Kaum ein Mitarbeiter kam zum Impftermin: Covidioten- und Querdenker-Hochburg WDR?

Immer wieder Wirbel um den WDR (Foto:Jouwatch)

Beim „Westdeutschen Rundfunk“ (WDR) ist man offenbar über die eigenen Mitarbeiter entsetzt: Von 6.500 Mitarbeitern haben dort, wie am Wochenende durchgesickert ist, bislang nur jetzt nur 6 Prozent das berüchtigte „Angebot, das niemand ablehnen kann“ (und schon gar nicht beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk) zur Impfung angenommen. In der Folge wandte sich der Sender per Mail an seine Belegschaft – um in gewohnt bevormundendem Ton die Notwendigkeit der Covid-Spritze zu vermitteln.

Interessant bei dieser Rundmail von vergangenem Donnerstag, über die der österreichische „Wochenblick“ berichtet, ist der oberlehrerhafte Duktus. Dass der WDR in seinen Propaganda- und Hetzformaten wie „Monitor“ oder Spartenprogrammen wie WDR2 – Stichwort Oma-Umweltsau-Kinderchor – seine Hörer und Zuschauer berieselt und erzieht, kennt man ja zur Genüge; dass nun die eigenen Mitarbeiter zu den Belehrten und Geschurigelten gehören, ist hingegen eine Premiere.

In der Mail ist zunächst leicht verschnupft von einer „vergleichsweisen geringe Annahme“ des sendereigenen Impfangebotes die Rede; nur 400 WDR-Mitarbeiter hätten das „Angebot“ in Anspruch genommen – 6 Prozent eben. Von den zusätzlich ins Kölner Impfzentrum eingeladenen 4.000 Mitarbeitern sei dann ebenfalls nur ein Sechstel erschienen. Für einen staatshörigen, altparteienloyalen und stramm auf linksgrüner Linie durchfilzten Rundfunkapparat ein bemerkenswertes Verhältnis – das einmal mehr mit dem Mythos aufräumt, Impfskeptiker, oder -verweigerer kämen überwiegend aus dem „verschwörungstheoretischen“, „maßnahmenkritischen“ und somit „rechten“ Spektrum.

So wie ausgerechnet schon die linken Medien nie wahrhaben wollten, dass die Querdenkerbewegung überwiegend von alternativen und teilweise esoterischen Sinnsuchern und linken New-Age-Freaks getragen wurde (und eben nicht von „Reichsbürgern“), so passt es auch nicht in ihr Weltbild, dass die „Impfsolidarität“ jenseits aller Regierungspropaganda keineswegs nur von AfD- oder „rechtspopulistischen“ bockigen Wutbürgern verweigert werden könnte – sondern auch in den eigenen Reihen grassiert. Denn wenn es um den eigenen Körper, die eigene Haut geht und nicht mehr darum, von anderen Opfern zu verlangen oder Zwangsmaßnahmen durchzusetzen, dann reagieren auch die Linken auf einmal sehr empfindlich.

Soviel zum Thema linksprogressive „Impfsolidarität“

Mit einer Mischung aus paternalistischer Beschwichtigung und Angst vor dem Abfall von der reinen Lehre schreibt die Senderleitung den Mitarbeitern, sie sollten ja nicht dem Irrglauben erliegen, es ginge auch ohne die Impfung; denn es „…könnte eventuell auch der Gedanke aufploppen (sic!), eine Impfung sei nicht mehr nötig. Den Zahn kann unser Betriebsarzt Dr. Neuber ganz schnell ziehen.“ Der besagte ominöse Betriebsarzt Dr. Michael Neuber wird sodann zitiert, wie er auf die aktuell gerade beliebte Panikmasche „Delta-Mutante“ eingeht: „Das Delta-Virus wird noch während der Sommerferien der Auslöser für eine Ansteckung sein. In Deutschland haben sich aktuell 15 Prozent der Infizierten mit dem Delta-Virus angesteckt. Wir beobachten, dass sich diese Zahl wöchentlich mindestens verdoppelt.

Und, noch besser: „Wenn wir uns weiter strikt an unsere AHA-Regeln halten, sind wir bestens geschützt – bis nahezu alle durchgeimpft sind„. Erst dann könne man „über Lockerungen nachdenken, sowohl was den Schutz in den Büros, Studios und draußen, als auch die Testpflicht angeht.“ Am Ende des Schreibens flehen der Sender und Hausarzt Neuber die Mitarbeiter regelrecht an mit den Worten „…nehmen Sie bitte das Angebot an!“. Spätestens hier drängt sich dann – nicht nur für den „Wochenblick“ – die Frage auf, ob Dr. Neuber beim WDR tatsächlich als Betriebsarzt arbeitet – oder nicht vielmehr als Pharmareferent? (DM)