Sind „Covid-Infizierte“ die neuen Kriminellen?

Hier soll wohl jemand zum Covid-Test abgeführt werden (Symbolfoto: Von Sandra Sanders/Shutterstock)

Berlin – Das ist wohl nur in diesem Linksstaat möglich. Hier sollen, ginge es nach dem Bundesinnenminister harmlose Bürger, die es gewagt haben, im Ausland Urlaub zu machen, so schnell wie möglich unter Generalverdacht gestellt und kriminalisiert werden:

Horst Seehofer (CSU) ist für Kontrollen von Reiserückkehrern an den Grenzen, will aber Chaos vermeiden. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sehe er für stationäre Grenzkontrollen derzeit keinen Anlass. Seehofer hat aber auch Verständnis für den aktuellen Vorstoß aus Bayern.

„Im Prinzip ist das bayerische Anliegen berechtigt“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ zur Forderung des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek (CSU), Reiserückkehrer engmaschig zu kontrollieren. „Wir müssen schauen, dass wir uns nicht ein Infektionsgeschehen zusätzlich ins Land holen“, sagte Seehofer. Derzeit muss aber niemand fürchten, dass die Grenzen in Europa wieder dichtgemacht werden. Denn in den Nachbarländern herrschen ähnliche Infektionsverhältnisse wie in Deutschland. „Wir haben im Moment kein Mutationsgebiet um uns herum“, sagte Seehofer.

Seehofer schwebt statt stationärer Grenzkontrollen aber ein ähnliches System wie im vergangenen Jahr vor. Eine sogenannte „Schleiermaßnahme“ (früher „Schleierfahndung“ genannt), bei der die Reisenden auf Plätzen möglichst dicht nach der Grenze kontrolliert werden. Auch dass dort wieder Schnellteststationen eingerichtet werden könnten, sei „vorstellbar“. Mit Blick auf die Delta-Variante übte Seehofer auch scharfe Kritik an der Zuschauerregelung für die laufende Fußball-EM. Vor allem in Großbritannien seien zehntausende Zuschauer im Stadion „unverantwortlich“, sagte er.

Er appellierte an den europäischen Fußballverband UEFA und die britische Regierung, die Zuschauerzahlen „deutlich nach unten zu korrigieren“.

In diesem Zusammenhang waren die Bayern schon einmal sehr erfolgreich. Wir lesen auf „Wikipedia„:

„Das Bayerische Landeskriminalamt unterstreicht die Bedeutung der Schleierfahndung als „unverzichtbares Instrument im Kampf gegen Drogenschmuggler und andere Straftäter.“ Ab Juli 2015 verstärkt der Freistaat Bayern die Schleierfahndung um 500 Polizisten. Laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sei das eine Konsequenz aus der großen Zahl der Aufgriffe bei den Grenzkontrollen während des G7-Gipfels auf Schloss Elmau. Herrmann sieht die Methode der Schleierfahndung als Erfolgsmodell.“

Seehofer sollte also nicht so herumeiern und besser konsequent sein: Schengen wird wieder abgeschafft und sämtliche Grenzen werden wieder dichtgemacht. Hoch lebe die DDR. (Mit Material von dts)