Bestechung, Erpressung oder Knechtschaft: Berliner Forscher entwerfen Strategien gegen „Impfunwillige“

Auf dem Weg zur Impfung (Symbolfoto: Von Couperfield/Shutterstock)

Auch für so etwas hat das beste Corona-Deutschland aller Zeiten reichlich Mittel: für Gegenpropaganda und akademisch unterfütterte Agitprop zur Gehirnwäsche und „Umerziehung“ abtrünniger Impf-Skeptiker und „Impfmuffel“. Weil es aus Sicht der Regierung anscheinend immer noch zuviele eigenständig denkende, zu rationalem Handeln und persönlicher Risikenabwägung befähigten Individuen gibt, machten sich nun öffentlich bezahlte Wissenschaftler der Humboldt-Universität Berlin (HU) daran, „Strategien“ zur Steigerung der Impf-Compliance zu entwickeln.

Damit die Durchimpfung ganz im Interesse der Impfstoffhersteller, der Pharma-Lobbyisten und ihrer Exekutoren der Gesundheitspolitik läuft, wird nun generalstabsmäßig mit geballter akademischer Intelligenz daran getüftelt, legitime Zweifel und Sorgen rund um die Impfungen auszuräumen – insbesondere vor Impfschäden, schweren Nebenwirkungen oder gar Todesfolgen der als reine Notfallzulassung auf den Markt gebrachten Vakzine. Das Forscherteam der HU untersuchte hierbei gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Berlin drei mögliche Strategien.

Zum einen sind dies das Thema der Wiedererlangung von Freiheiten für geimpfte Personen, zum anderen die Impfungen durch den Hausarzt – und schließlich sogar die Option „finanzieller Anreize„, spricht: lupenreiner materieller Bestechung von Impfunwilligen, sich endlich doch die Spritze setzen zu lassen. Hierfür wurde zunächst eine Bestandsaufnahme erhoben, indem deutschlandweit repräsentativ 20.500 Menschen nach ihrer Impfwilligkeit befragt wurden.

Das Ergebnis scheint die Autoren frustriert zu haben: Um eine „Herdenimmunität“ gegen Sars-CoV2 zu erreichen, sei die Impfbereitschaft zu schwach ausgeprägt; nur 67 Prozent der Befragten hatten angegeben, sich impfen lassen zu wollen, 17 Prozent seien unentschlossen und 16 Prozent lehnten eine Impfung sogar kategorisch ab.

Herdenimmunität als Utopie

Auf 29 Studienseiten zeigen die Autoren nun anschließend, wie mit den drei genannten Strategien die „Impfbereitschaft in der Bevölkerung“ gesteigert werden könne. Resultat: Jede einzelne Strategie könne selbige um rund fünf Prozent erhöhen, in der Kombination aller drei Strategien wären es 13 Prozent. Damit wäre zwar rechnerisch die „Herdenimmunität“ erreichbar – doch, diese Frage gerät in der Studie leider ins Hintertreffen, wozu eigentlich? Inzwischen besteht wissenschaftliches Einvernehmen (und wird sogar von Karl Lauterbach eingeräumt), dass es so etwas wie Herdenimmunität bei den derzeitigen Impfungen gar nicht geben kann, weil keine sterile Immunisierung möglich ist. Lediglich schwere Verläufe sind vermeidbar; weder schließt die Impfung Re-Infektionen noch die Möglichkeit der Weitergabe des Virus aus. Somit dient sie alleine dem Individualschutz des Einzelnen.

Dass trotz dieser Erkenntnisse weiterhin am Staatsziel der Komplettdurchimpfung – und dies als wiederkehrende Dauerpflicht, ganz im Sinne der Pharmaprofiteure (womöglich bis zu viermal jährlich) – festgehalten wird, ist zwar grob unlogisch, wie so vieles in dieser sogenannten Pandemie; doch es darf keine Abkehr vom ideologischen Ziel geben, und deshalb gibt es auch keine Denktabus, wie dieses erreicht wird.

Ganz ungeniert sprechen sich die Forscher in ihrer Studie daher für dreiste Erpressungsmethoden aus: Um die Impfrate zu erhöhen, soll Geimpften weitere Freiheiten gewährt werden, die zugleich Umgeimpften vorenthalten werden. Also eine Zweiklassengesellschaft, ein neuer Impf-Feudalismus, eine Apartheid privilegierter gegenüber ignoranten Parias, die möglichst sichtbar und spürbar ausgegrenzt werden sollen.

Impf-Feudalismus mit wissenschaftlichem Segen

Das Ende des sozialen Friedens wird für diesen Gesundheitswahn offenbar billigend in Kauf genommen – und genau so, wie von den Wissenschaftlern hier konzipiert, handelt derzeit auch die Regierung mit ihren Vorrechten für Geimpfte und Genesene, die bald schon in Gestalt des digitalen Impfpasses alltagstauglich gemacht werden sollen.

Großes Gefallen finden die Studienautoren auch an der aus Australien stammenden Idee, „negative Anreize“ zur Konditionierung einzusetzen – etwa indem nur solche Kinder für Kitas und Schulen dürfen, wenn die Eltern ihnen alle „vorgeschriebenen“ Impfungen verpasst haben. Und wenn das nicht reicht, so die Forscher, dann tut meist Bargeld Wunder: Mit nur 50 Euro „Impfhonorar“ soll sich auch ihrer Sicht die Impfbereitschaft ebenfalls wie von Zauberhand erhöhen.

Für diese Summe würde mancheiner vermutlich auch Abwasser gurgeln – oder sich freiwillig mit Covid infizieren lassen. Dass sich staatlich finanzierte Hochschulen ernsthaft mit derartigen Ideen beschäftigen, um ein historisches Menschheitsexperiment zum Erfolg zu bringen: Darin kann man nur noch das Ergebnis einer hoffnungslosen Virenpsychose erkennen. (DM)