Maskenpflicht nur für Ungeimpfte: Gilt Bidens Gesundheits-Guantanamo bald auch bei uns?

Foto:Von Evan El-Amin/Shutterstock
Foto:Von Evan El-Amin/Shutterstock

Die ultimative gesellschaftliche Spaltung ganzer Gesellschaften durch Corona – und mehr noch durch die Impfungen dagegen – schreitet überall im einstmals freien Westen voran  und bringt überwunden geglaubtes Freund-Feind-Denken zum Vorschein, getragen von hässlichster Stigmatisierung von offizieller Seite. Der Impfausweis, der Sonderrechte regelt, ist dabei noch ein „diskretes“ Mittel. Was in USA ab sofort jedoch mit dem ausdrücklichen Segen von Präsident Joe Biden gelten soll, ist an öffentlicher Diskriminierung zu Lasten Nichtgeimpfter nicht mehr zu steigern.

Denn nach expliziter Empfehlung der obersten Seuchenschutzbehörde CDC (Central für Disease Control) in Atlanta – dem US-amerikanischen Pendant zum deutschen RKI sozusagen – müssen in den USA fortan alle vollständig gegen Corona Geimpften fast nirgendwo mehr Maske mehr tragen, und zwar weder drinnen noch draußen, von ganz wenigen Ausnahmen mit universell fortbestehendem „mask mandat“ abgesehen. Ebenfalls sind sie von den Abstandregeln befreit, müssen also keine Sicherheitsabstände mehr einhalten. Als „großer Tag für Amerika“ feierte Joe Biden diesen zivilisatorischen Offenbarungseid.

Denn was bedeutet diese angebliche „Erlösung“ für all jene, die sich – warum auch immer – nicht oder noch nicht impfen lassen konnten oder wollten? Sie müssen nicht nur weiterhin „Abstand wahren“ und – Aussätzigen gleich – die Nähe zu ihren Mitmenschen überall im öffentlichen Raum, in Geschäften, Behörden und Bildungseinrichtungen wahren. Sondern sie müssen, weitaus schlimmer, sich fortan durch die Maske jederzeit für alle anderen exklusiv erkennbar machen. Denn dass die Befreiten aus reiner Solidarität weiter Maske tragen werden, steht zumindest in der Mehrzahl der Fälle nicht zu erwarten.

Selbstanprangerung fortan vorgeschrieben

Die Konnotation „Maske ist gleich Ungeimpfter“ (und damit vorsätzlicher Impfverweigerer/Impfmuffel und somit Gefährder) macht die auch in Amerika vielgepriesene „Freiwilligkeit“ der Impfung weiter zur Farce – denn nun wird aus einem kaum spürbaren sozialen Druck eine öffentliche Bloßstellung. Die Maske kennzeichnet fortan potentielle Gesundheitsrisiken, die gemieden werden müssen – selbst wenn es sich um kerngesunde Menschen handelt, denen nichts fehlt und die auch selbst gar kein Risiko einer schweren Erkrankung vorweisen.

Da alle anderen (die Geimpften) ja gerade deswegen als „immun“ gelten, weil sie nicht (oder zumindest nicht mehr schwer) erkranken können, müsste es für sie – so war es bei Impfkampagnen seit jeher – eigentlich unerheblich sein, ob andere geimpft sind oder nicht. Jetzt aber müssen sich dann die, die für sich persönlich das Risiko einer Infektion entweder für vertretbar halten oder die sich aus persönlichen, legitimen Gründen der Teilnahme an einer globalen Experimentalimpfung verschließen, praktisch demonstrativ als stigmatisiere Minderheit „outen“ und zusätzlich der Erniedrigung aussetzen, von allen anderen für rücksichtslos gehalten zu werden. Ein für eine freiheitliche Gesellschaft wie die USA verstörende und eigentlich unvorstellbare, faschistische Brandmarkung.

Blaupause auch für Deutschlands Gesundheitsdiktatur

Die Maske wird damit vom ursprünglichen Schutz und Alltagshilfsmittel zum sichtbaren Nachweis von Bürgern zweiter Klasse – und man kann blind darauf wetten, dass diese unsägliche Idee auch in Europa, speziell nun Deutschland bald glühende Nacheiferer in der Politik finden wird (spätestens bei hinreichendem Impffortschritt), die dann – ebenso wie heute Joe Biden – von einem „Meilenstein“ sprechen werden. In Deutschland ist man an der Gesundheitsapartheid ohnehin schon weit näher dran, gelten seit Anfang dieser Woche hier doch bereits Privilegien für Geimpfte und Genesene.

Dass „für Menschen ohne vollen Impfschutz die bisherigen Corona-Regeln weiter gelten„, wie „n-tv“ heute CDC-Chefin Rochelle Walensky zitierte, und für alle anderen nicht, wird deshalb in ähnlicher Form erst recht auch hier in Deutschland kommen – und  die Entrechtung und Ausgrenzung von Impfgegnern oder -verweigerern vorantreiben.

Seit 85 Jahren nicht mehr dagewesen

In der Praxis dürfte die Regelung weder in den USA noch hierzulande überprüfbar sein – zumindest nicht ohne eine entsprechende Gesundheitspolizei, die künftig Menschen, die sich ihre vorenthaltenen Grundrechte durch Unterlassen der vorgeschriebenen Selbsterniedrigung in Form textiler Symbole „erschleichen“, auf Verdacht hin kontrolliert und mit Strafe bedroht werden. So etwas gab es zum letzten Mal in Deutschland vor rund 85 Jahren; natürlich besteht ein riesiger Unterschied zwischen einem gelben Stern und einem antiseptischen Gesichtslappen, auch was die Folgen für die Betroffenen betrifft; doch unter rechtlichen Kriterien ist dieser nur graduell.

Hochzufrieden mit der voranschreitenden Spaltung, mit der immer unerbittlicheren Zwangsdurchsetzung der Massenimpfungen und der hysterisierenden Panik-Abrichtung von Menschen, die auf diese Weise nach immer neuen Impfungen gieren, ist die Pharmaindustrie, deren politische Lobbys hüben wie drüben des Atlantik ganze Arbeit geleistet haben. Proaktiv werben müssen diese für ihre Vakzine nicht mehr; für anhaltende Nachfrage sorgen die Regierungen ganz von alleine – durch Folter und Erpressung der (noch) Unwilligen. (DM)