungen Männer unter den verstörenden Fotos in den sozialen Medien, die den blutverschmierten Kopf des Lehrers auf der Straße gezeigt hatten, machten die Schimäre einer „gelungenen Integration“ von angeblich „modern-weltoffenen Muslimen“ hierzulande einmal mehr deutlich.

Natürlich sind jegliche entschlossene Maßnahmen gegen Fundamentalisten und Vertreter des politischen Islam an deutschen Schulen faktisch undenkbar – schon aufgrund des Vorwurfsdreiklangs, es handele sich (was sonst) dann natürlich um „rassistische, diskriminierende, islamophobe“ Handlungen oder sonstige toxische Konnotationen. Bekanntlich wird hierzulande wird mit religiösen Hetzern, geistig im mittelalter steckengebliebenen Korangläubigen und kulturell vorsintflutlich sozialisierten Zuwandererfamilien das Gespräch bis zum Erbrechen gesucht, gekuscht und nötigenfalls um Verzeihung gebettelt – und wer diese „Unterwerfung“ (wortgleich mit „Islam“) nicht mitmachen will, der lebt dann eben gefährlich. (DM)