Nach Rauswurf-Versuch: Wagenknecht sieht ihre Cancel-Culture-Kritik bestätigt

Dr. Sahra Wagenknecht Mitglied des Deutschen Bundestages (Foto: Imago)

Berlin – So einfach lässt sich die Dame, in Fachkreisen auch „Frau Boris Sarrazin“ genannt, wohl dann doch nicht von den Stalinisten vor die Tür setzen:

Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht zeigt sich von dem Antrag auf ein Parteiausschlussverfahren gegen sie unbeeindruckt – und sieht die von ihr erhobenen Vorwürfe durch das Vorgehen ihrer Kritiker bestätigt. „In meinem Buch kritisiere ich die Cancel Culture und die Selbstgerechtigkeit und Intoleranz, die einen Teil des linken Spektrums heute leider kennzeichnen“, sagte Wagenknecht der „Welt“. „Einige scheinen großen Wert darauf zu legen, meine Thesen durch ihr Vorgehen zu bestätigen. Allerdings sind das Einzelne, von weit mehr Linke-Mitgliedern und -Wählern bekomme ich gerade Unterstützung und Solidarität. Insofern sehe ich dem Ausgang des Verfahrens gelassen entgegen.“ Mehrere Mitglieder der Linkspartei hatten ein Parteiausschlussverfahren gegen Wagenknecht bei der nordrhein-westfälischen Landesschiedskommission beantragt.

Die Spitzen von Fraktion und Partei im Bund kritisierten das Vorgehen und stellten sich hinter die ehemalige Fraktionschefin, die Spitzenkandidatin der Linken in NRW ist.

Vielleicht haben wir ja Glück und die ohnehin überflüssige Partei wird sich spalten und dann auflösen. Ihre SED-Ideologie hat sich ohnehin schon in den anderen Parteien breit gemacht und Frau Wagenknecht wird in der AfD sicherlich eine neue gemütliche Heimat bekommen. (Mit Material von dts)