Endlich: Israel greift mit Bodentruppen Gazastreifen an, in Deutschland wird mal wieder relativiert

Foto: Imago
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Jerusalem/Gaza-Stadt – Israel hat in der Nacht zu Freitag auch mit Bodentruppen den Gazastreifen angegriffen. Wie schon in den letzten Tagen flogen zudem auch die Luftstreitkräfte Angriffe, teilte die Armee mit. Nach Angaben von Zeugen fiel in weiten Teilen des Gazastreifens der Strom aus.

Die Palästinenser waren aber offenbar dennoch in der Lage, gleichzeitig weiterhin Geschosse abzufeuern. Die Israelische Armee hatte zuvor 9.000 Reservisten einberufen. Neben rund 1.750 Raketen, die in den letzten Tagen aus dem Gazastreifen abgefeuert wurden, wurden am Donnerstag auch einzelne Geschosse aus dem Libanon im Norden Israels registriert.

Diese hätten jedoch keinen Schaden angerichtet, teilte die israelische Armee mit.

Palästinensische Propaganda-Quellen sprachen Stand Donnerstagabend derweil von 93 Toten in den eigenen Reihen (34 mehr als am Vortag), über 830 Personen sollen verletzt worden sein. Israel meldete sieben Tote (einen mehr als am Vortag) und über 220 Verletzte.

Während aus dem Gaza-Streifen immer wieder Raketen in Richtung Israel abgeschossen wurden, flogen die israelischen Streitkräfte Luftschläge und meldeten die Tötung von 14 Führern der Hamas und des Islamischen Dschihads in Palästina, die für die Attacken in den letzten 72 Stunden verantwortlich gewesen sein sollen. Palästinenser warfen Israel vor, auch zivile Gebäude bombardiert zu haben. Der jüngste Konflikt war am 6. Mai im Zuge einer erwarteten Gerichtsentscheidung ausgebrochen, bei der es um Zwangsräumungen von palästinensischen „Hausbesetzern“ in Ost-Jerusalem ging.

In Deutschland haben sich nach mehreren antisemitischen Vorfällen endlich auch mal Vertreter jüdischer Gemeinden alarmiert gezeigt. „Als Tochter von Holocaust-Überlebenden verstehe ich überhaupt nicht, wie so etwas wieder passieren kann“, sagte die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach, der „Welt“ (Freitagausgabe). Am Mittwochabend hatte eine Menschenmenge in der Nähe der dortigen Synagoge mehrfach „Scheißjuden“ gegrölt.

„Für unsere Mitglieder, die zu einem großen Teil aus der ehemaligen Sowjetunion kommen, ist das beängstigend und emotional schwer zu verkraften“, sagte Neuwald-Tasbach. Am Dienstag waren zudem vor Synagogen in Bonn und Münster israelische Flaggen angezündet worden. „Es ist mir egal, woran die Leute glauben. Aber leider sind es immer wieder junge islamistische Männer, die uns Juden angreifen“, sagte die Vorsitzende der Synagogengemeinde Bonn, Margaret Traub.

Aber natürlich muss in diesem Linksstaat alles, aber auch alles relativiert werden:

Der Antisemitismus komme jedoch von allen Seiten, auch von Rechten, Linken und aus der Mitte der Gesellschaft. „Die Menschen kennen keine Juden und hassen sie trotzdem.“ Sharon Fehr, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Münster, berichtet von einer wachsenden Verunsicherung unter den Mitgliedern. „Wer eine israelische Fahne vor einem jüdischen Gotteshaus verbrennt, stellt sich explizit gegen unsere Bemühungen eines friedlichen Miteinanders“, sagte er der „Welt“. „Ich mag mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn für die aggressive Meute ein Jude erkennbar gewesen wäre.“ Einige Innenministerien der Bundesländer haben bereits auf die Ereignisse in Nordrhein-Westfalen reagiert. „Dass der Konflikt auch Auswirkungen auf jüdische Einrichtungen in Deutschland haben kann, zeigen die Vorfälle in Nordrhein-Westfalen“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Wir haben unsere Polizistinnen und Polizisten sensibilisiert, sie werden in den kommenden Tagen verstärkt präsent sein.“ Man werde alles tun, was möglich sei, um die jüdischen Einrichtungen zu schützen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, dass Deutschland keinen Judenhass dulden und Täter strafrechtlich verfolgen werde. „Unser Grundgesetz garantiert das Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit“, erklärte Steinmeier gegenüber „Bild“ (Freitagausgabe), „wer aber auf unseren Straßen Fahnen mit dem Davidstern verbrennt und antisemitische Parolen brüllt, der missbraucht nicht nur die Demonstrationsfreiheit, sondern der begeht Straftaten, die verfolgt werden müssen.“ Nichts rechtfertige die Bedrohung von Juden in Deutschland oder Angriffe auf Synagogen in deutschen Städten, sagte der Bundespräsident.

