Die Pandemie endet mit Lauterbach

Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Von Juergen Nowak)

Die Frage treibt derzeit in den sozialen Medien so manchen um: Sollte Corona je enden (oder durch ein anderes Thema, womöglich eine reale Katastrophe verdrängt werden) – wer fehlt dann am Ende wem mehr: Karl Lauterbach den Medien, oder die Medien Karl Lauterbach? Während der letzten 15 Monate hat sich eine unheilvolle Symbiose zwischen vor allem den öffentlich-rechtlichen Talkformaten à la „Markus Lanz“ und dem Dürener Panik-Professor etabliert, die quasi selbsterhaltend geworden ist.

Tatsächlich dürfte es, so kommentiert Frank Schumacher gestern  auf Twitter, „wohl kaum etwas geben, was Karl Klabauterbach mehr fürchtet, als das Ende der Coronakrise. Die fortwährenden Einladungen zu Talkshows würden ihm sicher fehlen, wie dem Junkie sein Dope. Er müsste dann wieder dorthin verschwinden, wo er hingehört: in der Versenkung.“ Versuche des selbsternannten SPD-Gesundheitsexperten, seine „Expertise“ nun in Richtung Klima-Füchtemacherei auszuweiten und umzuswitchen, sind ja bereits in vollem Gang.
Lauterbach steht als Platzhalter für eine ganze Nomenklatur von Gesichtern und Figuren, ohne deren schadhaftes Wirken wir heute mit höchster Wahrscheinlichkeit längst wieder so leben könnten wie eh und je, unter entspannter und gelassener Inkaufnahme gewisser durchaus vorhandener Lebensrisiken, aber in Freiheit, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Er und viele andere nutzten die ihnen völlig ungerechtfertigt zuteil gewordene Prominenz aus, um sich mit pausenlosen neuen Schreckensmeldungen wichtig zu machen, trieben so die Politik vor sich her und ein Volk in die Verzweiflung.
Ihre zum Teil (wie im Fall Lauterbachs) gar nicht vorhandene wissenschaftliche Autorität missbrauchten und missbrauchen sie – trotz ständiger Irrtümer und Fehler – weiterhin für einen grotesken Alarmismus, der noch gar nicht abseh- und bezifferbare Langzeitschäden anrichtete. Vor irgendeinem Gericht, dies- oder jenseitig werden sie sich dafür verantworten müssen. Allen voran Lauterbach. Diese Pandemie wird vermutlich erst dann wahrlich zu Ende sein, wenn er verstummt – oder ihm keine Plattform mehr geboten wird. (DM)