Auffallende Zurückhaltung der deutschen Medien zum Moria-Brandstiftungs-Urteil auf Lesbos

Pro-Moria-Demonstranten linkrsradikaler "Aktivisten" in München letzten September (Foto:Imago/ZUMA)

Mit schmallippiger Gleichmut, in knapper Routine wurde (sofern darüber überhaupt darüber berichtet wurde) in Deutschlands Medienzirkus gestern die Verhängung von langjährigen Haftstrafen gegen vier Afghanen vermeldet, die für die Abfackelung des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos verantwortlich waren; die Linksmedien sprachen – was sonst – von einem „umstrittenen Prozess“.

Was damals bei uns zur „humanitären Katastrophe“ hochgejazzt wurde und die Merkelregierung bewog, mitten in der Pandemie gleich einen Extra-Shuttleservice zur Aufnahme von (angeblich) minderjährigen Flüchtlingen einzurichten, war eine gezielte Erpressungs- und Erzwingungsaktion – doch politisch scheint dies bis heute niemanden zu interessieren.

Im Gegenteil: Das Ersatzlager Kara Tepe ist schon seit einem halben Jahr wieder genauso überfüllt und die durch Fluchthilfeorganisationen von dort PR-tauglich lancierten Elendsschilderungen ähneln denen von Moria im Vorjahr fast wortgleich. Geändert hat sich also gar nichts, außer dass – nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhre – sofort mindestens immer das an Menschen in die Lager nachströmt, was von dort evakuiert wurde.

Etappensieg im Infokrieg

Deutsche Politiker von Grünen und Linken pilgerten damals nach Lesbos, um in den rauchenden Ruinen ihre wohlinszenierte Betroffenheit in die Kameras auszusenden und gleich die Komplettumsiedelung der angeblich hilf- und wehrlos vom Feuer überraschten Menschen nach Europa, konkret: in die Bundesrepublik zu verlangen. Und deutsche Zeitungen druckten die gezielt bezweckte Bildpropaganda von verzweifelt vor dem Flammenhorizont fliehenden Lagerinsassen. Es war ein Zwischenerfolg für alle „humanitären“ und kriminellen Schlepper im Infokrieg um die organisierte Massenmigration.

Nach dem Brand vom vergangenen September (die auffällig gut synchronisiert war mit der unmittelbar einen Tag vor dem Reichstag von Flüchtlingsorganisationen durchgeführten Aktion der 13.000 leeren Stühle, durch welche diese die Weltöffentlichkeit auf die Situation in Moria aufmerksam machen wollten), waren Stimmen lautgeworden, die eine Verwicklung europäischer Fluchthelfer in die Brandstiftung vermuteten. Dies konnte nicht bewiesen werden – wohl aber, dass zumindest die vier jetzt von einem griechischem Gericht zu jeweils 10 Jahren verurteilten Afghanen in einer konzertierten Aktion das Lager gezielt in Schutt und Asche gelegt hatten, um damit die Evakuierung der Insassen zu erzwingen. Es war wohl einfach nur gelungenes Timing. (DM)