Alles hohle Sprüche, denn Steinmeier &. Co wissen, dass Sie mit ihrer unverantwortlichen Migrationspolitik dafür verantwortlich sind, dass sich dieser muslimische Judenhass in diesem Land so breitmachen konnte.

Und was sagt unser allseits geschätzter Außenminister dazu?

Außenminister Heiko Maas (SPD) blickt mit Sorge auf die politische Führung der Palästinenser. „Wir beobachten, dass die Palästinenser gespalten sind und die Palästinensische Autonomiebehörde in Teilen der Palästinensischen Gebiete die Kontrolle verloren hat“, sagte er der „Bild“ (Freitagsausgabe). Daher lehne die Bundesregierung Sanktionen gegen Palästina ab. Logisch, so kann man sich geschickt herausreden, um ja nicht aktiv zu werden und Israel zur Seite zu springen.

„In so einer Situation helfen Bestrafungen nicht“, so Maas. Ein Sanktionen-Nachspiel für den Iran und Katar sei hingegen nicht ausgeschlossen. „Wir müssen uns genau ansehen, inwieweit andere Spieler ihre Finger im Spiel haben“, sagte er der Zeitung.

Mit Blick auf angekündigte Anti-Israel-Demos in Deutschland fügte der SPD-Politiker hinzu: „Wenn Straftaten zu erwarten sind, müssen die Demos verboten werden.“

Ist Flaggen verbrennen nicht verboten, Herr Maas? Und war das nicht zu erwarten? Hören Sie endlich auf, herumzufaseln, das ist nur noch unerträglich.

Außerdem: Es ist viel zu spät, um dagegen zu steuern und so wird wohl wieder eine Judenvertreibung in Gang gesetzt werden. Auch dafür darf man den den Heuchlern um Angela Merkel – wie Herrn Maas – danken.

Zu diesen dramatischen Ereignissen gibt es einen guten Kommentar von Birgit Kelle auf Facebook:

#Antisemitismus at work. Mitten in Deutschland. Die Integration ist gescheitert. Das Video entstand gestern vor der Synagoge in #Gelsenkirchen. Ich empfehle jedem, es anzusehen, die Meute der #Hamas-Unterstützer skandiert „Scheiß Juden“. Am unteren Rand sieht man Polizisten, die zusehen. Es gab wohl keine Freigabe, um das zu unterbinden, jene Beamte vor Ort entscheiden das ja nicht. Ein Journalistenkollege aus London fragt bei Twitter: Wieso greift die Polizei nicht ein? Gute Frage in einem Land, das sonst hypersensibel über jedem falschen Wort wacht, und überbevölkert ist mit Verbal-Akrobaten „gegen rechts“, und selbsternannten Kämpfern eines „Nie wieder“. Einem Land, in dem inzwischen gegen friedliche Demostranten für Freiheit und Grundrechte und selbst gegen Rentner Wasserwerfer eingesetzt werden, weil man ja den Rechtsstaat vor „Querdenkern“, „Reichsbürgern“ und „Corona-Leugnern“ beschützen muss und natürlich gegen jene, die keinen Abstand halten und keine Masken tragen.
Gelsenkirchen war nur ein Beispiel, in zahlreichen Städten und vor zahlreichen Synagogen kam es zu judenfeindlichen Sprechchören und demonstrativen Israel-Fahnen-Verbrennungen (Wo bekommt man die als Palästinenser eigentlich immer so schnell her, liegen da Vorräte gleich neben den Streichhölzern im Schrank?)
In dieser Gegenüberstellung wird die Frage, warum der Rechtstaat tatenlos zusieht, besondern dringend. Die Antwort ist einfach: Jeder weiß, dass es in einer völligen Eskalation geendet hätte, wäre die Polizei eingeschritten. Diese Bilder will keiner sehen.
Und so erleben wir dieser Tage, wie die Berichterstattung mancher „Kolleg*Innen“ bei den öffentlich-rechtlichen aber leider auch bei anderen Medien seltsam undifferenziert daherkommen. Beim WDR lernen wir etwa, da gab es einen „Zwischenfall“ und eine „Beschädigung“, denn da ist dieser „Konflikt“ gerade im Nahen Osten.
Gut zu wissen und danke lieber WDR aktuell, fast hätte ich sonst gedacht, es ginge um Angriffe auf Synagogen und Judenhass von in Deutschland lebenden Sympathisanten der #Hamas, die gerade den Krieg und die Raketen gegen #Israel feiern.

Und noch eine gute Reaktion:

(Mit Material von dts)