Terroranschlag in Würzburg: Merkels Regierungssprecher will von islamistischem Tatmotiv nichts wissen

Seibert mit Herrin (Foto:Imago/IPON)

Welch eine elende Realitätsverweigerung und Leugnung des Offensichtlichen aus der Wagenburg des Kanzleramtes, dort, wo das ganze Unheil seinen Ausgang genommen hat: Nach der Würzburger Attacke ignoriert Merkels „inner circle“ hartnäckig alle Hinweise und erdrückende Indizien auf einen islamistischen Hintergrund des vorgestrigen Würzburger Terrorangriffs. Stattdessen spielt Merkels Regierungssprecher das Verbrechen als „Amoklauf“ herunter.

Selbst dass im Hausmüll des Würzburger Obdachlosenheims eindeutiges IS-Propagandamaterial gefunden wurde, dass der Täter „Allahu Akbar“ brüllte, während er gezielt auf Frauen einstach, und dass er bei seiner Festnahme von einem persönlichen „Dschihad“ sprach, den er habe verwirklichen wollen, vermag die Scheuklappen des Kanzlerinnenumfelds nicht zu öffnen. Hier will man nicht wahrhaben, dass es sich hier um die nächste Gräueltat eins der Mordsubjekte handelte, die in unbekannter Zahl durch eine verantwortungslose und verbrecherisch fahrlässige Politik dieser Bundesregierung nach Deutschland gelangen konnten.

Die gestrige ausführliche Pressekonferenz der bayerischen Landespolizei unter Vorsitz des bayerischen CSU-Innenministers Joachim Herrmann hatte am islamistischen Tatvorsatz eigentlich keinen Zweifel gelassen – und die vorangegangene psychiatrische Unterbringung des Täters eben nicht als kausale Vorbedingung des Anschlags nahegelegt.

Verharmlosen und gesundbeten als Gebot der Stunde

Doch trotz aller eindeutigen Hinweise schwafelte Regierungssprecher Steffen Seibert laut „Bild“ auf Twitter von einem „Amokläufer„, dessen „entsetzliche Tat“ sich gegen „jede Menschlichkeit und jede Religion“ gerichtet habe. Es folgen die üblichen Floskeln: In Gedanken und Gebeten sei man bei den Schwerverletzten und Familien der Opfer. Eine widerliche Heuchelei – so wie schon bei den Opfern des Breitscheidplatzterrors durch Anis Amir, einen weiteren Merkelgast.

Der Hinweis „jede Religion“ war Seibert in diesem Zusammenhang offenkundig besonders wichtig. Wer allerdings angesichts solch offensichtlicher Motive islamistische Motive leugnet und sogar noch den Eindruck zu erwecken versucht, hier sei sogar der Islam das Opfer gewesen, der sollte sich selbst dringend psychisch untersuchen lassen. Nach derselben Logik könnte man dann auch die NSU-Morde als „gegen jede politische Richtung gerichtete“ Tat gesundbeten und behaupten, selbst Rechtsradikale seien ein Opfer dieser Gewalt. Doch so schizoid wird eben nur im Fall von muslimischen Tätern argumentiert.