Sie lügen und betrügen weiter

Nichts klappt, aber das wie am Schnürchen: Spahn (l.) mit RKI-Chef Wieler heute in Berlin (Foto:Imago/PoliticalMoments)

Die Halb- und Unwahrheiten, Propagandalügen und maßlosen Tatsachenverzerrungen in dieser sogenannten Pandemie türmen sich mittlerweile kilometerhoch und werden von Woche zu Woche offensichtlicher – doch anstelle irgendeiner Einsicht, selbstkritischen Reflexion oder gar Entschuldigung halten die Corona-Reichsverweser aus Politik und (erwünschten) Wissenschaftskorridoren unbeirrt Kurs, warnen und mahnen und drohen ohne Unterlass mit nächsten Wellen, künftigen Mutanten und einem jahrelangem Kampf, der nur durch Impfungen und noch mehr Impfungen zu gewinnen wäre.

Was dieser Tage der Bundesgesundheitsminister und der RKI-Chef öffentlich erklärten, kann nur noch als unverantwortliche Panikhetze und vorsätzliche Verunsicherung der Bevölkerung bezeichnet werden – und was sie als Maßnahmen für die Zukunft fordern, steht nicht nur dem realen (praktisch erloschenen) Infektionsgeschehen diametral entgegen, es widerspricht auch allen inzwischen erlangten Erkenntnissen über die reale Gefährlichkeit von Corona.

Da schwadroniert Wieler gestern in der Bundespressekonferenz, „Delta“ sei „stark auf dem Vormarsch“. Eilfertig verkünden daraufhin heute Alarmisten-Medien wie die „Süddeutsche Zeitung„: „Anteil der Delta-Variante steigt auf 15 Prozent!“. Nur zur Einordnung: In Deutschland leben 83,7 Millionen Menschen. Aktuell gibt es knapp 18.000 bekannte Corona-Infektionen insgesamt, davon rund 80 Prozent völlig symptomlos und ohne jeden Krankheitswert. Von diesen sind nun 15 Prozent „Delta“-Betroffene – das sind etwas über 2.500 Personen –  ungefähr ein Achtunddreißigtausendstel der Bevölkerung – und von ihnen sind die meisten schon wieder genesen, ehe sie überhaupt Eingang in die Statistik führen.

Doch Wieler treibt es noch bunter: Die „Deltavariante„, sagt er, führe zu „häufigeren Klinikeinweisungen“ als die „Vorgängervarianten“ – und leitet daraus das unbedingte Gebot von Maske und Abstand ab. Klinikeinweisungen? Gestern betrugen die Auslastung der Intensivstationen 83 Prozent – bei insgesamt 781 positiv getesteten Intensivpatienten, von denen nur ein geringer Teil wegen Covid klinisch behandelt wird. Wem es nicht auffällt: Bei ebenfalls 83 Prozent lag die Auslastung der Intensivstationen übrigens im Dezember 2020 – damals erstaunlicherweise bei dem Vierfachen an coronapositiven Intensivpatienten (2.856 Fällen).

Reihenweise platzende Blasen – erst Intensivstationen, dann PCR

Und: Die Zahl der freien Intensivbetten ist aktuell um 354 geringer als damals – und liegt nun bei 2.856 Betten. Allerdings ohne dass diesmal ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems behauptet wird. Warum wohl: Damals lag die „7-Tage-Inzidenz“ bei 155, heute bei 5,9. Ein eindrucksvoller weiterer Beleg, dass die Inzidenzzahl mit der Situation bzw. Realauslastungen der Kliniken überhaupt nichts zu tun hat. Genau diese Annahme jedoch ist Grundlage der weiter geltenden „Bundesnotbremse“.

Doch nun stürzt, neben der bereits wohldokumentierten Intensivbetten-Lügen (an der sich auch DIVI-Ärztefunktionäre vorsätzlich beteiligt hatten) eine weitere Säule des staatlichen Pandemie-Notstandsgerüstes in sich zusammen: Spätestens mit der großangelegten Studie der Universitäten Duisburg und Münster über die Ansteckungsgefahr laut PCR-Verfahren ermittelter Infizierter, die über 190.000 positive Testergebnissen untersucht hatte, kann nun als gesichert gelten, dass die deutsche Gesundheitspolitik das Infektionsrisiko und damit der Gefahr für die Bevölkerung grotesk und bösartig überschätzt hat. Die Forscher waren darin zu dem Ergebnis gekommen, dass 78 Prozent aller zwischen dem 8. März und 10. Mai positiv Getesteten „sehr wahrscheinlich nicht ansteckend“ waren – womit Lockdown- und Quarantäne-Maßnahmen auf Basis von PCR-Zahlen nicht gerechtfertigt werden können, wie die „Achse des Guten“ schreibt.

Keine Belastungssituation in den Kliniken, und überhaupt keine Infektiosität der allermeisten positiv Getesteten: Mit diesen Erkenntnissen steht nun fest, dass der gesamte Lockdown, die Schulschließungen, die Wirtschaftszerstörungen und die in Kauf genommenen psychischen und sozialen Schadfolgen völlig unnötig und entbehrlich waren. Die Aufarbeitung dieses Verbrechens einer verantwortungslosen Politik ist überfällig, die Verantwortlichen müssen dafür zur Rechenschaft gezogen werden; das steht außer Frage.

Stoppt die Verrückten!

Zu allererst aber müssen sie augenblicklich in ihrem perfiden Versuch gestoppt werden, den Wahnsinn in die nächste Runde zu treiben – und schon wieder die nächsten Restriktionen unter falschen Tatsachenbehauptungen und Missachtung jeglicher Gebote der Verhältnismäßigkeit vorzubereiten. Urlaube und Reisen in „Delta-Risikogebiete“ werden untersagt; durch die Hintertür (nachts zur Geisterstunde durch den Bundestag gejagt, wohlversteckt in einer Reform des Stiftungsrechts) wurde dem Gesundheitsminister hierzu mal eben so die Vollmacht erteilt, künftig auch ganz ohne epidemische Notlage Reisebeschränkungen verhängen zu dürfen.

Und derselbe Spahn redet diese Woche mit einer erschreckenden Selbstverständlichkeit von Wechselunterricht, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen auch im kommenden Schuljahr. Wieler propagiert die Fortsetzung der Masken- und Testpflicht, ebenfalls an allen Schulen. Und Corona-Psychopath Karl Lauterbach träumt im Interview davon, dass bald schon Zweijährige ihren Biontech-Schuss bekommen. Das Kindswohl spielt in Deutschland keine Rolle mehr, allenfalls wird hier noch Klientelpolitik für eine überalterte Rentnergesellschaft betrieben.

Übrigens: Um die Volksgesundheit geht es hier schon lange nicht mehr – denn denselben Politikern sind alle anderen Krankheiten und Gebrechen, alle sonstigen Lebensrisiken und Gefahren für die Menschen völlig gleichgültig. Sie haben sich auf Corona fixiert, heillos verrannt – und huldigen nur noch der Impfpropaganda, die inzwischen zum Selbstzweck geworden ist. Die Impfung – jetzt, morgen, immer wieder und auf ewig – ist anscheinend alles, was von dieser Pandemie bleiben soll und darf. Irgendwann, möglicherweise aber auch nie, werden wir vielleicht die wahren Hintergründe dieses absurden Theaters kennen. (DM)