Inzidenz stürzt weiter ab, aber es wird vor der Delta-Variante gewarnt.

Foto: Abstandregel im Supermarkt (über dts Nachrichtenagentur)

Ist das Sommerlichen schneller vorbei, als die Koffer gepackt werden können?

Die indische „Delta“-Corona-Mutation (B1617-2) hat ihren Anteil in Deutschland deutlich erhöht. Laut unterschiedlicher Erhebungsmethoden stieg der Anteil von der 21. zur 22. Kalenderwoche von etwa 1 bis 4 Prozent auf etwa 2 bis 6 Prozent, heißt es im wöchentlichen Virusvarianten-Bericht des RKI. Auch die mit Brasilien in Verbindung gebrachte Mutation P1 („Gamma“) war in der 22. Kalenderwoche mit Anteil von etwa einem Prozent deutlich messbar. Die seit Monaten in Deutschland dominante Mutation B117 („Alpha“), die zuerst in Großbritannien aufgetaucht war, verringerte ihren Anteil binnen einer Woche leicht von etwa 89 bis 90 auf 86 bis 88 Prozent – je nach Erhebungsmethode.

Zwar sind die Neuinfektionszahlen von der 21. zur 22. Kalenderwoche insgesamt um etwa 35 Prozent zurückgegangen, es scheint aber, dass „Delta“ im gleichen Zeitraum schneller zugelegt hat – mit im Ergebnis vermutlich steigenden absoluten Infektionszahlen.

Tatsächlich?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Donnerstagmorgen nämlich vorläufig nur noch 1.330 so genannte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 58 Prozent oder 1.857 „Fälle“ weniger als am Donnerstagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 13,2 auf heute 11,6 neue „Fälle“ je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 34.100 positiv Getesteten aus, das sind etwa 21.700 weniger als vor einer Woche.

Der Wettkampf zwischen Durchimpfung und ständig neuen und viel gefährlicheren Varianten geht also in die nächste Runde. Der Sieger allerdings steht jetzt bereits fest: Die Pharmaindustrie. (Mit Material von dts)