Trotz erdrückender Hinweise auf Islam-Terror: CDU-Fraktionsvize warnt nach Würzburg vor „voreiligen Schlüssen“

Messerstecher tötet in Würzburg; Bild: © Twitter Disclose.tv
Messerstecher tötet in Würzburg; Bild: © Twitter Disclose.tv

Muss jetzt auch der Anschlag von Hanau völlig neu aufgearbeitet werden? Die Realitätsverweigerung, Ignoranz und Skepsis, die von migrationsbeflissenen, islamophilen Politikern der „Fraktion Weltoffenheit“ seit der Würzburger Mordattacke von Freitag an den Tag gelegt wird, wenn um das offensichtlich islamistische Motiv des somalischen Täters geht, ist das exakte Gegenteil der Darstellung und Präsentation des Hanauer Selbstmordattentäters Tobias R. als rechtsradikaler Vorsatztäter – obwohl dieser, anders als Abdirahman J., als diagnostizierter schizophrener Psychotiker einer offensichtlich geistesgestörten und wirren Agenda folgte, bei der ausländerfeindliche Motive nur ein Teil eines ganzes Wahngebäudes waren.

Doch für die großen Harmoniker und Theoretiker des mustergültig integrativen, bunt-toleranzen Merkeldeutschland, in dem die „Vielfalt“ zum Diktat über allem geworden ist, werden unliebsame Tatsachen ausgeblendet und bis zur letzten Patrone geleugnet. Dass der messernde Mörder-Somali, der als abgelehnter und wiederholt wegen Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getretener Asylbewerber längst nicht mehr hätte in Deutschland (und nach Recht und Gesetz erst gar nicht hergelangt) sein dürfen, bei der Tat „Allahu Akbar“ brüllte, dass er bei seiner Vernehmung aussagte, er habe einen persönlichen „Dschihad“ geführt, dass gezielt Frauen angriff und dass schließlich in seiner Obdachlosenunterkunft ihm zuzuordnendes ISIS-Propagandamaterial im Müll entdeckt worden war: All dies ist für Bundestags-Unionsfraktionsvize Thorsten Frei noch lange kein Grund, „politische oder rechtliche Schlussfolgerungen aus dem Fall zu ziehen„.

So sagte Frei in der „Welt„, er warne vor „voreiligen Schlüssen“ nach der Messerattacke, denn: „Zu viele Umstände sind bislang noch unklar, gerade auch hinsichtlich des Motivs. Wir wissen bislang nicht sicher, ob wir es hier mit einem psychisch kranken Täter zu tun haben oder einer islamistisch motivierten Terrortat. All das muss zunächst gründlich aufgeklärt werden.“ Dass der Täter in der Vergangenheit schon einmal zum Messer gegriffen hatte, ist für Frei dann wohl auch kein Hinweis, eine besondere Gewaltaffinität zu vermuten?

Die Stunde der Kreidefresser

Hätte man diese Pseudoskepsis gegenüber dem Offensichtlich, diese Verhöhnung der Opfer grenzende Scheinzurückhaltung im Fall des Hanau-Killers angewandt, auch beim abgewendeten Halle-Anschlag auf die dortige Synagoge oder gar bei den NSU-Morden, dann müsste heute noch daran gezweifelt werden, ob es sich bei all diesen Mördern tatsächlich um Rechtsterroristen handelte – denn vielleicht waren auch sie alle einfach nur „psychisch kranke“ Menschen, deren genaue Motive erst noch „gründlich aufgeklärt werden“ müssen?

Laut solcher politischen Figuren wie Frei, der hier stellvertretend für das gesamte Juste Milieu unserer Islamfreunde spricht, die jegliche Verbindung zwischen derartigen Anschlägen und der Religion des Friedens abstreiten (obwohl es sich stets um die für die Herkunftsstaaten der Täter üblichen Formen der gewaltsamen Konfliktaustragung handelt), ist die Welt also in einerseits moderne, weltoffene, grundgesetztreue und säkular-tolerante Muslime aufgeteilt – und andererseits kriminelle Spinner, die sich nur als Muslime tarnen – und zu Letzteren gehören automatisch all jene, die dann im Namen des Korans Greueltaten begehen. Diese Sorte Täter ist dann automatisch geisteskrank; und wenn zudem noch die Hautfarbe auf ein afrikanisches Erbopfer europäischen Spätkolonialismus hindeutet, dann ist der Fall ohnehin klar: Zurückhaltung gegenüber dem (Einzel-)Täter ist zwingend angesagt. Und wer sich nicht daran hält, ist islamophob und/oder Rassist. (DM)